SZ 22.06.2026
13:38 Uhr

Meinungsfreiheit: UN-Vertreterin kritisiert Deutschland: Protest werde „kriminalisiert“


Die Meinungsfreiheit in Deutschland beschäftigt den Menschenrechtsrat in Genf: Der Freiraum für Kritik an der Nahostpolitik und der Klimapolitik schrumpfe, moniert eine Sonderberichterstatterin.

Meinungsfreiheit: UN-Vertreterin kritisiert Deutschland: Protest werde „kriminalisiert“
Wann dürfen einzelne Slogans oder ganze Demonstrationen verboten werden? Protest gegen den israelischen Krieg im Gazastreifen im Juli 2025 in Berlin. Nikos Kanistras/ZUMA Press Wire

Die UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit hat erstmals einen kritischen Bericht zu Deutschland vorgelegt. Die Meinungsfreiheit werde in der Bundesrepublik derzeit durch eine „exzessive Anwendung des Strafrechts“ eingeschränkt, moniert sie dort. Dies geschehe „insbesondere im Kontext von Engagement und Aktivismus in Bezug auf Palästina und das Klima“.

Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang, die besonders viel Hass im Netz erlebt, warnt vor überzogener Strafverfolgung nach dem umstrittenen Paragrafen 188. Sie befürchtet, dass solche Gesetze durch die AfD missbraucht werden könnten.

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