Immer wieder kam sie zurück. Sie lief dann durch die Straßen von Soest, eine Frau, die keine Wohnung hatte, die keinen Platz zum Schlafen hatte, die Hunger hatte. Sie lief zu dem einen Menschen, den sie in der Stadt kannte, zu einer Frau, der sie vertraute. In einem Wohngebiet im Süden der Stadt kam sie an ihrem Ziel an, einem weißen Reihenhaus mit schwarzen Ziegeln, Mülltonnen vor dem Haus. Sie kam hierher, weil sie auf ein warmes Bett und Essen hoffte. So verzweifelt war sie, dass sie auch noch kam, als sie schon geahnt haben dürfte, was sie sonst noch alles erwarten könnte.
