Vor wenigen Wochen war es den meisten Menschen in Deutschland wohl einigermaßen egal, wie hoch der Börsenpreis für Erdöl war. Aber wegen des Iran-Krieges wird er nun auch im Alltag spürbar, jedenfalls indirekt über den Spritpreis. Die gesperrte Passage von Hormus ist mittlerweile nur noch ein Problem von mehreren für die Energiemärkte, Gasförder - und LNG-Exportanlagen in Iran und Katar sind seit dieser Woche ebenfalls beschädigt, mit möglichen Konsequenzen auch für die Ölförderung in Iran. Und so kostete etwa am Tag nach dem Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars die Ölmarke Brent an der Londoner Börse zwischenzeitlich ähnlich viel wie 2022. Während im Durchschnitt in Deutschland ein Liter Benzin am Freitag vor dem Iran-Krieg noch knapp 1,80 Euro kostete, sind es in diesen Tagen knapp mehr als zwei Euro, Diesel liegt sogar deutlich darüber.
