SZ 10.04.2026
16:06 Uhr

(+) Architektur: Die deutsche Villa Massimo


Was wird aus dem Haus, das Jürgen Habermas länger als ein halbes Jahrhundert am Starnberger See bewohnt hat? Abriss? Museum? Pilgerstätte? Eine Idee ist besonders überzeugend.

(+) Architektur: Die deutsche Villa Massimo
Neubau im Aufbruchsjahr 1972: das eben fertiggestellte Haus Habermas. Der Künstler Blinky Palermo (rechts, hier mit dem Münchner Galeristen Heiner Friedrich) sollte eigentlich die Eingangsloggia gestalten. Dazu kam es aber nicht. Siegfried von Quast

Ein Haus in Starnberg. Kubisch und klar. Ein in den Zirkeln des Denkens weltberühmtes, geistesgeschichtlich und bauhistorisch bedeutsames und doch allgemein kaum bekanntes Haus am Hang. Mit geschlossener Fassade und offener Zukunft. Knapp 20 Meter lang, sechs bis sieben Meter breit. 190 Quadratmeter zum Wohnen auf einem etwa 1200 Quadratmeter großen, steil abfallenden und von Waldnatur geprägten Hanggrundstück. Gelegen zwischen Maisinger Bach und Söckinger Straße, zwischen Sportplatz und alten Walmdach-Villen, die grundsätzlich so aussehen wie die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf.

Seit Denis Scheck das neue Buch von Ildikó von Kürthy unflätig in die Mülltonne warf, diskutiert das Land wieder, warum es mit diesem armseligen Literaturfernsehen leben muss. Warum macht es etwa Frankreich so viel besser?

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