SZ 01.09.2026
10:44 Uhr

(+) TV-Kritik: Katastrophen-Kaleidoskop des verlorenen Vertrauens


Eine ARD-Sendung will „Wege aus der Krise“ weisen. Geliefert werden jedoch Gründe für eine befürchtete Wahlkatastrophe. Bei „Hart aber fair“ spricht dann ein Punkrocker ein Machtwort.

(+) TV-Kritik: Katastrophen-Kaleidoskop des verlorenen Vertrauens
Jan „Monchi“ Gorkow von der Punkrockband Feine Sahne Fischfilet brach in der ARD eine Lanze für seine Heimat (Archivbild).
Oliver Ziebe/WDR

Im Grunde wirkt die Idee nach Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu fahren und dort mit Menschen über ihre Probleme im Alltag zu sprechen, ziemlich gut. An manchen Stellen wirkt die Dokumentation, die in der ARD an diesem Montagabend lief, tatsächlich längst überfällig. Dass die Sendung dann aber doch ein ziemliches Unwohlsein bereitet, liegt aber nicht nur am bedrohlichen Sendungstitel „Land unter Druck: 50 Stimmen aus dem Volk“. Nicht mal nur an dieser Stimme aus dem Off nach wenigen Minuten, die sagt: „In diesem Film geht es nicht darum, politische Sachverhalte aufzuklären. Es geht darum, Wahrnehmungen, Stimmungen und Meinungen einzufangen und aufzuzeigen, welche Wege aus der Krise es geben könnte.“

Die AfD will die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt auflösen. Besuch bei ihrem Direktor Maik Reichel in Magdeburg, der trotzdem große Pläne hat.

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