Als die Auskunftei Schufa im März dieses Jahres ihren neuen Score veröffentlicht hat, sparte sie nicht mit Superlativen. Die neue Bewertungsmethode sei ein „Meilenstein“, der angeblich transparenteste Score der Welt. Künftig könne jeder Bürger sehen, warum er als wie kreditwürdig einsortiert werde. Die zwölf Faktoren, die man dafür heranziehe, mache man öffentlich. Ein Faktor ist zum Beispiel, wie lange jemand an seiner aktuellen Adresse wohnt, ein anderer, wie alt der älteste Bankvertrag ist. Kunden könnten so einsehen, in welchem Bereich sie ihren Score verbessern könnten. Banken oder Unternehmen, hieß es, sähen künftig den gleichen Score wie Kunden. Die dazugehörige Pressemitteilung im Frühjahr begann mit nur zwei Wörtern: „ein Score“. Und bis heute steht auf der Startseite des Unternehmens groß: „Hier geht’s zum neuen Schufa-Score.“
