|
19.07.2026
15:10 Uhr
|
Eben war der Fraktionsvorsitzende noch der mächtigste Mann nach dem Kanzler in der Bundes-CDU, angesichts der Empörung über die Leihmutterschaft musste Spahn seinen Rücktritt erklären. Was ist in den drei Tagen davor passiert?

Es ist genau 13.28 Uhr, als eine der schillerndsten Karrieren im politischen Berlin zu Ende geht. In diesem Moment landet am Samstag ein Schreiben von Unionsfraktionschef Jens Spahn in den Postfächern seiner Abgeordneten. Einzelne leiten es sofort an Journalisten weiter. Damit ist die Nachricht in der Welt: Spahn tritt zurück. Nicht einmal drei Tage, nachdem sein Mann und er bekannt gegeben haben, in den USA mit Hilfe einer Leihmutter einen Sohn bekommen zu haben, hat Spahn die Reißleine gezogen. Zu groß war der Flächenbrand in der Partei geworden. Und zu gewaltig die Empörung in seiner Fraktion. Spahn ist gar nicht erst aus den Vereinigten Staaten zurückgeflogen. Er hat seinen Rücktritt von dort aus erklärt.
Im Interview mit dem ZDF äußert sich der Bundeskanzler erstmals ausführlich zur Demission von Jens Spahn und deren Folgen. Mit der Empörungswelle nach dessen Ankündigung, mithilfe einer Leihmutter Vater geworden zu sein, habe er „zumindest nicht in diesem Umfang“ gerechnet.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: