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27.09.2026
18:58 Uhr
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CDU-Politiker: Telefonat wäre klüger gewesen +++ Wadephul: Beim Treffen ging es um Drohnen am Leipziger Flughafen +++ Russland im Donbass unter Druck +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Wadephul: Bei Treffen mit Lawrow ging es um Drohnen am Leipziger FlughafenBundesaußenminister Johann Wadephul hat die Hintergründe seines überraschenden Treffens mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow erläutert. Ein wichtiger Grund sei gewesen, dass Russland kürzlich am Leipziger Flughafen bewaffnete Drohnen eingesetzt habe. „Es ist zum Glück nichts Schlimmes geschehen“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag in der ARD. Hier sei aber eine Grenze überschritten worden. Er habe klarmachen wollen, dass sich Deutschland widersetzen und wehren werde.Außerdem hätten ihn Entwicklungs- und Schwellenländer aus dem sogenannten Globalen Süden gebeten, mit Russland zu reden. Sie bekämen keine Getreidelieferungen mehr aus Russland und auch nicht aus der Ukraine. Deswegen drohten im Globalen Süden nun Hungersnöte. Es brauche für das Schwarze Meer einen Waffenstillstand, damit die Exporte wieder möglich werden.Wadephul sagte, die diplomatische Funkstille nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sei richtig gewesen. Nun sei aber der Zeitpunkt gekommen, um wieder zu sprechen. Man dürfe die Verhandlungen mit Russland nicht nur den USA überlassen. Deutschland und Europa hätten eigene Interessen. Es gebe aber noch keinen Anlass für Normalität.
Ukrainische Truppen bringen mit Lastendrohnen Lebensmittel in abgeriegelte StadtUkrainische Truppen haben nach Behördenangaben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die seit Monaten abgeriegelte Stadt Oleschky auf russischem Besatzungsgebiet im Süden gebracht. Russland halte in der Stadt etwa 2000 Menschen fest, darunter fast 50 Kinder, teilte der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. „Sie sind gezwungen, ohne Nahrung, Strom und Wasser zu überleben.“ In einem Video zeigte er den angeblichen Abwurf der Lebensmittel.Hilfsorganisationen beklagen seit langem die humanitäre Lage in der Kleinstadt, die auf dem südlichen Ufer des Dnipro liegt. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt, doch dazwischen verläuft die Front. Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschky Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Der letzte Laden schloss nach UN-Angaben im Januar. Seit Mai seien keine Lebensmittel mehr in den Ort gelangt.Kremlsprecher Dmitri Peskow gestand Anfang vergangener Woche die kritische Lage ein. Er warf der ukrainischen Armee vor, durch Drohnenangriffe die Lieferung von Lebensmitteln nach Oleschky zu verhindern. Prokudin wiederum sagte, die Besatzungsmacht misshandele Einwohner, die die ukrainischen Spenden aus der Luft aufsammeln.
Russland erleidet Rückschläge im DonbassRusslands Invasionstruppen erleiden bei ihrem Versuch, den unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Teil des Donbass zu erobern, immer deutlichere Rückschläge. Erklärtes Ziel ist die Einnahme des gut befestigten Ballungsraums Slowjansk/Kramatorsk. Um die Zwillingsstädte zu umschließen, müsste Moskau zunächst das südlich gelegene Dobropilija und die nördlich gelegene Stadt Lyman kontrollieren.Obwohl russische Truppen schon zu Beginn des Sommers vor den Toren beider Städte standen, konnten sie bislang weder die eine noch die andere besetzen. Darüber hinaus tritt der Unterschied zwischen offiziellen russischen Verlautbarungen und der Realität auf dem Schlachtfeld immer deutlicher zutage. Wohl auch, weil russische Kommandeure geschönte Berichte weitergeben und die tatsächliche Lage vor der eigenen Führung verschleiern. Am ersten September etwa verkündete Russlands Herrscher Wladimir Putin die Einnahme der Kleinstadt Swjatohirsk. Eine Woche darauf veröffentlichte das 3. Armeekorps der Ukraine ein Video, auf dem ihr Kommandeur Andrij Biletzkyj einen Spaziergang durch die Stadt unternimmt und dabei Zivilisten begrüßt.
