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26.07.2026
14:46 Uhr
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Der britische Premierminister sicherte der Ukraine „unerschütterlichen Beistand“ zu +++ Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Zehn Verletzte auf der Krim nach ukrainischem DrohnenangriffIm Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten verletzt. Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilte Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.Kremlchef Wladimir Putin hat die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt die Halbinsel seit 2022 als Aufmarschgebiet und Nachschubbasis für seinen Krieg gegen die Ukraine. Das ukrainische Militär greift daher immer wieder Ziele, zuletzt vor allem Energieanlagen, auf der Krim an. Dabei kommen aber auch vermehrt Zivilisten auf der Halbinsel zu Schaden.
Caritas: Russland tötete MitarbeiterinBei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Charkiw ist am Wochenende eine Mitarbeiterin des katholischen Hilfswerks Caritas getötet worden, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Die Hilfsorganisation sei „tief erschüttert über den Tod unserer Kollegin der Caritas Ukraine“, erklärte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Montag. Ihr zehnjähriger Sohn sei verletzt worden, er habe aber „diese Tragödie überlebt“. Bei dem Raketeneinschlag am Sonntag sei ihr Haus vollständig zerstört worden.Die Frau war der Caritas zufolge als Sozialarbeiterin in einem Team für medizinische Hilfen tätig. Demnach musste sie 2022 nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aus ihrer Heimatstadt Wowtschansk fliehen und baute sich in Charkiw ein neues Leben auf. „Dieser unerbittlich geführte Krieg macht vor niemandem Halt“, erklärte Müller. Auch die Mitarbeitenden der Caritas seien diesen Gefährdungen „täglich ausgesetzt“.
Wegen Ukrainekrieg: Österreich will Wehrdienst verlängern Österreich will als Konsequenz aus Russlands Krieg gegen die Ukraine den Wehrdienst verlängern und die Miliz stärken. Nach langen Verhandlungen beschloss die Regierung am Montag beim Sommerministerrat in einer Kaserne bei Salzburg eine Reform, die verpflichtende Milizübungen vorsieht und die Dienstzeit um drei Monate auf insgesamt neun Monate ausweitet. Begründet wurde der Schritt mit den veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sowie mit zunehmenden Bedrohungen durch Cyberangriffe, hybride Attacken und Risiken für kritische Infrastruktur. Der Traum vom dauerhaften Frieden in Europa sei spätestens mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zerplatzt, sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Österreich müsse seine Fähigkeiten zur Landesverteidigung stärken. „Es ist zu wenig, neues Gerät anzuschaffen, wenn unsere Soldatinnen und Soldaten im Ernstfall zu wenig Übung im Umgang damit haben“, betonte er.Für die Umsetzung benötigt die Drei-Parteien-Koalition aus konservativer ÖVP, sozialdemokratischer SPÖ und liberalen Neos allerdings eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Dafür ist sie auf die Stimmen der rechtspopulistischen FPÖ oder der Grünen angewiesen.
Russland: Fünf Tote bei ukrainischem DrohnenangriffDie Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf Russland abermals mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen. Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow am Don mindestens fünf Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Jurij Sljussar mitteilte. Zunächst war von zwei Toten die Rede, dann wurden drei weitere Leichen in den Trümmern entdeckt. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb Sljussar auf Telegram. Die Attacke galt dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte einen Angriff auf Ölverladung im Hafen von Rostow. Als weitere Ziele nannte er Ölanlagen im Gebiet Jaroslawl nordöstlich von Moskau und in der russischen Teilrepublik Udmurtien, die etwa 1.300 Kilometer von der Ukraine entfernt vor dem Ural liegt. „Wir tragen den Krieg nach Russland zurück, damit letztlich ein gerechter Frieden eine Chance hat“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.
