Heise 12.03.2026
08:49 Uhr

Günstiges FPGA-Modul mit deutschem Chip und Open-Source-Toolchain


Der Hersteller Cologne Chip lötet sein GateMate A1 auf ein Modul, das auf I/O-Boards für den Raspberry Pi CM5 passt.

Günstiges FPGA-Modul mit deutschem Chip und Open-Source-Toolchain

Viele Entwicklerboards für Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) sind teuer und lassen sich nur mit proprietärer, kostenpflichtiger Design-Software programmieren. Das ist anders bei den GateMate-FPGAs des deutschen Herstellers Cologne Chip, die Globalfoundries in Dresden mit 28-Nanometer-Technik fertigt. Um die Kosten für Bastler weiter zu senken, hat Cologne Chip das Modul ULX5M-GS entwickelt, das beispielsweise auf das rund 25 Euro günstige Raspberry Pi Compute Module 5 IO Board für das CM5 passt.

Das ULX5M-GS ist mit dem Cologne Chip GateMate A1, 64 MByte DRAM und einem Gigabit-Ethernet-Adapterchip bestückt. Dasselbe FPGA sitzt auch auf dem schon länger lieferbaren Olimex GateMateA1-EVB, das unter anderem für Retro-Basteleien beliebt ist, etwa GateMate PC DOS. Solche Retro-Projekte lassen sich auch mit dem ULX5M-GS umsetzen.

Auf dem ULX5M-GS lässt sich aber beispielsweise auch der 32-Bit-RISC-V-Prozessor FemtoRV implementieren.

Das ULX5M-GS ist Open-Source-Hardware, die Dokumentation des ULX5M-GS liegt auf GitHub offen.

Einen Anbieter und einen genauen Preis für das ULX5M-GS nennt Cologne Chip bisher nicht. Das Modul soll jedoch in etwa 50 Euro kosten, sagte ein Vertreter von Cologne Chip auf Nachfrage auf der Fachmesse embedded world 2026 in Nürnberg.

(ciw)