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21.09.2026
15:46 Uhr
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Kallas kündigt Sanktionen nach Wahl in besetzten Gebieten in der Ukraine an +++ Interfax: Geeintes Russland kann wohl mit Zweidrittelmehrheit weiterregieren +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Selenskyj bekräftigt Vorschlag zu einer begrenzten WaffenruheVor einem in New York geplanten Treffen mit US-Präsident Donald Trump weist der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj US-Kritik an Angriffen auf die russische Ölindustrie zurück. Er wiederholt dagegen seinen Vorschlag einer begrenzten Waffenruhe: „Der ukrainische Energiesektor, kritische Infrastruktur und unsere Lebensmittelexporte dürfen keine Ziele mehr für Russland sein, und das wird zu entsprechenden Deeskalationsschritten von unserer Seite führen“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen ist an diesem Dienstag Berichten zufolge ein Treffen von Trump und Selenskyj geplant. Trump hatte in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass Russland im Krieg die Kontrolle über seine Dieselölindustrie verloren habe. Ein großer Teil der Raffinerien sei gesprengt worden und zumindest vorübergehend außer Betrieb. „Dieser lächerliche und endlose Krieg mit der Ukraine muss beendet werden“, schrieb er weiter. Dieser Forderung pflichtete Selenskyj bei.Schon vor mehr als einer Woche hatte Trump Selenskyj dazu aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. Allerdings wirkt sich besonders der Krieg zwischen der USA und Iran auf den globalen Ölmarkt aus.
Selenskyj trifft Trump in New YorkDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine „diplomatische Dynamik“ in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.
Anti-Kriegspartei zieht in russisches Gebietsparlament einDie von der Parlamentswahl in Russland und auch von den meisten Regionalwahlen ausgeschlossene Anti-Kriegspartei Jabloko hat es überraschend doch in ein Gebietsparlament geschafft. Im Gebiet Nischni Nowgord an der Wolga erhielt die liberale Oppositionspartei 6,38 Prozent der Stimmen für den erstmaligen Einzug in die regionale Duma. Das Ergebnis sorgte in Russland landesweit für Aufsehen, weil die Partei am Wochenende fast überall nicht zu den Regionalwahlen zugelassen worden war. „Frieden, Freiheit und ein Leben ohne Angst – das sind Werte, die in den Herzen und Seelen der Menschen Widerhall gefunden haben“, teilte die Parteiorganisation von Jabloko in Nischni Nowgord mit. Sie gratulierte ihrer Gebietsvorsitzenden Anna Tscherepanowa, die als Kriegsgegnerin und Anti-Korruptionskämpferin bekannt ist. Das Ergebnis sei auch deshalb wichtig, weil Jabloko damit weiter auf nationaler Ebene das Recht habe, an Wahlen teilzunehmen, ohne Unterstützungsunterschriften sammeln zu müssen. Wie die Partei trotzdem in Moskau Wahlkampf machen konnte, berichtete mein Kollege und der F.A.Z.-Korrespondent Friedrich Schmidt, mehr dazu lesen Sie hier.
Putins Kriegsparlament: Kremlpartei zur Wahlsiegerin erklärtDie für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgebliche Kremlpartei Geeintes Russland wird auch nach der Parlamentswahl voraussichtlich mit einer Zweidrittelmehrheit weiterregieren. Das meldeten die Agentur Interfax und die kremlkritische Zeitung „Nowaja Gaseta“ nach Auszählung von gut der Hälfte der abgegebenen Stimmen. Nach vorläufigen Schätzungen komme die Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin mit Direktmandaten auf 309 von 450 Sitzen in der Staatsduma, berichtete „Nowaja Gaseta“. Das sind neun Mandate mehr als es zur Änderung der Verfassung braucht.Putin dürfte die Wahl, zu der nur linientreue Parteien zugelassen wurden, als klares Signal für die Fortsetzung der Vollinvasion in der Ukraine werten. Kremlgegner bezeichneten die Abstimmung hingegen als Farce. Unabhängige Experten, die Opposition im Exil und selbst die kremlnahen Kommunisten unter ihrem Chef Gennadi Sjuganow warfen der russischen Wahlleitung vor, die Ergebnisse zu fälschen. Wegen des Ausschlusses einer echten Opposition und fehlender Presse- und Meinungsfreiheit wurden die Wahlen - wie schon jene in früheren Jahren - als weder demokratisch noch fair kritisiert.
Selenskyj kündigt Treffen mit Trump anDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für seinen Besuch in New York nächste Woche auch ein Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump angekündigt. Demnach telefonierte Selenskyj mit Trump und besprach mit ihm eine Reihe von Themen, wie er bei Telegram mitteilte. Ein Treffen in New York, wo beide Präsidenten an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilnehmen, könne viel bewirken, sagte Selenskyj mit Blick auf mögliche neue Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. „Die diplomatische Dynamik ist da“, sagte er. Ein genaues Datum für das Treffen nannte er zunächst nicht.„Der Friedensprozess hat höchste Priorität“, sagte Selenskyj nach dem jüngsten Besuch des amerikanischen Chefunterhändlers Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Kiew. Die beiden hatten das erste Mal überhaupt in ihrer Vermittlerrolle die Ukraine besucht und sich über die Lage in dem Land informiert. Zuvor waren sie zum wiederholten Mal in Russland gewesen, das seit mehr als viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine führt.Geplant ist demnach, die direkten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau unter amerikanischer Vermittlung über ein Ende des Kriegs wiederaufzunehmen. Russland hält das im Oktober für möglich. Im vergangenen Winter waren die Gespräche in die Sackgasse geraten und dann auch wegen des Irankriegs abgebrochen worden. Witkoff und Kushner, die im Nahen Osten ebenfalls vermittelten, unternehmen nun einen neuen Anlauf zur Lösung des Ukraine-Konflikts. „Es gibt Ideen zu Deeskalationsmaßnahmen und grundlegenden Sicherheitsfragen“, sagte Selenskyj. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem amerikanischen Team und sind bereit, wirklich ernsthafte Schritte zu unternehmen.“ Details nannte er nicht. Der Präsident hatte zuletzt von den Vereinigten Staaten immer wieder vor allem Flugabwehrraketen gefordert, um sich gegen die russischen Angriffe mit ballistischen Raketen zu verteidigen.
Russland beklagt massiven IT-Angriff auf Wahlen Bei der Parlamentswahl in Russland soll es in den vergangenen Tagen nach Angaben der Wahlbehörde massenhaft Cyberattacken gegen die elektronische Wahlinfrastruktur gegeben haben. Die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, sprach laut Berichten staatlicher Nachrichtenagenturen am Sonntag von mehr als 1000 Wellen sogenannter DDoS-Überlastungsangriffe. Die Angriffe seien von „hochprofessionellen, gut koordinierten Gruppen“ ausgeführt worden, die KI dafür einsetzten, erklärte Pamfilowa. Wer für die Angriffe verantwortlich war, sagte sie nicht.Bei DDoS-Angriffen wird ein IT-System mit Anfragen überhäuft, so dass es überlastet ist und schlimmstenfalls nicht mehr funktioniert. „In der vergangenen Zeit wurden mehr als 1000 DDoS-Angriffe auf Infrastruktur in Russland verzeichnet, die speziell mit dem Wahlprozess in Verbindung steht“, wurde Pamfilowa von den Nachrichtenagenturen zitiert.Bereits am Samstag hatte Pamfilowa einen „massiven Cyberangriff“ gemeldet. Der Angriff dauerte demnach den gesamten Tag an, ohne dass die Systeme ausfielen.
Selenskyj: Geistlicher bei russischem Angriff getötetBei einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson ist nach Regierungsangaben ein Geistlicher getötet worden. Vier weitere Geistliche seien bei der Attacke am Vortag verletzt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Nach Angaben regionaler Behörden griff Russland das Kloster und das Dorf Tscherwonyj Majak an. Es liegt am Fluss Dnipro, der dort russische und ukrainische Truppen voneinander trennt.Selenskyj beklagte außerdem Angriffe auf kritische und zivile Infrastruktur in den Gebieten Charkiw, Sumy und Odessa sowie Einschläge in Wohnhäuser in den Gebieten Dnipropetrowsk und Saporischschja. Seit dem Abend seien weitere Regionen attackiert worden. Russland habe in dieser Woche mehr als 2000 Drohnen, 1700 Gleitbomben und 19 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.
Ukrainische Drohnen greifen Großraum Moskau am letzten Wahltag anBei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Oblast Moskau sind russischen Behörden zufolge zwei Menschen getötet worden. Zudem sei eine Ölraffinerie in der russischen Hauptstadt getroffen worden. Der Angriff ereignete sich am letzten Tag der russischen Parlamentswahlen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach am Sonntag von einer beispiellosen Attacke, die eindeutig darauf abgezielt habe, die Abstimmung zu stören. „Der Gegner hat dies nicht erreicht“, erklärte er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Seit Mitternacht seien mehr als 180 anfliegende Drohnen abgefangen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sobjanin. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden. Sobjanin zufolge fing die Luftverteidigung seit Samstag insgesamt mehr als 1600 Drohnen ab, von denen 450 auf Moskau gesteuert worden seien. In der Hauptstadt selbst habe es keine Opfer gegeben. Im Umland habe es Schäden an Wohnhäusern gegeben. Im Bezirk Ramenskoje mussten laut Gouverneur Andrej Worobjow 400 Menschen, darunter 70 Kinder, aus einem 21-stöckigen Hochhaus herausgeholt werden. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters von Explosionen und Rauchwolken über der Moskauer Raffinerie. Das Ausmaß der Schäden an der Anlage war zunächst unklar. Heute endet die dreitägige Parlamentswahl in Russland. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die benachbarte Ukraine offiziell bestätigen lassen. Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit im Volk soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei „Geeintes Russland“ erzielt werden.
Mutter und Kinder bei Angriff im Kiewer Umland getötet Bei russischen Angriffen auf die Region Kiew sind nach ukrainischen Behördenangaben vier Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Eine Mutter und ihre beiden drei Jahre alten Kinder sind nach Angaben des Rettungsdienstes ums Leben gekommen, als eine russische Drohne ein Wohnhaus traf. Ein weiteres Mädchen stirbt dem Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, zufolge im Krankenhaus nach einem separaten Drohnenangriff. Insgesamt seien bei den mehr als 24 Stunden andauernden Angriffen 31 Orte in fünf Bezirken beschädigt worden, erklärte Tkatschenko weiter. Am stärksten betroffen sei der südwestliche Bezirk Fastiw.
Slowakischer Regierungschef: Einige Politiker streben Konflikt zwischen NATO und Russland anDer slowakische Ministerpräsident Robert Fico wirft einigen westlichen Politikern vor, eine direkte Konfrontation zwischen der NATO und Russland anzustreben. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukrainekrieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer, erklärt Fico in einer Videobotschaft. „Bestimmte Kriegstreiber innerhalb der NATO versuchen um jeden Preis, diesen Krieg zu einem Konflikt zwischen Russland und der NATO zu verwandeln.“ Die Slowakei werde sich daran nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.
Belarus: Militärübung an der Grenze zur EU abgehaltenIm mit Russland verbündeten Belarus sind in den vergangenen Tagen Militärübungen im Westen des Landes an der Grenze zur EU abgehalten worden. Die Manöver von Dienstag bis Freitag hätten das Ziel gehabt, „die Fähigkeiten der Soldaten zur Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität des Landes zu stärken“, teilte das Verteidigungsministerium von Belarus am Samstag im Onlinedienst Telegram mit. Die Übungen mit „strikt defensive Ausrichtung“ umfassten demnach die Verteidigung der Grenze, die Bekämpfung von Sabotage-Gruppen und den Kampf gegen Drohnen und ihre Verwendung. Belarus hält jedes Jahr mindestens zwei große Manöver unter Beteiligung seiner Verbündeten ab, insbesondere Russland. Im September 2025 hatten Russland und Belarus das Manöver Sapad-2025 mit fast 100.000 Soldaten abgehalten. Die NATO-Länder organisierten ihrerseits Manöver an der Grenze zu Belarus und Russland in den vergangenen Jahren.
Russland: Hackerangriff auf Onlinewahlsystem in MoskauDas Onlinewahlsystem in der russischen Hauptstadt Moskau ist nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag während der laufenden Parlamentswahl Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Angriffe dauerten an, würden jedoch erfolgreich abgewehrt, sagte sie staatlichen Medien zufolge.
Polen beendet präventive LuftoperationPolen hat die präventiven militärischen Luftoperationen nach Angaben der Armee beendet. Bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Radaraufklärung seien wieder in den normalen Einsatzbetrieb übergegangen, teilte die Armee auf der Plattform X mit. Es habe keine Verletzung des polnischen Luftraums gegeben, erklärte die Armee. Polen hatte zuvor angesichts russischer Angriffe Kampfflugzeuge zum Schutz seines Luftraums aufsteigen lassen.
USA genehmigen Rüstungsverkauf im Wert von 2,7 Milliarden DollarDas US-Außenministerium genehmigt einen Rüstungsverkauf an die Ukraine im Wert von fast 2,7 Milliarden Dollar. Die Waffenlieferungen dienten der Weiterentwicklung und Modernisierung der Luftverteidigung sowie der Beschaffung zugehöriger Ausrüstung und Dienstleistungen, teilte das Ministerium mit.