Nach Angriff auf Waffenmesse: Veranstalter in UntersuchungshaftEin ukrainisches Gericht hat am Montag Untersuchungshaft für den Veranstalter einer Waffenmesse angeordnet, die Ziel eines russischen Angriffs geworden war. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Leiter eines Waffenindustrieverbands, Wassyl Hontscharuk, fahrlässige Tötung vor. Bis zum Beginn des Prozesses kann er auch nicht gegen Kaution auf freien Fuß kommen. Bei dem Angriff vom Freitag nahe Kiew waren mindestens elf Menschen getötet worden, fast hundert wurden verletzt.Der ukrainische Staatsanwalt Ruslan Krawtschenko sagte, Ermittler prüften, ob „Umstände das Ausmaß der Tragödie verschlimmert haben könnten“. Seinen Angaben zufolge hatte der Verband mehr als 300 Menschen eingeladen, darunter Militärangehörige, Staatsvertreter und Geschäftsleute – und zwar ohne offizielle Genehmigung und mit nur einem kleinen Schutzraum. Zudem war die Veranstaltung in Onlinediensten beworben worden. Krawtschenko sagte, Ermittler „untersuchen, ob diese Handlungen es dem Feind ermöglicht haben könnten, einen gezielten Schlag vorzubereiten“.
Iran droht der UkraineNach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghchi Kiew gedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe „ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet“, schrieb Araghchi am Sonntag auf der Plattform X. Er verurteilte einen „eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta“. Er warf der Ukraine zudem vor, „auf Geheiß Israels“ gehandelt zu haben. In Telefonaten mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow habe er „deutlich gemacht, dass das Vorgehen des Schmarotzers in Kiew nicht unbeantwortet bleiben darf“.Der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Azizi, schloss sich der Drohung an. Auf X schrieb er: „Auch die Ukraine könnte bald zu der Erkenntnis gelangen, dass der Iran Handlungen nicht unbeantwortet lässt.“ Selenskyj reagierte auf die Drohungen aus Teheran in einem Interview mit dem Sender Sky News. De facto habe sich Iran schon am Krieg gegen die Ukraine beteiligt, als es Russland Drohnentechnologie lieferte, sagte der ukrainische Präsident. „Sie haben im ersten Kriegsjahr Tausende dieser Drohnen geliefert. Und dann haben sie Lizenzen vergeben. Was haben sie getan? Haben sie uns angegriffen? Ich denke schon“, sagte er. Selenskyj äußerte die Ukraine müsse zwar die Eröffnung einer neuen Front „verhindern“, doch hätten Iran und Nordkorea mit ihrer Unterstützung Russlands sich am Angriff gegen die Ukraine beteiligt. Die Ukraine müsse auf mögliche weitere Bedrohungen vorbereitet sein.
Seoul sieht noch keine Anzeichen für weitere TruppenverlegungSüdkoreanischen Regierungskreisen zufolge gibt es bislang keine bestätigten Anzeichen für eine unmittelbare weitere Entsendung nordkoreanischer Truppen nach Russland. Das berichteten südkoreanische Medien am Montag unter Berufung auf Regierungskreise in Seoul.Am Wochenende hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gesagt, dass Russland mit den Vorbereitungen begonnen habe, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine aufzunehmen. Es gebe eine entsprechende Anfrage des russischen Herrschers Wladimir Putin. Vorbereitungen würden in der russischen Region Woronesch getroffen, so Selenskyj. Zudem plane Pjöngjang die Lieferung weiterer Abschussrampen für ballistische Raketen an Russland.Weder Nordkorea noch Russland haben bislang öffentlich auf die jüngsten Aussagen Selenskyjs reagiert. Südkoreas Außenministerium gab am Montag bekannt: „Die Regierung beobachtet die Entwicklungen im Zusammenhang mit der militärischen Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland genau.\" Zu etwaigen nachrichtendienstlichen Angelegenheiten werde man sich indes nicht äußern.
Russland greift Hafen in der Region Odessa anRussland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden.Von ukrainischer Seite wurde am Abend bestätigt, dass vor der Küste bei Odessa ein unter fremder Flagge fahrender Frachter nach einem russischen Raketenangriff gesunken sei. Bei dem Angriff am 19. Juli seien neun Besatzungsmitglieder sowie ein ukrainischer Lotse getötet worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram mit. Acht Mann Besatzung seien gerettet worden. Die „Golden Leo“, die unter der Flagge von Guinea-Bissau fuhr, habe Mais transportiert.Russland versucht seit einiger Zeit, die ukrainische Schifffahrt in der Region Odessa sowie zu den Donau-Binnenhäfen zu stören. Die Ukraine exportiert einen großen Teil ihres Getreides über diese Häfen. Der Hafen von Tschornomorsk zählt zu den größten in Europa.