Selenskyj: Moskau hat vergangene Woche mit 2200 Drohnen angegriffenRussland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Woche mit mehr als 2200 Kampfdrohnen großer Reichweite angegriffen. Auch mehr als 1640 Gleitbomben und 38 ballistische Raketen und Marschflugkörper seien eingesetzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.
Vorsitzende der Grünen: Putin hat kein Interesse an FriedensverhandlungenDie Grünen haben die Reaktion des russischen Außenministers Sergej Lawrow nach dem Treffen mit dem Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) kritisiert. „Die Reaktion des russischen Außenministers zeigt erneut, dass Putin kein Interesse an Friedensverhandlungen mit der Ukraine hat“, sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner der „Rheinischen Post“. Dabei begrüßte Brantner das Treffen: „Ich bin unserem Außenminister dankbar dafür, dass er dieses Gespräch gesucht hat.“ Brantner appellierte zudem für weitere Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine. „Tag für Tag, Nacht für Nacht überzieht Putin das Land mit neuen Drohnen- und Raketenangriffen. Es liegt auch an uns, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine sicherzustellen“, betonte die Grünen-Politikerin. Die Ukrainerinnen und Ukrainer würden jeden Tag dafür kämpfen, ihre Freiheit und damit auch die europäische Friedensordnung zu verteidigen. „Der Ukraine steht jetzt ein weiterer harter Winter bevor.“ Man müsse sich darauf einstellen, dass der russische Präsident Wladimir Putin seine Angriffe auf die Energieversorgung in dieser Zeit noch einmal verstärken werde, so Brantner weiter. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte sich nach dem Zusammentreffen mit Wadephul kritisch geäußert. „Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört“, sagte Lawrow auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur in New York. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: „Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können 'Lesen Sie meine Erklärung.“Außerdem hob der russische Außenminister hervor, dass Deutschland das Treffen in „letzter Minute“ angefragt habe. Er habe dabei den Eindruck gewonnen, Wadephul habe im Gegenzug für das Gespräch Zugeständnisse erwartet.
Stegner lobt Wadephul für Gespräch mit LawrowDer SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) für sein Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gelobt. Das Signal sei: „Die Europäer sind noch da“, sagte Stegner der F.A.Z. Es sei klar, dass es nach so einem ersten Gespräch kein direktes Entgegenkommen gebe; trotzdem sei es wichtig, dass man die Diplomatie nicht allein den USA überlasse, sagte Stegner.Auch innenpolitisch ist das Gespräch laut Stegner ein wichtiges Signal. Man dürfe solche Fragen nicht allein dem BSW und der AfD überlassen, sagte er der F.A.Z. Auch die Einladung Putins zum G-20-Gipfel durch Amerikas Präsident Donald Trump im Dezember könne eine Chance sein.
Russische Angriffe auf die UkraineRussland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag Ziele in der Ukraine mit Drohnen angegriffen. Die Attacken hätten sich gegen Logistikzentren, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur sowie Kommunikationszentralen und Schiffe mit Verbindung zum ukrainischen Militär gerichtet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Getroffen worden seien unter anderem ein Datenzentrum in Kiew, Logistik-Knotenpunkte in den Regionen Kiew und Odessa sowie zwei Drohnenlager in Mykolajiw. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Russische Angriffe treffen OdessaEine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichteten die örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen, über der Stadt bildeten sich dichte Rauchwolken. Bei den Attacken seien private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper am Abend auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär im Tagesverlauf zweimal einen Baumarkt in der Hafenstadt angegriffen.
Lawrow: „ Er hätte mich einfach anrufen können\"Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinerlei Fortschritte durch das Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. „Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört“, sagte Lawrow auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur in New York. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: „Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können „Lesen Sie meine Erklärung“.Deutschland habe das Treffen am Vortag in „letzter Minute» angefragt, sagte Lawrow. Nach Ansicht des russischen Ministers entstand im Gespräch mit dem deutschen Außenminister „der Eindruck, dass eine solche unterschwellige Botschaft mitschwang: Ich bin zu Ihnen gekommen, ich habe mich zu Ihnen herabgelassen“. Er habe dabei den Eindruck gewonnen, Wadephul habe von Russland im Gegenzug für das Gespräch Zugeständnisse in der Ukraine und bei der Schifffahrt im Schwarzen Meer erwartet.
