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10.09.2026
08:43 Uhr
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Das neue Quartals-Release der Open-Source-IDE bietet beim Entwickeln mit Java einen neuen Dialog zum Erstellen von Compact Source Files.

Eclipse, die quelloffene Entwicklungsumgebung für Java, C/C++ und weitere Programmiersprachen, ist in der Version 2026-09 erschienen. Zu den Neuerungen gehört in der Java-IDE ein neuer Dialog zum Erstellen von Compact Source Files. Die nun in mehreren Ansichten verfügbaren Textfilter und der noch experimentelle Unified-Diff-Modus sind allen IDE-Paketen gemeinsam. Beim eingebauten Git-Tooling gibt es eine neue Funktion, um alle Projekte außerhalb eines Repositorys zu schließen. Für die Webentwicklung wurde der Support für TypeScript auf Version 6.0 aktualisiert.
Der Support für die kommende Java-Version 27, deren Veröffentlichung eine Woche nach dem Eclipse-Release geplant ist, ist noch nicht fest integriert. Eine Vorabversion wird jedoch voraussichtlich kurz nach dem Java-Release über den Eclipse Marketplace verfügbar sein.
Am 13. Oktober 2026 findet die betterCode() Java statt, dieses Jahr unter dem Motto „Das Beste, was Java zu bieten hat“. Die Online-Konferenz zeigt, wie die Neuerungen der jüngsten Java-Releases dabei helfen können, Java-Anwendungen effizienter zu gestalten.
Die Eclipse IDE erscheint mit Java 25, der aktuellen Java-Version mit Long-Term Support (LTS). Wer eine andere Java-Version nutzen möchte, muss sie separat installieren. Dass die Eclipse IDE erst jetzt mit Java 25 ausgeliefert wird, obwohl diese Version seit fast einem Jahr verfügbar ist, liegt daran, dass es kein entsprechendes JDK für Windows on ARM von Eclipse Adoptium gab. Das ist zwar nach wie vor der Fall, für Windows on ARM wird jedoch stattdessen das Microsoft JDK 25.0.4.1 eingebunden.
Neu ist ein Dialog zum Erstellen von Compact Source Files. Dabei handelt es sich um eine mit Java 25 eingeführte Java-Datei im unbenannten Paket mit einer main-Methode sowie optional weiteren Methoden und/oder Feldern, die nicht innerhalb einer Klassendeklaration stehen. Da Eclipse Java-Quelldateien beim Speichern im Hintergrund automatisch inkrementell kompiliert, fühlt sich Java damit wie eine Skriptsprache an. In Kombination mit der ebenfalls seit Java 25 verfügbaren IO-Klasse lässt sich so ein besonders kompaktes „Hello, World!“-Programm schreiben:
In der Eclipse-Plattform, die allen IDE-Paketen gemeinsam ist, verfügen die Ansichten Problems, Bookmarks, Markers und Tasks nun über einen Textfilter. Damit lassen sich Einträge ausblenden, die nicht dem Suchtext entsprechen. Noch experimentell ist die neue Unified-Diff-Funktion. Ist sie aktiviert, erscheinen Änderungen direkt im entsprechenden Editor statt wie bisher im klassischen Side-by-Side-Compare-Editor. Der Vorteil: Es steht ein vollwertiger Code-Editor mit Codevervollständigung und Fehler-/Warnungsmarkierung zur Verfügung. Da ein solcher vollwertiger Editor allerdings nur mit Dateien im Workspace funktioniert, öffnet Eclipse in anderen Fällen – beispielsweise beim Vergleichen zweier älterer Versionsstände einer Datei miteinander – weiterhin den klassischen Compare-Editor.
Bei der Versionierung mit Git gibt es in der Ansicht Git Repositories im Kontextmenü des Untermenüs Projects den neuen Menüpunkt Close Projects Outside Repository. Das ist hilfreich, wenn man vorübergehend nur innerhalb eines einzelnen Repositorys arbeitet. Im Package- beziehungsweise Projects-Explorer ist im Kontextmenü Team | Pull nun auch dann verfügbar, wenn eine Mehrfachauswahl nicht ausschließlich Projekte in Git-Repositorys enthält: Ein Pull erfolgt dann für alle enthaltenen Git-Projekte, und alle anderen ausgewählten Elemente werden ignoriert.
Beim Tooling für Webtechnologien unterstützt Eclipse Wild Web Developer nun TypeScript 6.0, noch nicht jedoch TypeScript 7.0. Neu ist zudem die Funktion „Minify XML“, die sich in einer XML-Datei im Kontextmenü über Code Actions aufrufen lässt, um unnötige Formatierungsleerzeichen zu entfernen, beispielsweise um eine große Datei platzsparend an eine Message Queue zu übertragen.
Für Windows, Linux und macOS existieren jeweils zehn erweiterbare Basispakete der Entwicklungsumgebung für unterschiedliche Einsatzzwecke. Die Pakete enthalten alles, was zum Ausführen von Eclipse und zum Entwickeln erforderlich ist: Java 25 und Git, sowie in den Java-IDE-Paketen zusätzlich Maven und Gradle. Sie können über den Eclipse Installer installiert oder als ZIP-Dateien heruntergeladen werden.
Eine bestehende Eclipse IDE lässt sich über Help | Check for Updates aktualisieren.
Weitere Informationen und die Neuerungen von den an diesem Release beteiligten Eclipse-Projekten finden sich auf der Eclipse-IDE-Website.
Siehe auch:
(mai)