SZ 18.03.2026
13:17 Uhr

(+) Prozess gegen Marius Borg Høiby: „Er wusste, was er tat“


Der Staatsanwalt fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft für Marius Borg Høiby, den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit. Unter anderem wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung. Der 29-Jährige sei anscheinend überzeugt, „dass die gesellschaftlichen Normen und Regeln nicht für ihn gelten“.

(+) Prozess gegen Marius Borg Høiby: „Er wusste, was er tat“
Eine Gerichtszeichnung zeigt den Angeklagten Marius Borg Høiby (Mitte) am dritten Tag des Prozesses gegen ihn im Osloer Bezirksgericht im Gerichtssaal mit seinen Anwälten. Ane Hem/NTB/dpa

Einst war er der Liebling der Nation, das königliche Hochzeitsmaskottchen, jetzt gilt er als „das Monster von Norwegen“. So beschrieb Marius Borg Høiby sich selbst am vergangenen Freitag. Der Sohn der Kronprinzessin Mette-Marit und Stiefsohn des norwegischen Kronprinzen Haakon durfte nach seinem sieben Wochen dauernden Prozess eine Art Schlussplädoyer halten, in dem er sagte, der Druck der Medien habe ihn als Menschen „ausgelöscht. Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster. Ich bin in ganz Norwegen verhasst. Ich habe 98 Prozent meines sozialen Netzwerks verloren. Und die wenigen, die mir geblieben sind, trauen sich nicht mehr, mit mir essen zu gehen. Ja, ich sitze ganz allein da.“ Er sprach von posttraumatischen Belastungsstörungen, schweren Depressionen und starker sozialer Angst. Von seiner Schuld sprach er freilich kaum.

Als Vierjähriger wurde Marius Borg Høiby Mitglied von Norwegens königlicher Familie. Doch so richtig hat er nie dazugehört, hinter der Fassade bekam er Probleme. Wie konnte er so tief fallen?

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