Wadephul ermahnt Lawrow: Verlassen Sie den gefährlichen Weg der Eskalation Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat in New York seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, teilte mit, die deutsche Seite habe während der UN-Generaldebatte um das Gespräch gebeten. Tatsächlich hatte Wadephul schon länger erwogen, den Schritt zu machen, schließlich bemühen sich die Europäer, wieder einen Fuß in die Tür der Ukraine-Verhandlungen zu bekommen. Seit der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus lagen diese gänzlich auf Seiten der Amerikaner. Moskau hatte über dritte Staaten Gesprächsbereitschaft signalisiert. Das Treffen stand zudem im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall in Leipzig, für den die Bundesregierung den russischen Militärgeheimdienst GRU verantwortlich macht. Das Treffen dauerte nur 20 Minuten. Später hieß es aus Delegationskreisen, Wadephul habe Moskau aufgefordert, „den gefährlichen Weg der Eskalation gegenüber Deutschland, Europa und der NATO zu verlassen\". Vorfälle wie der Anschlagsversuch in Leipzig oder weitere hybride Angriffe würden Deutschlands Entschlossenheit zur Unterstützung Kiews nicht erschüttern. Sie würden jedoch das von Russland ohnehin bereits schwer beschädigte bilaterale Verhältnis zu Berlin weiter beeinträchtigen. Ein solch bedauerlicher Zustand der Beziehungen sei nicht im Interesse Deutschlands, sagte Wadephul Lawrow demnach. Die Möglichkeit der Rückkehr zu einem konstruktiven Verhältnis bestehe jederzeit. Das setze eine Beendigung des völkerrechtswidrigen Kriegs voraus. Eine solche aufrichtige Bereitschaft zum Ausgleich sei auf russischer Seite bedauerlicherweise nicht zu erkennen.
Vučić telefoniert mit Putin – und hofft auf billiges GasNach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat der serbische Staatschef Aleksandar Vučić seine Hoffnung auf eine Verlängerung des Erdgas-Abkommens zwischen beiden Ländern geäußert. Er denke, dass das Abkommen „nach dem heutigen Gespräch verlängert wird und dass wir eine stabile Gasversorgung sichern werden“, teilte Vučić bei Instagram mit. Das Abkommen läuft eigentlich planmäßig am 30. September aus.Vučić erklärte, Serbien werde weiterhin von einem „guten, niedrigen Gaspreis von 318 Euro pro 1000 Kubikmeter profitieren, anstatt den Marktpreis zu zahlen, der heute bei 868 Euro liegt“.Belgrad ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Seit dem Auslaufen eines Dreijahresvertrags im Jahr 2025 hat das Land jedoch keinen langfristigen Vertrag mit Russland abschließen können. Es setzt seitdem auf kurzfristige Verlängerungen des Abkommens.
Tote und Verletzte nach russischen Angriffen auf die UkraineRussische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj wieder Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben. Er berichtete auch von Angriffen auf Kiew sowie die Gebiete Odessa, Sumy, Charkiw, Poltawa, Mykolajiw und Winnyzja. „Es ist wichtig, dass unsere Partner nicht vergessen: Russland eskaliert jeden Tag“, erklärte er. Deshalb seien härtere Sanktionen der USA und der EU nötig. Selenskyj bestätigte ukrainische Drohnenangriffe auf die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar und eine Rüstungsfabrik im Gebiet Rostow.
Ukrainische Angriffe auf RusslandUkrainische Streitkräfte haben in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. Das teilt das Militär in Kiew mit. In einer Erklärung des Generalstabs heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei. Später meldeten örtliche Behörden, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Krasnodar drei Menschen ums Leben gekommen seien und zwei verletzt worden seien. Die örtliche Einsatzgruppe erklärt, dass die durch den Angriff ausgelösten Brände auf Industriegeländen gelöscht worden seien.
Die Ukraine bittet die Partner um weitere 27 Milliarden Dollar für VerteidigungDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagt Selenskyj Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. „Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss.“ Kiew habe die EU gebeten. einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.