SZ 21.05.2026
10:54 Uhr

(+) Kinderheim Seenest im Allgäu: Waschlappen in den Mund, Chilipaste auf die Lippen, eingesperrt


Gerichtsakten zeigen, wie traumatisierte Kinder in einem Heim im Allgäu misshandelt und gedemütigt wurden. Die Vorsitzende des Trägervereins sieht sich von Gott beauftragt.

(+) Kinderheim Seenest im Allgäu: Waschlappen in den Mund, Chilipaste auf die Lippen, eingesperrt

Es ist eine höchst vulnerable Gruppe, die im Haus Seenest im Allgäu untergebracht war: Sechs Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren mit frühkindlicher Traumatisierung. In dem Heim, in dem sie sich erholen und stabilisieren sollten, sind sie aber offenbar misshandelt worden: Die Kinder sollen teils gegen ihren Willen eingesperrt, festgehalten und zu Boden gedrückt worden sein. Sie hätten sich Waschlappen in den Mund stopfen müssen, um nicht laut zu summen, sie seien in die Dusche gezerrt und kalt abgeduscht worden – ein Kind habe einen BH mit zwei Melonen darin tragen und mit vollurinierter Kleidung seinen Arbeitsdienst verrichten müssen.

Jahrhundertelang kamen Mädchen und Buben als „Schwabenkinder“ zur Arbeit auf Bauernhöfe nach Schwaben. Sie waren den Bauern ausgeliefert, manche wurden misshandelt. Aber vielen ging es wohl besser als daheim.

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