SZ 10.05.2026
15:24 Uhr

Münchener Biennale: KI wie in Kichern


Roboter auf der Opernbühne? Aber ja. Bei der Biennale für neues Musiktheater in München gibt es jede Menge Uraufführungen, Kapitalismuskritik, Witz. Wie wunderbar.

Münchener Biennale: KI wie in Kichern

Dann stapft er persönlich herein, ein kleinwüchsiges Elektronikgeschöpf, im Programmheft schlicht als Roboter erwähnt und dennoch der unheimliche Star dieses Abends mit dem sperrigen Titel „V01CES//B0D1EZ“. Er ist wohl unlängst wie ein Küken aus seiner Verpackung des hier Amazön genannten Lieferservice geschlüpft. Ama(obs)zön: Diese Produktion ist um keine kapitalismuskritische Attacke verlegen. Bald wird Robbie, wie wir das E-Männchen mangels eines eigenen Namens nennen, von der Verpackung befreit und führt, mit Muskel-Shirt und einer Monstermaske aufgepeppt, sein bescheidenes Können vor: Stapfen, Klatschen, Tanzschrittchen.

Das Münchner Festival will raus aus der Bubble und präsentiert unter neuer Leitung zwölf internationale Produktionen von enormer Vielfalt.

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