|
15.03.2026
20:55 Uhr
|
Kommunalwahl in Hessen am 15. März 2026: Aktuelle Nachrichten live

CDU holt im Kreis Offenbach fast doppelt so viele Stimmen wie Grüne, AfD und SPDOffenbach. Die Chancen dafür, dass es im Kreis Offenbach weiterhin eine schwarz-rote Koalition unter Führung der CDU geben wird, sind – Stand: später Sonntagabend – nicht schlecht. Nach Auszählung aller Ergebnisse kommt die Union im Trend als abermals stärkste Fraktion im Kreishaus mit gut 32,6 Prozent der Stimmen auf Rang eins, gefolgt von Grünen, AfD und SPD, die alle jeweils zwischen 16 und 17 Prozent erreichen. Mit fast fünf Prozent (das wären dann beinahe so viele Stimmen wie die Linke bekommen hat) schneidet die FDP aktuell im Kreis gegen den Landestrend ordentlich ab. Und liegt beispielsweise noch vor den Freien Wählern (3,5 Prozent) und der Tierschutzpartei (2,1 Prozent). Insgesamt waren fast 265.000 Bürger dazu aufgefordert, sich an der Kommunalwahl im Landkreis Offenbach zu beteiligen; hingegangen sind tatsächlich aber wohl nur die Hälfte von allen. (sug.)
Bad Homburg: CDU bleibt stärkste KraftBad Homburg. In Bad Homburg, der Kreisstadt des Hochtaunuskreises, bleibt die CDU stärkste Kraft. Laut Trendergebnis erreicht sie 45,1 Prozent. Die Grünen können demnach mit 16,7 Prozent ihr Ziel verwirklichen, wieder als zweitstärkste Fraktion in die Stadtverordnetenversammlung einzuziehen. Die SPD, mit der die CDU in der vergangenen Wahlperiode koaliert hat, bekommt laut Trend 12,4 Prozent, die FDP 8,6 Prozent. Die Bürgerliste Bad Homburg erreicht 7,8 Prozent, die Linke 4,4. Das neue Bündnis Kehrtwende steht bei 2,9 Prozent, die Liste Peter für Bad Homburg bei 2 Prozent.
Linksbündnis verliert Mehrheit im Kreis Groß-GerauGroß-Gerau. Schwierige Gemengelage im Landkreis Groß-Gerau, in dem am Sonntag rund 190.000 Wahlberechtigte an die Urnen gerufen waren. Letztlich dürfte laut Trendanalyse wohl nur gut ein Drittel von ihnen dem Aufruf gefolgt sein. Am Ende scheint die CDU mit etwa 28,1 Prozent der Listenstimmen – nach Auszählung von 213 der 230 Einzelergebnisse – den Tagessieg für sich verbuchen zu können. Es folgen SPD (24,3 Prozent), AfD (15,6 Prozent), Grüne (13,8 Prozent) und Linke (5,2 Prozent) – was alles zusammengenommen eine Neuauflage des vor fünf Jahren gebildeten rot-rot-grünen Kreistagsbündnisses kaum noch realistisch erscheinen lässt. Die Freien Wähler erreichen demnach fünf Prozent und die FDP womöglich gut 2,6 Prozent der Stimmen. Insgesamt sind im Kreishaus wieder 71 Sitze zu vergeben. (sug.)
Münster bestätigt Bürgermeister im Amt und lehnt Lärmschutzwand abMünster. In Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) bleibt Joachim Schledt (parteilos) der Bürgermeister. Der amtierende Rathauschef war der einzige Kandidat und erhielt rund 76 Prozent aller Stimmen. Gleichzeitig war die Bevölkerung von Münster aufgerufen, sich für oder gegen den Bau einer Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke Darmstadt-Würzburg zu entscheiden. Gut zwei Drittel der Wähler haben sich für die Aufhebung des Parlamentsbeschlusses ausgesprochen, der einen Bau der Lärmschutzwand befürwortete. Der größte Teil der Bevölkerung befürchtet dadurch eine Verschandelung des Stadtbildes. (erle.)
Bürgermeisterwahlen: Stichwahl in Groß-Bieberau, klares Ergebnis in EinhausenGroß-Bieberau. In Groß-Bieberau (Landkreis Darmstadt-Dieburg) war FWG-Bürgermeisterin Anja Vogt nicht mehr angetreten. Um ihre Nachfolge haben sich vier Kandidaten beworben. In zwei Wochen steht eine Stichwahl zwischen Christopfer Seibel (FWG) und Manfred Höngesberg (unabhängig) an. Seibel erreichte 36,1 Prozent der Stimmen, Höngesberg 26,9 Prozent. SPD-Bewerber Lucas Adler landete mit 23,4 Prozent auf Platz drei, CDU-Bewerber Tobias Poth mit 13,6 Prozent deutlich abgeschlagen auf dem vierten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 50 Prozent. In der Gemeinde Einhausen (Landkreis Bergstraße) war Amtsinhaber Helmut Glanzner (CDU) der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt. Er wurde mit 77,79 Prozent im Amt bestätigt. (erle.)
Dritte Amtszeit für Bürgermeister Müller in Brensbach Brensbach. Im ersten Wahlgang hat der Bürgermeister von Brensbach (Odenwaldkreis) klar gewonnen. Rainer Müller (SPD) holte auf Anhieb 54,67 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit eine dritte Amtszeit. Ralf Krichbaum von der CDU bekam 24,74 Prozent, Werner Knörnschild von der UWG holte 20,59 Prozent. (erle.)
Offenbach: Koalition aus SPD, Grünen und FDP könnte weitermachenOffenbach. Bei der Kommunalwahl am Sonntag ist die bestehende Koalition aus SPD, Grünen und FDP nach den Trendergebnissen bestätigt worden. Die SPD kam auf 33,34 Prozent, die Grünen auf 13,59 Prozent, die FDP bei 5,36 Prozent. Die CDU kam auf 19,75 Prozent, die FDP auf 5,36 Prozent. Die Linke kam auf 14,54 Prozent. Die AfD kam auf 3,48 Prozent. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass im Trendergebnis nur die Stimmzettel gezählt werden, auf denen Listen angekreuzt wurden, die Wahlvorschläge also unverändert übernommen wurden. Die Stimmzettel, auf denen kumuliert und panaschiert wurde, werden erst am Montag ausgezählt, wobei ein vorläufiges Endergebnis wohl erst am Dienstagnachmittag vorliegen wird. (jor.)
Im Kreis Darmstadt-Dieburg könnten CDU und SPD als Koalition weitermachenDieburg. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in dem am Sonntag fast 212.000 Bürger aufgefordert waren, über die Zusammensetzung des Kreistags mit fortan 81 Sitzen zu befinden, könnte die bisherige große Koalition rein rechnerisch wohl fortgesetzt werden: Nach Auszählung der meisten Ergebnisse (219 von 267), auf denen nur Kreuze für je eine Partei gemacht wurden, finden sich CDU und SPD mit 29,1 respektive 23,5 Prozent (Stand gegen 21.15 Uhr) auf den Plätzen eins und zwei wieder. Wobei der Union der Sieg in dem südhessischen Landkreis mit 23 Städten und Gemeinden kaum noch zu nehmen sein dürfte. Dahinter folgen laut Trendergebnis die Grünen (mit 15,8 Prozent), die AfD (13,3 Prozent) sowie mit deutlichem Abstand die Linke (knapp 5,4 Prozent) und die FDP mit drei Prozent. Die Wahlbeteiligung wurde unter Vorbehalt mit 47,7 Prozent angegeben. (sug.)
AfD: „Wir haben uns mehr als verdoppelt\"Wiesbaden. Aus der Sicht der AfD sieht es danach aus, „dass wir uns mehr als verdoppelt haben\". Partei- und Fraktionschef Robert Lambrou sprach von einem „sehr guten Ergebnis\". Es zeige sich, dass die AfD immer besser vor Ort verankert sei. „Die Strategie, uns auszugrenzen und anzufeinden, verfängt immer weniger\", meinte der Politiker. „Mehr AfD-Vertreter in den Kommunalparlamenten bedeuten, dass die Interessen unserer Wähler auch mit mehr Nachdruck vertreten werden.“ Die AfD ist nicht in allen hessischen Kommunen mit einer eigenen Bewerberliste angetreten.
Wetteraukreis: AfD im Kreistag hinter CDU und vor SPDFriedberg. Die CDU hat die Kreistagswahl in der Wetterau laut Trend klar gewonnen. Sie kommt nach 316 von 337 Wahllokalen auf 32,4 Prozent, wobei nur die unverändert abgegebenen Wahlzettel berücksichtigt worden sind. Auf dem zweiten Platz liegt derzeit die AfD 18,1 Prozent, gefolgt von der SPD mit 17,4 Prozent und den Grünen mit 14,2 Prozent. Die Freien Wähler kommen auf 7,7 Prozent, die Linkspartei wird mit 4,7 Prozent gesehen, die FDP mit 3,3 Prozent. CDU und SPD koalieren im Kreistag bisher und könnten die Zusammenarbeit nach den aktuellen Zahlen wohl fortsetzen.
Marburg: CDU führt vor Grünen, SPD und LinksparteiMarburg. Nach 118 von 121 Wahllokalen und der Auszählung nur der unverändert angenommenen Wahlzettel liegt die CDU bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung mit 23,9 Prozent vor den Grünen mit 18,5 Prozent und der SPD mit 16,5 Prozent. Es folgen die Linkspartei mit 12,6 Prozent und die AfD mit 8,7 Prozent. Volt kommt auf 4,7 Prozent, die Marburger Linke auf 4,3 Prozent. Daraus folgt eine klare strukturelle linke Mehrheit in der Uni-Stadt an der Lahn.
Bad Nauheim: CDU vor FW und GrünenBad Nauheim. Die CDU hat auch in der Kurstadt an der Usa laut Trend, der nur die unverändert angenommenen Wahlzettel berücksichtigt, die Nase vorne. Demnach kommt die Union bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Bad Nauheim auf 30,5 Prozent, gefolgt von den Freien Wählern mit 25 Prozent und den Grünen mit 22,6 Prozent. Die SPD vereinigt 15,2 Prozent der Stimmen auf sich. Die Union liegt auch bei der Kreistagswahl vorne mit 30 Prozent vor den Grünen mit 17,7 Prozent und der AfD mit 13,7 Prozent. Es folgen die Freien Wähler mit 13,4 Prozent und die SPD mit 12,7 Prozent. Die Linke kommt auf 5,3, die FDP auf 4,9 Prozent.
Trend: SPD in Hanau vornLaut Trendergebnis bleibt die SPD in Hanau die stärkste politische Kraft in der Stadtverordnetenversammlung: Mit 31,4 Prozent im Trend liegt sie minimal unter ihrem Ergebnis von 2021. Mit 29,5 Prozent liegt die CDU auf dem zweiten Platz und hat damit ihr Ergebnis um vier Prozentpunkte verbessert.Laut Trend liegen die Grünen bei nur noch 10,8 Prozent der Stimmen, knapp vor der in Hanau erstmals angetretenen AfD mit 10,4 Prozent. Einbußen muss die FDP mit nur noch 3,5 Prozent hinnehmen, die Linke steigert sich auf 5,4 Prozent der Stimmen. Die Gerechtigkeitspartei, die besonders auf Wähler mit Migrationshintergrund gezielt hatte, liegt im Trend bei 3,8 Prozent.In Hanau hatte zugleich die mit großem Interesse verfolgte Wahl des Oberbürgermeisters stattgefunden. In der Stichwahl am 29. März wird sich zwischen Maximilian Bieri (SPD) und Isabelle Hemsely (CDU) entscheiden, wer Nachfolger des Landezeit-Oberbürgermeisters Claus Kaminsky (SPD) wird. In der ersten Runde lag Bieri unerwartet deutlich in Front.