SZ 09.09.2026
15:17 Uhr

Mathematik: Open AI will ein Millennium‑Problem gelöst haben


Und nun streiten Experten darüber, ob der Konzern dabei unerlaubt Vorarbeiten anderer Mathematiker ausgenutzt hat. Aber wenn die Lösung des Navier-Stokes-Problems Bestand hat, könnte dieser Beweis das Ende der Mathematik sein, wie wir sie kennen.

Mathematik: Open AI will ein Millennium‑Problem gelöst haben
Können idealisierte Flüssigkeiten seltsame Dinge anstellen, wenn man sie lässt?
IMAGO/Robert Kohlhuber/IMAGO/Addictive Stock

Wer bisher noch Zweifel hatte, wie leistungsfähig KI-Modelle wirklich sind, kann diese jetzt eigentlich aufgeben: Die KI hat offenbar ein Millennium-Problem gelöst. Also eines der sieben fundamentalen Probleme der Mathematik, für deren Lösung das Clay Mathematics Institute im Jahr 2000 je eine Million Dollar Preisgeld ausgelobt hat. Nur eines wurde bislang gelöst, jetzt sind es vermutlich zwei: Die US-Firma Open AI hat mitgeteilt, mithilfe von 10 000 KI-Agenten, die untereinander 2,7 Millionen Nachrichten austauschten, das Navier-Stokes-Problem gelöst zu haben. In 88 Stunden Rechenzeit – ein Hohn für all die Mathematiker, die ihr halbes Leben damit verbracht haben.

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