SZ 19.03.2026
00:36 Uhr

(+) Eröffnung der Leipziger Buchmesse: Angezählter geht nicht


Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wird bei der Eröffnung der Leipziger Buchmesse ausgebuht und für seinen „autokratischen Gestus“ abgewatscht. Die Literatur gerät leider zur Nebensache.

(+) Eröffnung der Leipziger Buchmesse: Angezählter geht nicht

„Was für eine fulminöse Eröffnung!“ Mit diesen interessanten Worten läutet Burkhard Jung, der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, einen denkwürdigen Abend im Gewandhaus ein, der traditionell den Start der Buchmesse markiert. Im Mittelpunkt des Festakts steht formal der Preisträger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung. In diesem Jahr ist es der bosnisch-kroatische Schriftsteller Miljenko Jergović. Formal deshalb, weil zum Leidwesen der Literatur Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gerade im Stundentakt neue Skandale produziert und heute qua Amt nicht umhinkommt, eines der einleitenden Grußworte zu sprechen.

Wolfram Weimer erscheint so überfordert, dass er sich nicht anders zu helfen weiß, als dreist die Unwahrheit zu verbreiten. Ist der Schaden, den er sich selbst und seinem Amt als Kulturstaatsminister zugefügt hat, noch zu reparieren?

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