Eine Exklave ist ein Teil eines Staatsgebiets, das vom Hauptgebiet seines Staates geografisch getrennt ist. Alaska ist eine Exklave der USA, und Ceuta ist eine Exklave Spaniens. Ceuta ist hingegen keine Enklave, auch wenn manche das so sagen oder schreiben. Denn eine Enklave muss vollständig vom Staatsgebiet eines anderen Staates umschlossen sein. Ceuta hat aber, so wie Alaska, Zugang zum Meer. Der Vatikanstaat hingegen ist eine Enklave, weil er komplett von italienischem Staatsgebiet umgeben ist. Allerdings ist er keine Exklave, denn er hat kein weiteres Staatsgebiet woanders. Im Fall der Migrationskrise in der Exklave Ceuta ist eine weitere Frage aufgetaucht: Haben Menschen, die sich auf dem Gebiet einer Exklave aufhalten, automatisch das Recht, auf das Hauptgebiet des dazugehörenden Staates weiterzureisen? Die Antwort lautet Nein. Spanische Staatsbürger dürfen zwischen Ceuta und dem spanischen Festland hin- und herreisen, gleiches gilt für EU-Bürger, sofern sie sich ausweisen können. Nicht-EU-Bürger benötigen die erforderlichen Dokumente, als würden sie von außerhalb in die EU einreisen. All das wird in den Fährterminals penibel kontrolliert.
