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10.03.2026
21:38 Uhr
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Videomaterial von Angriff auf Schule soll einen US-Tomahawk-Marschflugkörper zeigen +++ Iran droht Trump +++ Witkoff: Russland teilt keine Geheimdienstinformationen mit Iran +++ Wadephul in Israel +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische ÖldepotsIsraels Staatspräsident Izchak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran. Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und das die iranische Regierung nutze, um damit auch Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der „Bild“. „Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden.\" Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft. Herzog sagte, dass es höchste Zeit gewesen sei für den israelisch-amerikanischen Militäreinsatz im Iran, der vor anderthalb Wochen begann. „Wenn wir gewartet hätten, wären wir fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wäre.»
Israel: Neue Angriffswelle auf Iran – Revolutionsgarden: US-Stützpunkte ins Visier genommenDas israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Teheran begonnen. Sie richte sich gegen „Ziele des iranischen Terrorregimes“ in der Hauptstadt des Landes, erklärte das israelische Militär am Dienstagabend im Onlinedienst Telegram. Zuvor waren Explosionen in Teheran zu hören gewesen.Die iranischen Revolutionsgarden erklärten derweil über die Nachrichtenagentur Tasnim, sie hätten US-Militärstützpunkte in Bahrain und in der Region Kurdistan im Irak ins Visier genommen. Eine Vielzahl ballistischer Raketen sei auf die US-Stützpunkte abgefeuert worden.
Israels Militär greift Hizbullah-Stellungen in Libanon anDie israelischen Streitkräfte haben wieder Stellungen der Hizbullah-Miliz in Libanon angegriffen. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hizbullah. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei hatte die Hizbullah nach einer längeren Kampfpause vor gut einer Woche wieder damit begonnen, Raketen auf Israel abzufeuern. Seitdem greift das israelische Militär in größerem Umfang Ziele in Libanon an. Nach offiziellen Angaben aus Beirut wurden durch die Gewalteskalation bisher nahezu 760.000 Menschen in Libanon vertrieben.
Israel plant Sonderbudget für Krieg gegen IranIsrael will mit einem Sonderbudget den Luftkrieg gegen den Iran finanzieren. Dies teilen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Finanzminister Bezalel Smotrich in einer gemeinsamen Erklärung mit. Das Kabinett komme noch am Abend zusammen, um den Kriegshaushalt zu billigen, sagt Smotrich. „Dies ist keine Ausgabe, es ist eine Investition.“ Netanjahu zufolge belegen Zahlen, dass die israelische Wirtschaft trotz der seit mehr als zwei Jahren andauernden Kriege sehr robust sei.
G7 beraten in Videokonferenz über Nahost-KriseDer französische Präsident Emmanuel Macron beruft für Mittwoch eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage im Nahen Osten ein. Schwerpunkte der Beratungen seien die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiemärkte sowie Maßnahmen zur Bewältigung der Situation, teilt der Elysée-Palast mit. Die Schalte soll um 15 Uhr (MEZ) beginnen. Zur Gruppe der Sieben (G7) gehören neben dem aktuellen Vorsitzland Frankreich auch Deutschland, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und die USA.
Libanon: Fast 760.000 Vertriebene durch Israels AngriffeIn Libanon wurden durch Angriffe des südlichen Nachbarn Israel nach offiziellen Angaben bisher nahezu 760.000 Menschen vertrieben. Darunter seien mehr als 122.000 Menschen, die sich derzeit in Notunterkünften aufhalten, teilte das Ministerium für soziale Angelegenheiten mit. 580 solcher Unterkünfte sind landesweit derzeit geöffnet. Allein innerhalb der vergangenen zwei Tage kamen nach Zählungen des Ministeriums mehr als 500.000 Vertriebene hinzu.Ministerin Hanin Sajid kündigte an, dass ab diesem Mittwoch täglich 100.000 Mahlzeiten in Notunterkünften verteilten würden. Außerdem sollen 6.000 Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung einmalig 100 US-Dollar erhalten. Die Zahl der Empfänger solle dann schrittweise steigen.
Araghchi fordert von UN „Verurteilen der Aggression“ der USA und IsraelsIrans Außenminister Abbas Araghchi fordert von UN-Generalsekretär António Guterres und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Blick auf den Irankrieg „stärkere und verantwortungsvollere Positionen“. Es müsse ein „eindeutiges Verurteilen der Aggression“ der USA und Israels geben, sagte Araghchi laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag.In einem Telefonat mit Guterres habe der iranische Außenminister auf die Rolle der Vereinten Nationen als Friedensbewahrer hingewiesen, meldete Tasnim weiter. Es gebe eine entsprechende „ernsthafte Erwartung der iranischen Regierung und des iranischen Volkes“, sagte der Minister demnach.
Weißes Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule im IranDie Ergebnisse von US-Untersuchungen zu einem tödlichen Angriff auf eine Mädchenschule in Iran sollen veröffentlicht werden. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf die Frage von Journalisten, ob der Bericht zugänglich gemacht werde: „Das Kriegsministerium wird das tun.“ Die Ermittlungen dauerten an. Einen genauen Zeitpunkt der Veröffentlichung nannte sie allerdings nicht. Am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte die Schuld dafür bei Iran gesehen. Investigativjournalisten haben allerdings Zweifel an der Behauptung, Iran selbst sei für die Bombardierung verantwortlich. Sie stützen sich auf Videomaterial, in dem ein US-Tomahawk-Marschflugkörper zu sehen sein soll. „Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt“, schrieb die „New York Times“. Trump sagte am Montag, die USA hätten Tomahawks auch an andere Länder verkauft.
Satellitenstation in Israel von Hisbollah-Rakete getroffenNach israelischen Medienberichten hat eine aus Libanon abgefeuerte Rakete eine Satellitenstation tief im Inneren Israels getroffen. Der TV-Sender N12 veröffentlichte ein dramatisches Dashcam-Video, das den Moment des Einschlags bei dem Angriff am Montag zeigt. Den Berichten zufolge wurde eine Station des europäischen Satellitenbetreibers SES in Emek Haela in der Nähe der Stadt Beit Schemesch westlich von Jerusalem getroffen. Die libanesische Hizbullah-Miliz hatte den Angriff am Montag für sich reklamiert. Die Satellitenstation gehöre zu einer Cyber-Abteilung der Armee, teilte die proiranische Gruppierung mit. Laut israelischen Medien handelt es sich dagegen um eine zivile, kommerzielle Einrichtung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Satellitenstation liegt gut 160 Kilometer Luftlinie von der libanesischen Grenze entfernt. Dies wäre ein zielgenauer Treffer, der ungewöhnlich tief im Inneren Israels liegt.
Israels Präsident Herzog verteidigt Irankrieg und dankt Kanzler MerzIsraels Präsident Isaac Herzog hat das militärische Vorgehen seines Landes gegen Iran verteidigt. „Die Iraner sind diejenigen, die überall in der Region und in der Welt Chaos und Terror verbreiten“, sagte er der „Bild“-Zeitung am Dienstag. Es gehe nun darum, diese Bedrohung zu beseitigen. Einen konkreten Zeitplan für den Krieg nannte er nicht.Auch den Beschuss iranischer Ölanlagen verteidigte Herzog gegen internationale Kritik ‒ etwa von den Vereinten Nationen, die vor den gesundheitlichen und ökologischen Folgen warnen. Es sei richtig, dieses Öl der dortigen „Kriegsmaschinerie“ zu entziehen, so das israelische Staatsoberhaupt. Die Vorräte würden vom iranischen Regime außerdem zur Finanzierung von Terror-Operationen genutzt. Dies müsse unterbunden werden.Herzog bedankte sich bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dafür, dass dieser in schwierigen Zeiten an der Seite Israels und der USA stehe. Mit Blick auf jüngste Proteste in Deutschland ‒ nicht zuletzt gegen Israels Militäreinsatz im Gazastreifen ‒ sprach Herzog hingegen von Heuchelei: „Sie hätten vor den iranischen Botschaften auf der ganzen Welt demonstrieren sollen, und sie hätten so laut wie möglich sein müssen.“
Trump: Möglicherweise platzierte Minen sofort entfernenUS-Präsident Donald Trump fordert den Iran auf, keine Minen in der Straße von Hormus zu platzieren. Die USA hätten zwar keine Berichte, wonach der Iran dies getan habe, erklärt Trump in seinem Online-Dienst Truth Social. Sollte der Iran aber dennoch „aus irgendeinem Grund“ Minen in der Meerenge ausgelegt haben, so müsse er diese sofort entfernen. Sollte dies nicht unverzüglich geschehen, „wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben“. Sollten die Iraner hingegen „entfernen, was womöglich platziert wurde“, wäre das „ein großer Schritt in die richtige Richtung“.
US-Regierung: Mehr als 5000 Ziele in Iran getroffenDie USA haben nach Angaben des Weißen Hauses mittlerweile mehr als 5000 Ziele in Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. „Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben“, sagte Leavitt.Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. „Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein großes Drohnenträgerschiff.“
Parlamentspräsident: Iran will keine WaffenruheIran will im Krieg gegen Israel und die USA nach den Worten von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf keine Waffenruhe. „Wir streben natürlich keine Waffenruhe an“, erklärte Ghalibaf am Dienstag auf Englisch im Onlinedienst X: „Wir glauben, dass der Aggressor bestraft und ihm eine Lektion erteilt werden muss, die ihn von weiteren Angriffen auf den Iran abhalten wird.“US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag erstmals ein mögliches Ende des Krieges angedeutet. Dieser sei „so gut wie“ beendet, sagte er dem Sender CBS. Der US-Präsident begründete dies mit der militärischen Schwächung Irans durch die USA und Israel. Ob und wann die Vereinigten Staaten und Israel ihre Luftangriffe auf die Islamische Republik einstellen könnten, sagte Trump nicht.