Der vergangene Juni mit seiner Hitzewelle war der wärmste Juni in Westeuropa seit Beginn der Aufzeichnungen. Das haben die Satelliten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus gemessen. Weltweit war es der zweitwärmste Juni.
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13.07.2026 10:14 Uhr |

Der vergangene Juni mit seiner Hitzewelle war der wärmste Juni in Westeuropa seit Beginn der Aufzeichnungen. Das haben die Satelliten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus gemessen. Weltweit war es der zweitwärmste Juni.
In der zweiten Monatshälfte traf eine Hitzewelle weite Teile West- und Mitteleuropas, die diverse Temperaturrekorde brach – darunter Rekorde für den Monat Juni, aber auch allgemeine Temperaturrekorde. Das teilte die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency ESA) mit.
Am stärksten davon betroffen war laut dem Klima-Bulletin des Copernicus-Klimadienstes (Copernicus Climate Change Service, C3S) Westeuropa: Dort lag die Durchschnittstemperatur bei 20,74 Grad Celsius und damit 3,05 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 für den Juni.
In Westeuropa war es der wärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnung und übertraf den bisherigen Rekord vom Juni 2025. In Deutschland und Frankreich lagen die Temperaturen bis zu 9 Grad Celsius über dem Durchschnitt.
Weltweit war es der zweitwärmste Juni, nach dem Juni 2024. Die durchschnittliche globale Lufttemperatur lag nach Angaben des C3S an der Erdoberfläche bei 16,54 Grad Celsius. Damit lag sie 1,39 Grad Celsius über dem geschätzten Niveau der Zeit zwischen 1850 und 1900.
Rekordwerte erfassten die Copernicus-Satelliten auch bei den Temperaturen an der Meeresoberfläche: In den Ozeanen außerhalb der Polarregionen war sie noch nie so hoch in einem Juni. In der Äquatorregion vor der Westküste Südamerikas entwickelt sich gerade das Klimaphänomen El Niño mit besonderer Stärke.
(wpl)