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17.07.2026
12:51 Uhr
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mailbox.org erhöht ab September 2026 die Preise für Geschäfts- und Privatkunden. Dafür gibt es mehr Speicherplatz.

Für Geschäftskunden hebt mailbox.org zum 1. September 2026 die Preise seiner Standard- und Premium-Tarife an. Privatkunden sind bereits früher betroffen: Neukunden zahlen seit dem 15. Juli 2026 die neuen Preise, Bestandskunden ab dem 31. August 2026. Zugleich verdoppelt Anbieter Heinlein jeweils den enthaltenen Speicher für E-Mails und Dateien. Der Light-Tarif bleibt unverändert.
Betroffene Bestandskunden will mailbox.org per E-Mail informieren. Den aktuellen Postfach-Tarif können Geschäftskunden in der Business-Konsole unter „Account > Domain“ einsehen. Der Standard-Tarif kostet jetzt 4 Euro pro Nutzer und Monat und umfasst 20 GByte Mail- und 10 GByte Drive-Speicher. Premium kostet 12 Euro monatlich, mit 50 GByte für E-Mails und 100 GByte für Drive-Dateien.
Für Unternehmen mit mehreren Postfächern kann die Änderung Zusatzbuchungen überflüssig machen. mailbox.org weist allerdings darauf hin, dass die neuen Speichergrößen schrittweise eingeführt werden. Sie können daher erst einige Tage nach der Umstellung im Account erscheinen. Nicht mehr benötigten Zusatzspeicher können Kunden anschließend in den Vertrags- und Zahlungseinstellungen reduzieren.
An bestehenden mailbox-Leistungen soll sich laut Anbieter nichts ändern. Die Anpassung betrifft ausschließlich die Preise. Auch die Servicepakete bleiben von der Erhöhung ausgenommen; für EVAC, die Business-Continuity-Lösung des Anbieters, sollen die bisherigen Konditionen weitergelten. Kunden können bei Bedarf in einen anderen Tarif wechseln.
Für Reseller und Neukunden gelten die neuen Konditionen ebenfalls ab dem 1. September. Das betrifft nicht nur neu bestellte Postfächer, sondern auch Speichererweiterungen. Reseller müssen laut der zugehörigen FAQ zur Tarifanpassung technisch nichts umstellen. Sie sollten jedoch prüfen, wie sie die Änderungen gegenüber ihren eigenen Kunden kommunizieren und ihre Preisgestaltung gegebenenfalls anpassen.
mailbox.org begründet den Schritt mit gestiegenen Betriebskosten. Der Anbieter erklärt, die Preise mehr als fünf Jahre stabil gehalten und Kostensteigerungen zunächst selbst aufgefangen zu haben. Mit der Anpassung will Heinlein nach eigener Darstellung den künftigen Betrieb seiner Infrastruktur in Deutschland sowie die Weiterentwicklung der Plattform finanzieren.
Die Ankündigung kommt nicht völlig überraschend: Auch Hetzner erhöhte Mitte Juni 2026 nach einer vorherigen Preisrunde erneut die Preise für neu bestellte Cloud- und dedizierte Server. Bei bestimmten virtuellen Servern verdreifachte sich der Monatspreis. Als Grund nannte der Hoster ebenfalls hohe Beschaffungskosten für neue Hardware.
(fo)