Bis zuletzt lebte sie auf der Brunnenburg, diesem im Hochmittelalter errichteten Schloss hoch über Meran, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein schwäbischer Industrieller mit allerlei Türmchen und viel Beton in die Märchengotik versetzte. Seiner Frau wurde das irgendwann zu viel Kunst, sie stürzte von einem der Balkone; nach einer lokalen Sage hat der Mann nachgeholfen. 50 Jahre später zog das „Sama-Moidele“ ein, das so hieß, weil die Eltern das Mädchen gleich nach der Geburt bei einer Bauernfamilie im Pustertal zur Pflege gegeben hatten. Sie hatten Wichtigeres zu tun, als sich um Mary zu kümmern, und miteinander verheiratet waren sie auch nicht.
