FAZ 20.03.2026
20:51 Uhr

Zweite Bundesliga: Hannover gewinnt brisantes Derby gegen Braunschweig


Der Sieg im Niedersachsenduell geht an Hannover. 96 besiegt Braunschweig und darf weiter vom Bundesliga-Aufstieg träumen. Karlsruhe gewinnt das Spiel gegen Fürth doch noch durch zwei ganz späte Tore.

Zweite Bundesliga: Hannover gewinnt brisantes Derby gegen Braunschweig

Hannover 96 hat zum zweiten Mal in dieser Saison den Erzrivalen Eintracht Braunschweig geschlagen und seine Aufstiegschancen in der zweiten Fußball-Bundesliga gewahrt. Der neue Tabellendritte gewann das brisante Hochsicherheitsderby nach 17 Minuten Nachspielzeit mit 1:0 (1:0). Vor 42.000 Zuschauern in der Hannoveraner Arena köpfte Maik Nawrocki in der 30. Minute das entscheidende Tor. Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste das Spiel wegen eines Feuerwerks im 96-Fanblock für rund elf Minuten unterbrochen werden. Die Polizei trennte die beiden verfeindeten Fangruppen vor und nach der Partie mit großer Präsenz voneinander. Auch im Stadion mussten 7000 Plätze aus Sicherheitsgründen frei bleiben. Hannover hatte bereits das Hinspiel mit 3:0 gewonnen und drohte, die Eintracht auch diesmal zu überrennen: Schon in der dritten Minute vergab Benedikt Pichler aus kurzer Distanz die erste Großchance. Doch gerade als sich der Abstiegskandidat aus Braunschweig mit hoher Intensität aus diesem Anfangsdruck befreit hatte, ging 96 in Führung: Abwehrspieler Nawrocki kam am Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball. Nach der Halbzeitpause und der Spielunterbrechung war die Eintracht sogar die bessere Mannschaft. Doch Jovan Mijatovic (58.), Robin Heußer (61.) und Sidi Sané (90.+11) vergaben drei gute Chancen zum Ausgleich. Bei allem Zug nach vorn fehlte den Braunschweigern im Angriff die Durchschlagskraft. Den vorerst letzten Eintracht-Sieg in Hannover gab es am 28. Februar 1993 und damit vor mehr als 30 Jahren. Die Spielvereinigung Greuther Fürth musste derweil nach einer Erfolgsserie wieder einen Dämpfer im Abstiegskampf hinnehmen. Nach einer frühen Führung unterlagen die Gäste beim Karlsruher SC mit 1:3 (1:0). Nach zuvor drei Siegen in den vergangenen vier Spielen musste die Spielvereinigung erst in der Nachspielzeit die entscheidenden Treffer von Shio Fukuda (93. Minute) und Fabian Schleusener (97.) hinnehmen. Die Fürther waren dank Noel Futkeu (5. Minute) früh in Führung gegangen. Dabei profitierten sie vor 28.211 Zuschauern von einem Ballverlust der Gastgeber vor dem eigenen Strafraum. Die Badener fanden nur schwer ins Spiel, steigerten sich aber im weiteren Verlauf. Der KSC glich kurz nach dem Seitenwechsel dank des Treffers von Rafael Pinto Pedrosa (47.) aus. Wie bei der Derbypleite beim 1. FC Kaiserslautern zeigten sich die Badener von Trainer Christian Eichner in der zweiten Hälfte verbessert. Dank der Tore in den letzten Minuten gelang dem Team nach dem 0:3 vom vergangenen Wochenende noch die erhoffte Wiedergutmachung. Bitter verlief der Abend für KSC-Mittelfeldspieler Lilian Egloff. Bei seinem ersten Startelfeinsatz seit Ende Oktober verließ der Offensivspieler schon nach einer knappen halben Stunde unter Tränen den Platz. Nach Klubangaben erlitt Egloff eine Oberschenkelverletzung.