SZ 06.10.2026
16:05 Uhr

EU-Erweiterung: Wie sich Europa vor dem nächsten Orbán schützen will


Die EU-Kommission will die Erweiterung beschleunigen und Beitrittskandidaten früher an sich binden. Im Gegenzug soll es Schutzklauseln geben und Sonderregeln für die Ukraine. Viele Regierungen sind skeptisch.

EU-Erweiterung: Wie sich Europa vor dem nächsten Orbán schützen will
Ein Land im Krieg will der EU beitreten: der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.
Foto: Omar Havana/AP/dpa

Wenn EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos von ihrem Brüsseler Schreibtisch aufschaut, hat sie den Fortschritt immer im Blick. An der Wand gegenüber hängt eine riesige Tafel, darauf eine Tabelle mit Ampelsystem. Die Spalten sind markiert mit den Flaggen Montenegros, Albaniens, der Ukraine und weiterer Länder, die teils schon seit Jahrzehnten der EU beitreten wollen. Horizontal sind die 35 Kapitel abgebildet, über die jeder Kandidat mit der Kommission verhandeln muss. Für Montenegro stehen bereits 18 davon auf Grün, bis Jahresende sollen alle abgeschlossen sein: Das kleine Balkan-Land könnte bald das jüngste EU-Mitglied werden. „Dies wird der Herbst der Erweiterung“, verspricht Kos.

Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine haben offiziell begonnen. Worüber jetzt verhandelt wird – und wie lang das dauern könnte

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: