Als „Volkspartei“ gelten Parteien, die in allen Generationen, Regionen und Gesellschaftsschichten über eine relevante Anhängerschaft verfügen. Gegenwärtig ist dies zweifelsfrei bei der AfD der Fall. Anders liegt es bei den Parteien der demokratischen Mitte: Die FDP ist längst auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Die Grünen haben es nie wirklich geschafft, bundesweit den Status einer Milieu-Partei zu überwinden. Die SPD freut sich, nachdem sie bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg knapp die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen hat, schon über ein stabil einstelliges Ergebnis in Sachsen-Anhalt. Bundesweit dümpelt sie bei zwölf Prozent – daran ändern auch Manuela Schwesig, Boris Pistorius und Anke Rehlinger nichts.
