FAZ 12.03.2026
10:23 Uhr

Wie wir in Zukunft denken: Die Quantentechnik kommt – und sie wirkt noch radikaler als KI


Eine Technik, die will, dass wir denken: Der Schock namens „Künstliche Intelligenz“ ist noch nicht verdaut, da naht der nächste – die Quantenära. Sie wird noch stärker in unsere Denkprozesse eingreifen als die KI.

Wie wir in Zukunft denken: Die Quantentechnik kommt – und sie wirkt noch radikaler als KI

Arbeitsteilung zerstückelt uns. Es geht nicht anders: Alles, was ich regelmäßig und kompetent tun muss (zum Beispiel, um in der gegebenen Wirtschaftsordnung meinen Lebensunterhalt zu verdienen), verlangt Kenntnisse und Fertigkeiten, die mich, wenn ich sie ausbilde, von anderen in mir an­gelegten Talenten trennen, weil ich für diese anderen weder Zeit noch Energie übrig habe. Niemand kann alles können. Technik ergänzt das Spektrum der Kenntnisse und Fertigkeiten je nach Stand der Produktivkräfte vor allem um Automatisierbares: Bauroboter, Mathe-Software, Übersetzungsprogramme. In ihnen vergegenständlicht sich vergangene Mühe von Menschen, geistige zunächst. Die nächste Technik, die in diesem Gesichtskreis ansteht, beschäftigt und erregt seit einigen Monaten das Wagniskapital, Donald Trump und Emmanuel Macron. Sie alle reden erwartungsvoll von „Quanten“.

Seit 1968 sind von der Philosophie keine maßgeblichen Impulse mehr ausgegangen, behauptet Wolfram Eilenberger. Seine Lösung: Rückkehr zu vorkantianischen Metaphysik. Ein fragwürdiger Vorschlag.

Adrian H. Koerfer war Schüler der Odenwaldschule und wurde dort Opfer eines Systems sexuellen Missbrauchs. Nun beschreibt er die perfide Strategie der Täter und das jahrzehntelange Schweigen.

Einst war alles einfach, heute ist nichts mehr verständlich. Dirk von Petersdorff erzählt vom Glück der Boomer-Generation – und ihrer aktuellen Überforderung.

Redakteur im Feuilleton.

Schlagworte: