Fußballvergleiche sind an so einem Tag unvermeidlich, also stellt natürlich Philipp Lahm den Bezug vom Spielfeld zur Gesellschaft her. 2013 spielte er mit dem FC Bayern das Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund, ein Wettkampf von elf gegen elf, die härteste Rivalität im deutschen Fußball dieser Tage. Es sei das einzige Mal in seiner Karriere gewesen, dass er vor und noch während der ersten fünfzehn Minuten des Spiels einen gewaltigen Druck verspürt habe, sagt Lahm. Wie einen Rucksack, den er mit sich rumschleppte. Bayern gewann damals zwei zu eins, aber das ist in Lahms Anekdote Nebensache. Er will darauf hinaus: „Ein Jahr später sind wir zusammen Weltmeister geworden.“
