FAZ 13.03.2026
22:34 Uhr

Liveblog Irankrieg: USA entsenden offenbar weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten


Trump kündigt weitere Angriffe auf Iran für kommende Woche an +++ US-Regierung lobt Millionenbetrag für Hinweise zu Khamenei aus +++ US-Verteidigungsminister: Khamenei „wahrscheinlich entstellt“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Liveblog Irankrieg: USA entsenden offenbar weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten

Israelische Armee meldet Tod von Hisbollah-Mitglied bei Angriff auf Universität in BeirutBei einem Angriff auf eine Universität im Libanon vor zwei Tagen hat die israelische Armee nach eigenen Angaben ein Mitglied der pro-iranischen Hisbollah-Miliz getötet. Bei dem Angriff am Donnerstag habe die israelische Luftwaffe „den Terroristen Murtada Hussein Srur, Mitglied der Luftwaffeneinheit der Terrororganisation Hisbollah, im Bereich der Libanesischen Universität in Beirut angegriffen und getötet“, erklärte die israelische Armee am Freitag. 

Libanon: Mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter bei israelischem Angriff getötetBei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon ⁠sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter getötet worden. Dies meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium. Die Zahl der Todesopfer in der Stadt Borj Qalaouiya könnte sich noch ändern. ‌Rettungskräfte suchten nach Vermissten.

Trump: Für Ölindustrie wichtige iranische Insel angegriffenUS-Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Donald Trump die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Zugleich warnte er Iran: Sollte Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung „sofort überdenken“. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist in dem Krieg durch eine iranische Blockade nahezu zum Erliegen gekommen.Lesen Sie hier mehr.

Mehrere Gebiete in Katar wegen iranischer Angriffe „vorübergehend“ evakuiertAngesichts der anhaltenden iranischen Angriffe auf die Golfstaaten sind in Katar mehrere Gebiete evakuiert worden. Als „vorübergehende Vorsichtsmaßnahme“ würden „mehrere wichtige Gebiete evakuiert, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, bis die Gefahr vorüber ist“, erklärte Katars Innenministerium am Samstag. Im zentralen Stadtteil Muscheireb in der Hauptstadt Doha erhielten einige Anwohner telefonische Warnungen mit der Aufforderung, „das Gebiet unverzüglich zu verlassen und sich vorsorglich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben“.

Trump: USA wollen „bald“ Schiffe durch die Straße von Hormus eskortierenLaut US-Präsident Donald Trump wollen die ‌USA demnächst Schiffe zum Schutz vor iranischen Angriffen durch die Straße von Hormus eskortieren. Auf die ‌Frage ‌von Reportern, wann die US-Marine mit dem Geleitschutz für Tanker beginnen werde, sagte Trump: „Das wird bald ​geschehen.“

Rettungskräfte: Vier Palästinenser bei israelischen Angriffen in Gaza getötetNach Angaben palästinensischer Rettungskräfte sind bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen vier Palästinenser getötet worden, darunter zwei 17-Jährige. Zudem sei ein Palästinenser bei dem Beschuss durch ​einen israelischen Panzer in der Nähe eines ⁠Polizeikontrollpunkts in Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Eine Stellungnahme ​des israelischen Militärs liegt zurzeit nicht vor.

Augenzeugen: Katarische Behörden evakuieren Stadtteile von DohaDie Behörden in Katar ⁠evakuieren Augenzeugen zufolge Teile der Hauptstadt Doha. Betroffen sind unter anderem das Msheireb-Viertel, in dem sich Regierungsgebäude und ein Büro von Google befinden, sowie die sogenannte Education City mit ‌Ablegern von sechs US-Universitäten. Das katarische Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, eine Reihe bestimmter Gebiete würde als „vorübergehende Vorsichtsmaßnahme“ evakuiert, ohne Details zu nennen. Etwa eine Stunde später ‌meldeten die Behörden, es seien ‌Raketen abgefangen worden.

USA bieten zehn Millionen Euro für Hinweise zu Khameneis AufenthaltsortDie USA haben eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Khamenei ausgesetzt. Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Khameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ali Khamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.

Merz: Unternehmen alle Anstrengungen, um Krieg zu beendenNach Angaben von Kanzler Friedrich Merz werden derzeit „alle Kanäle“ genutzt, um den Krieg im Iran zu beenden. „Wir unternehmen alle Anstrengungen“, sagt Merz bei einem Treffen mit den Regierungschefs von Kanada und Norwegen in Bardufoss. „Alle diplomatischen Kanäle werden genutzt, und wir hoffen, dass ​wir Wege finden, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, weil er niemandem nutzt und vielen schadet, ökonomisch auch uns“, fügt er auf die Frage hinzu, ob er auch befürworte, dass die Europäer direkt mit dem Iran reden. 

US-Kommando soll Angriff auf Mädchenschule untersuchenDie USA haben nach Angaben ihres Verteidigungsministers Pete Hegseth einen hochrangigen Militär außerhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt. Diese werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Bei dem Angriff am ersten Kriegstag waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. 

Trump kündigt weitere US-Angriffe auf Iran an Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump weitere Angriffe für die kommende Woche angekündigt. „Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen“, sagte Trump am Freitag dem Radiosender Fox News. Zugleich sagte er voraus, die iranische Führung werde stürzen, aber „vielleicht nicht sofort“.Damit setzte der US-Präsident seine wechselhaften Äußerungen über die Strategie im Krieg fort. Noch am Montag hatte Trump den Iran-Krieg für „so gut wie“ beendet erklärt und dies mit der militärischen Schwächung der Islamischen Republik begründet. In der Nacht zum Freitag nannte er die iranischen Führungspolitiker „gestörte Dreckskerle“ und drohte ihnen mit Vernichtung. Der Iran hatte am Sonntag den Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei, Modschtaba Chamenei, als neuen Führer eingesetzt. Diesen hatte Trump „inakzeptabel“ genannt. Zu Kriegsbeginn am 28. Februar hatte Trump die Iraner aufgerufen, „sich ihr Land zurückzuholen“. Nun sagte er, das werde passieren, aber „vielleicht nicht sofort“. Es sei eine „sehr große Hürde für Leute, die keine Waffen haben“, fügte er hinzu.

Trump: „Denke, dass Putin Iran vielleicht ein kleines bisschen hilft“US-Präsident Donald Trump äußert den Verdacht, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Iran unterstützt. „Ich denke, dass er ihm (Iran) vielleicht ein kleines bisschen hilft, ja, nehme ich mal an“, sagt Trump in einem am Freitag gesendeten Interview des Senders ​Fox News Radio. „Und er (Putin) denkt wahrscheinlich, dass wir der Ukraine helfen, richtig?“ 

USA bestätigen Tod zwei weiterer Personen bei FlugzeugabsturzBei dem Absturz des US-Tankflugzeugs über dem Irak sind nach Angaben des amerikanischen Militärs alle sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Die Armee bestätigt damit den Tod von zwei Personen, über deren Schicksal zuvor noch nichts bekannt ​geworden war. Zunächst war daher von vier Toten die Rede gewesen.