SZ 31.08.2026
19:15 Uhr

(+) Mode: Doch kein neuer Horizont


Das Metropolitan Museum of Art und Anna Wintour wollten die nächste Met Gala John Galliano widmen. Nach Protesten, wegen dessen früheren rassistischen Ausfällen, sagt der Designer nun ab.

(+) Mode: Doch kein neuer Horizont
Der britische Modedesigner John Galliano am Ende einer Dior-Präsentation 2010 - ein Jahr, bevor er wegen rassistischer Äußerungen seinen Job verlor.
Jacques Brinon/AP Photo

In der Medizin gibt es halbwegs klare Indikatoren dafür, ab wann ein Patient rehabilitiert ist. Für die gesellschaftliche Wiedereingliederung gilt das nicht, aber im Fall von John Galliano war vor allem die mächtige Vogue-Chefin Anna Wintour offensichtlich der Meinung: Der Mann ist ziemlich wiederhergestellt seit dieser Sache von vor 15 Jahren. 2011 hatte der Brite bekanntlich bei mehreren Gelegenheiten Juden und Asiaten rassistisch beleidigt und – nach eigenen Angaben hoffnungslos zugedröhnt – „I love Hitler“ gerufen. Daraufhin war er hochkant bei seinem Arbeitgeber Dior rausgeflogen, wurde von einem französischen Gericht zu einer Geldstrafe mit Bewährung verurteilt und galt in der Modewelt als „gecancelt“, wie man das heute so sagt.

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