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04.08.2026
11:47 Uhr
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Mit „Zeit der Monster“ schreibt Şeyda Kurt ihren ersten Roman über ein dem Untergang geweihtes Stadtviertel und dessen wehrhafte Bewohner. Ein Spaziergang mit der Autorin durch ihre Heimat Köln-Kalk.

Sieben Tage brauchte Gott, um die Welt zu erschaffen – na gut, sechs Tage, am letzten ruhte er, heißt es im Alten Testament. Sieben Tage braucht Şeyda Kurt, um das Viertel in ihrem Roman untergehen zu lassen. Wobei, am siebten Tag ruhen die meisten der elf Figuren um die Protagonistin Sanya, die mit ihrem Rucksack ruhelos durch die Straßen streift, sie liegen schlafend in ihren Betten. Dann setzt der Regen ein und alles verschwindet im Schlamm. Kurt schreibt: „Wie unser Viertel heißt? Das spielt keine Rolle. Wir nennen es: Sumpf. Unser Glück ist, dass Sümpfe mit hohem Torfgehalt konservierende Eigenschaften haben.“
Denis Scheck witzelte über die „Schnatterzone der Damentoilette“, und schon ist er da: Der Sammelband, in dem Schriftstellerinnen wie Dana Vowinckel und Katja Eichinger berichten, was an diesem mystischen Ort wirklich passiert.
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