SZ 24.08.2026
10:36 Uhr

(+) Ausländische Pflegekräfte: „Ich will mich nicht so schikanieren lassen“


Das Helios Amper-Klinikum in Dachau wirbt um ausländische Fachkräfte. Menschen aus aller Welt wagen dort einen Neustart in der Krankenpflege. Doch dann würden sie für Aufgaben eingesetzt, die sie rechtlich nicht übernehmen dürfen, klagen einige.

(+) Ausländische Pflegekräfte: „Ich will mich nicht so schikanieren lassen“

Als Zoltan Racz nach Deutschland kam, war er motiviert. Nach seinem Abschluss an einer medizinischen Schule und einem Klinikpraktikum hatte er einen Job im fernen Deutschland in Aussicht. Ein Flugzeug brachte Racz – seinen wirklichen Namen und sein Herkunftsland will er nicht veröffentlicht sehen – nach Bayern, weit weg von seiner Heimat in einer Großstadt außerhalb der Europäischen Union. Er hatte Deutsch gelernt und kam mit einem Zertifikat für das Sprachlevel B1 an, doch bei seinem ersten Arbeitgeber in einem kleinen bayerischen Ort verstand er zunächst kaum ein Wort. Bald kündigte er und zog nach Dachau. Dort heuerte als Pflegekraft in Anerkennung beim Helios Amper-Klinikum an. Was er nicht erwartet hat: Er landete in einem Krankenhaus, in dem Patienten andere Patienten mitversorgen müssten, weil so wenige Pflegekräfte auf einer Station seien, wie er erzählt. Zwei Jahre nach seinem Dienstantritt sagt er: „Ich kann nicht mehr.“

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