Selenskyj am Montag in Großbritannien zu Besuch Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Montag nach Großbritannien. Er ist der erste internationale Besucher des neues Premierministers Andy Burnham. Burnham und Selenskyj werden sich voraussichtlich auf einem Marinestützpunkt treffen. Dort werden sie sich dem Büro des Premierministers zufolge darüber informieren, wie von Großbritannien geleitete Ausbildungsprogramme zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte beitragen. „Großbritannien steht Seite an Seite mit der Ukraine, und unsere Unterstützung bleibt ungebrochen“, erklärt Burnham in einer Stellungnahme. „Russland sollte keinen Zweifel an unserer Entschlossenheit haben, und wir werden nicht nachgeben, bis wir einen dauerhaften und gerechten Frieden für die Ukraine erreicht haben.“
Russland berichtet von Angriffen gegen Hafen von TschornomorskRussland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden. Von ukrainischer Seite wurde am Abend bestätigt, dass vor der Küste bei Odessa ein unter fremder Flagge fahrender Frachter nach einem russischen Raketenangriff gesunken sei. Bei dem Angriff am 19. Juli seien neun Besatzungsmitglieder sowie ein ukrainischer Lotse getötet worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram mit. Acht Mann Besatzung seien gerettet worden. Die „Golden Leo“, die unter der Flagge von Guinea-Bissau fuhr, habe Mais transportiert.
Zwei Tote bei russischem Angriff auf TschernihiwIn der nordukrainischen Stadt Tschernihiw sind den örtlichen Behörden zufolge bei einem russischen Angriff zwei Menschen getötet worden. Eines der Todesopfer sei ein zehnjähriges Kind. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Eine russische Drohne habe einen Supermarkt getroffen. „Dies ist vorsätzlicher russischer Terror, der keine militärische Rechtfertigung hat“, schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram.
Tote in der Ukraine und Russland nach AngriffenBei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Städte sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Die ukrainische Hauptstadt Kiew sei am frühen Morgen mit ballistischen Raketen beschossen worden, teilte die ukrainische Luftwaffe am Sonntag mit. Später seien bei Angriffen auf die Städte Charkiw im Osten und Saporischschja im Süden zwei Menschen getötet und weitere verletzt worden. Russland warf der Ukraine seinerseits einen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Stadt Horliwka in der ostukrainischen Region Donezk vor, bei dem vier Menschen ums Leben gekommen seien.
Rumänien schießt weitere Drohne abDie rumänische Armee hat am dritten Tag in Folge eine Drohne im Luftraum über dem Land abgeschossen. Das Fluggerät sei am Sonntag über dem Schwarzen Meer durch einen rumänischen Kampfjet des Typs F-16 abgefangen worden, erklärte Verteidigungsminister Radu Miruta im Onlinedienst Facebook. Der Abschuss sei fünf Minuten nach Eindringen der Drohne in den Luftraum des EU- und NATO-Mitgliedsstaates erfolgt. Am Freitag hatte die rumänische Armee erstmals seit Beginn des Ukraine-Krieges eine Drohne im Luftraum des Landes abgeschossen. Der Abschuss erfolgte nahe dem Dorf Padina gut 100 Kilometer von der Hauptstadt Bukarest entfernt. Am Samstag schoss die Armee im Donaudelta nahe der Grenze zur Ukraine eine weitere Drohne ab. Rumäniens Präsident Nicusor Dan erklärte, gemäß einer Untersuchung handele es sich bei der am Freitag abgeschossenen Drohne um ein Modell des vom Iran entwickelten Typs „Schahed“, „das von der Russischen Föderation in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt wird“. Die Untersuchungen zu den am Samstag und Sonntag abgeschossen Drohnen seien noch im Gange, fügte Dan hinzu.
Kiew meldet Brände nach russischen AngriffenIn der Nacht ist es nach russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in mindestens drei Bezirken zu Bränden gekommen. Demnach hätten herabstürzende Trümmerteile die Feuer ausgelöst. Die russischen Streitkräfte griffen die Stadt der ukrainischen Luftwaffe zufolge mit ballistischen Raketen an. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters hörten mehrfache Explosionen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.