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04.05.2026
15:47 Uhr
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Aus dem Ruhrpott via Social Media in die Welt: über den Siegeszug des „Taxi-Tellers“.

Kalorienarm ist so ein Teller nicht gerade. Christoph Reichwein/dpa
Nachdem Joey in einer Folge der Serie „Friends“ einen ganzen Thanksgiving-Truthahn nahezu allein verspeist hat, prophezeit er richtig: „Jetzt kommt das Fleisch-Schwitzen.“ Der Satz kann einem in den Sinn kommen, wenn man die „Taxi-Teller“-Fotos sieht, die seit ein paar Monaten in den sozialen Medien kursieren.
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Ein Taxi-Teller besteht aus Currywurst, Pommes mit Mayonnaise, Gyros, Tzatziki und einer Handvoll roher Zwiebeln, alles zusammen auf einem Teller oder, häufiger wahrscheinlich, in einer Styroporbox serviert. Schon bei der Vorstellung beginnt die Stirn leicht zu glänzen.
Der Imbissklassiker aus dem Ruhrpott feiert einen Siegeszug: Fans erstellen Listen mit Lokalen in ganz Deutschland, die die Spezialität inzwischen, zumindest zeitweise, führen, und veranstalten Tastings. Ein Lieferdienst verzeichnet seit 2024 einen Anstieg von fast 170 Prozent bei Taxi-Teller-Bestellungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Sogar in der Schweiz steht er schon auf der Speisekarte einer Imbissbude.
Zum Taxi-Teller selbst kursieren mehrere Entstehungsmythen. Dem beliebtesten zufolge bestellte ein Taxifahrer nach seiner Schicht an einem Imbiss Gyros. Weil aber nicht mehr genug da war, füllte der Betreiber die Portion mit Currywurst und Pommes auf.
Ein zweiter Mythos besagt, dass der „MG-Teller“ auf Kundenwunsch kreiert wurde. MG steht für „Manta Gyros“, eine „Manta-Platte“, wie Currywurst mit Pommes, Ketchup und Mayo in der Manta-Szene der Neunzigerjahre hieß – plus Gyros. Durchgesetzt hat sich jedoch der Name Taxi-Teller. Bereits 2023 aß ihn der Rapper Money Boy im Musikvideo zu „Schalke“.