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16.07.2026
11:46 Uhr
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Die autonomen Boote "Ranger" und "Raider" sollen aus Torpedorohren von U-Booten abgesetzt werden, um an der Wasseroberfläche Militäroperationen durchzuführen.

Das in Lübeck ansässige Marine-Zulieferunternehmen Gabler und das in Rostock beheimatete Verteidigungstechnikunternehmen Flanq haben gemeinsam den Demonstrator des unbemannten Überwasserschiffes (Uncrewed Surface Vessel – USV) „Ranger“ auf See erprobt. Das aus einem Torpedorohr von U-Booten absetzbare autonom operierende Schiff (Torpedo-Tube-Launched – TTL) hat dabei seine Seetüchtigkeit erwiesen, teilte Gabler am Dienstag mit.
„Ranger“ ist röhrenförmig aufgebaut, hat einen Durchmesser von weniger als 21 Zoll und ist 4,5 m lang. Damit kann es aus einem Standard-Torpedorohr von U-Booten mit Durchmessern von 21 Zoll abgesetzt werden. Angetrieben wird es von einem elektrischen Antriebsstrang mit offenbar vier kleinen Strahltriebwerken. Technische Angaben, etwa zur Reichweite und Geschwindigkeit, machen Gabler und Flanq nicht. Zur Stabilisierung der Fahrt an der Wasseroberfläche besitzt das USV einen ausklappbaren Kiel. Zudem ist es mit einem Sensormast und einem Frachtraum ausgerüstet. Letzterer kann je nach Mission mit dafür notwendiger Zuladung bestückt werden.
Das fertige USV soll mit autonomer Technik ausgerüstet sein, sodass das Schiff selbstständig für das Militär Missionen in den Bereichen Aufklärung und Überwachung durchführen kann.
Die Seeerprobung erfolgte bereits im Juni 2026. Dabei wurden verschiedene Testreihen durchgeführt, die den Betrieb der wesentlichen Systeme validierten. Dabei wurde auch die Leistung von „Ranger“ verifiziert. Gabler und Flanq sehen dabei den Demonstrator als „Proof-of-Concept“ bestätigt.
Zusätzlich zu „Ranger“ für Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben wollen die beiden Unternehmen auch eine Variante für „Einwegangriffe“ mit dem Namen „Raider“ anbieten. Das UV ist dann für die einmalige Nutzung vorgesehen.
Autonome Schiffe wie „Ranger“ und „Raider“ können zukünftige militärische Marineoperationen unterstützen. Abgetauchte U-Boote setzen die USVs im Operationsgebiet verdeckt aus, sodass sie dort ihre Missionen durchführen können.
(olb)