SZ 18.08.2026
13:45 Uhr

(+) Nahostkonflikt: Israelischer Minister fordert gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza


30 bis 40 Menschen sollten dort jede Nacht umgebracht werden, sagt Israels Sicherheitsminister Ben-Gvir. Auch der deutsche Vizekanzler fordert Konsequenzen.

(+) Nahostkonflikt: Israelischer Minister fordert gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza
Itamar Ben-Gvir ist Chef der Partei Otzma Jehudit („Jüdische Stärke“) , auf deren Unterstützung Benjamin Netanjahus Regierung angewiesen ist. Amir Levy/Getty

Israels Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hat Empörung ausgelöst mit der Forderung, Palästinenser im Gazastreifen gezielt zu töten. Jede Nacht sollten „30 bis 40“ Menschen ums Leben gebracht werden, hatte der rechtsextreme Minister in Premier Benjamin Netanjahus Koalitionsregierung am Wochenende erklärt. Im Bundestag stießen die Äußerungen Ben-Gvirs parteiübergreifend auf Empörung. Politiker beider Koalitionsfraktionen sprachen sich dafür aus, ihn mit EU-Sanktionen zu bestrafen. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil forderte Konsequenzen.

Itamar Ben-Gvir demütigt Friedensaktivisten, marschiert auf den Tempelberg und fordert die Vertreibung von Palästinensern. Sein Land distanziert sich, aber viele wählen ihn trotzdem.

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