|
20.03.2026
17:14 Uhr
|
Umberto Bossi gründete die Lega Nord und spaltete Italien zeitweise mit seiner Rhetorik. Er war ein früher Populist, der Mythen erfand und das Land politisch prägte wie wenige.

2008 im Hauptquartier der Lega Nord in Mailand: Umberto Bossi war anders als etablierte Politiker. Einfacher, ungehobelter, unterhaltsamer. LUCA BRUNO/AP
Das Reich Padania gab es nicht und auch kein Volk der Padanier, aber mit der Idee, der Po-Ebene, der Pianura Padana, eine mythische Vergangenheit anzudichten, ist Umberto Bossi in Italien weit gekommen. Als Mitgründer der Lega Nord hat er die Politik des Landes durchgerüttelt und nachhaltig verändert. Das lässt sich nicht von sehr vielen Politikern seiner Ära behaupten. Die rechtspopulistische Lega, wie sie nun heißt, ist fester Faktor, vertreten auf jeder Ebene bis hinauf in Italiens Regierung.
Italiens Ministerpräsidentin ist in einer Welt groß geworden, in der man dem Faschismus hinterhertrauert. Aber hat sie diese Welt auch hinter sich gelassen? Sicher ist: So moderat sie im Ausland auftritt, so radikal will sie ihr Land von innen verändern.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: