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13.08.2026
08:06 Uhr
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Besuch in Fischfabrik vor Japans Nordostküste +++ Ukraine will keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machen +++ Stromausfall auf der Krim +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Selenskyj: Ukraine braucht mindestens fünf Prozent der US-Patriot-RaketenDie Ukraine benötigt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der Patriot-Abfangraketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig, sagte der Staatschef in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Sender CNN.Seinem Land stünden in diesem Jahr „zweieinhalb Mal weniger Abfangraketen zur Verfügung als im Jahr 2025“, sagte Selenskyj. Dagegen habe Russland „monatlich mehr als doppelt so viele ballistische Raketen wie zuvor“.
Moskaus Krieg gegen Kiew – Eskalation statt VerhandlungenIm russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen die Zeichen derzeit auf Eskalation. Verhandlungen sind nicht in Sicht. An der Front gibt es kaum Bewegung. Weder für Moskau noch für Kiew ist der Abnutzungskrieg zu gewinnen. Zugleich haben beide Seiten ihren Luft- und Seekrieg intensiviert – mit empfindlichen Treffern im Hinterland. Zur Lage und zu den Perspektiven im fünften Jahr der russischen Invasion einige Fragen und Antworten:
Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem DrohnenangriffDie Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.Russland führt seit fast viereinhalb Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich gegen die Invasion auch mit Drohnenangriffen gegen strategisch wichtige Anlagen im russischen Hinterland. Das sind Militärobjekte und Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie. Ziel dieser Schläge ist es, dem russischen Militär die Treibstoffversorgung zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung.
Ukraine will keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen machenInmitten zunehmender russischer Attacken hat die Ukraine entschieden, ab sofort keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden „bestimmte Änderungen“ bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, erklärte am Mittwoch Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im Onlinedienst Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden.Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftwaffe zerstörten oder abgefangenen Raketen werde nicht mehr genannt, teilte Ihnat mit. Gleiches gelte für russische Raketen, „die ihr Ziel nicht erreicht haben“. Bisher hatten die ukrainischen Streitkräfte de facto täglich eine Bilanz der russischen Angriffe mit genauen Zahlen veröffentlicht.
Selenskyj: 26 Ortschaften in diesem Jahr befreitUkrainische Truppen haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr 745 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet im Südosten des Landes befreit. Dies entspricht etwa der Fläche Hamburgs. Dabei seien 26 Ortschaften in den Gebieten Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja wieder unter die Kontrolle Kiews gebracht worden, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Die Offensive sei genau nach Plan verlaufen. Der ukrainischen Beobachtergruppe DeepState zufolge befindet sich ein Großteil des Areals jedoch in einem Niemandsland, das von keiner Seite vollständig kontrolliert wird. Die Angaben konnten von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüft werden.
Russland rationiert Benzin in Region Orenburg nach DrohnenangriffIn der südrussischen Ural-Region Orenburg wird nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Raffinerie der Kraftstoff rationiert. Die Lage vor Ort sei „schwierig“, teilte Gouverneur Jewgeni Solnzew auf Telegram mit. Er führe deshalb Beschränkungen für den Verkauf von Benzin ein. Dazu gehören ein Verbot des Befüllens von Kanistern, Begrenzungen der Verkaufsmenge sowie ein System, das den Verkauf je nach Kennzeichen auf ungerade oder gerade Tage beschränkt.
NATO: Russland trägt volle Verantwortung für LuftraumverletzungenDie Botschafter der NATO-Staaten haben über die jüngsten Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sowie über Drohnen-Zwischenfälle beraten. Dies teilte das Bündnis mit. Die NATO-Mitglieder sichern den betroffenen Verbündeten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu. Russland trage die volle Verantwortung für die Luftraumverletzungen. Diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands. Die NATO baue ihre integrierte Luft- und Raketenverteidigung im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Die Alliierten unterstreichen zudem ihre Maßnahmen zur Stärkung der Verteidigung an der Ostflanke von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Die NATO sei bereit, jede Aggression abzuschrecken und abzuwehren.
Putin droht europäischen Ländern wegen „Piraterie und Raub“ mit VergeltungRussland droht europäischen Ländern, die Öl und andere Güter von beschlagnahmten Schiffen seiner „Schattenflotte“ veräußern, mit Vergeltung. Herrscher Wladimir Putin bezeichnete die entsprechende Erlaubnis der EU in deren jüngstem Sanktionspaket am Mittwoch als „Piraterie und Raub“. Werde sie umgesetzt, „werden wir gezwungen sein, spiegelbildlich zu antworten. Und zwar nicht unbedingt in jenen Gewässern, in denen Angriffe auf unsere Schiffe und Boote geplant sind, sondern dort, wo wir selbst dies für notwendig und sinnvoll erachten“, fügte Putin hinzu und nannte als Beispiel den Zuständigkeitsbereich seiner Pazifikflotte, an deren Manöver er teilnahm. Der Kommandeur der russischen Pazifikflotte sagte, allein im Bereich der Kurilen-Inseln seien von Ende April bis Anfang August von 1001 Schiffen 379 unter der Flagge „unfreundlicher Staaten“ (die Sanktionen gegen Russland verhängt haben) gefahren, darunter 26 aus Großbritannien und neun aus Frankreich. Diese Länder sowie Belgien und Schweden haben seit Jahresbeginn mindestens zehn Schiffe der „Schattenflotte“ beschlagnahmt. Auch die USA haben im Januar einen solchen Tanker aufgebracht und jüngst zur Verschrottung verkauft. Doch Putin, der sich stets um die Gunst von Präsident Donald Trump bemüht, beschränkte seine Kritik auf die Europäer.
Drohnenangriff auf Kiew am NachmittagAm frühen Nachmittag hat Russland die ukrainische Hauptstadt mit zahlreichen Drohnen angegriffen. Im Zentrum der Stadt waren währenddessen lautes Flugabwehrfeuer und auch mehrere Einschläge zu hören. Bislang berichtete Bürgermeister Vitali Klitschko lediglich, ein Gebäude im Bezirk Darnitzkyj sei getroffen worden.Den ukrainischen Luftstreitkräften zufolge setzte Russland neue Drohnen mit Strahlantrieb ein. Sie sind weitaus schneller als Drohnen mit Propeller und deshalb für die Luftverteidigung schwerer abzufangen.
Ukraine greift russischen Marinestützpunkt Noworossijsk anDie russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben in der Nacht massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den Angriff auf den russischen Marinestützpunkt Noworossijsk. In der Nacht seien Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilte er auf Telegram mit. „Bestätigt sind Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens.“Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa Feuer. Dem staatlichen Agrarexportunternehmen OZK zufolge wurde ein Getreideterminal beschädigt. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden. Kondratjew sprach von Schäden an 21 Wohnhäusern und in vier Betrieben in Noworossijsk. Ein achtjähriges Kind sei getötet worden, es gebe außerdem acht Verletzte. Im Küstenort Temrjuk wurde demnach ein Mann getötet. Aus Anapa und Gelendschik wurden Schäden gemeldet. In Gelendschik wurde nach Angaben des Zivilschutzstabs zudem ein regionaler Notstand ausgerufen. Drei Menschen seien verletzt worden.Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien über Nacht 502 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden – eine im Vergleich hohe Zahl. Heftige Angriffe wurden auch aus der Hafenstadt Sewastopol auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim gemeldet.
Wieder Angriffe auf Saporischschja Russland hat in der Nacht abermals Saporischschja in der südlichen Ukraine angegriffen. Durch den Angriff wurde ein Einkaufszentrum in einem der Wohnviertel beschädigt. In dem Zentrum brach ein Großbrand aus, wie der Leiter der Gebietsverwaltung von Saporischschja, Iwan Fedorow, auf Telegram mitteilte. Außerdem ist in einem Teil der Stadt demnach der Strom ausgefallen. Etwa 1200 Haushalte seien ohne Strom, so Fedorow. Schon in der Nacht zu Dienstag war Saporischschja Ziel eines großangelegten russischen Angriffs. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben, 24 wurden verletzt.
Russische Behörden: Getötetes Kind nach DrohnenangriffBei einem Drohnenangriff auf die russische Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer ist Behördenangaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch ein Kind getötet worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Bürgermeister Andrej Krawtschenko auf Telegram mit. Zudem seien vier Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Wohngebäude beschädigt worden. Weniamin Kondratjew, der Gouverneur der südrussischen Region Krasnodar, in der Noworossijsk liegt, erklärt auf Telegram, bei den Angriffen in der Region seien eine weitere Person getötet und mehrere andere verletzt worden. Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 502 insgesamt ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien mehrere russische Regionen. Wie viele der gegnerischen Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel getroffen haben, teilt Russland nicht mit.
Ukraine stoppt offenbar auf US-Bitte Angriffe auf Tanker im Hafen NoworossijskDie Ukraine hat einem Medienbericht zufolge auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident JD Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Die Angriffe hatten Tankern gegolten, die über ein Terminal des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) im Hafen Noworossijsk Rohöl aus Kasachstan an Bord nehmen.
Ukraine übergibt USA Vorschläge für KriegsendeDie Ukraine hat US-Unterhändlern nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges mit Russland übergeben. „Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die USA könnten helfen, die ukrainische Verteidigung vor allem durch Flugabwehr zu stärken und Druck auf Russland auszuüben. Ziel sei es, dass sich Moskau auf ein Ende des Krieges vorbereite, anstatt ihn in die Länge zu ziehen.