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06.06.2026
08:16 Uhr
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Teheran: US-Stützpunkte attackiert +++ Iran droht mit vollständiger Schließung der Straße von Hormus +++ Kuwait kauft in den USA Drohnenabwehrsystem für zwei Milliarden Dollar +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Bahrain verurteilt iranische AngriffeDer Golfstaat Bahrain hat die iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet und Kuwait scharf verurteilt. Es handle sich um eine „eklatante“ Verletzung der Souveränität beider Länder, berichtete die Staatsagentur BNA unter Berufung auf das bahrainische Außenministerium. Iran müsse seine „ungerechtfertigten“ Angriffe einstellen, hieß es weiter. Bahrain werde keine Kompromisse beim Schutz seiner Souveränität, Sicherheit und Bevölkerung eingehen.
Israel ruft Bewohner in Südlibanon zur Evakuierung auf Die israelische Armee hat alle Einwohner von fünf Ortschaften und Dörfern in Südlibanon zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf der Plattform X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Jeder, der sich in der Nähe von Hizbullah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.Der Armeesprecher begründete den Evakuierungsbefehl mit Verstößen der Hizbullah gegen die Waffenruhe. Die israelische Armee hatte vor den Evakuierungsbefehlen über mehrere Drohnenangriffe der Hizbullah auf Nordisrael sowie israelische Soldaten in Südlibanon berichtet.
Palästinensisches Gesundheitsministerium: Baby nach israelischem Armeeeinsatz gestorbenEin sieben Monate altes palästinensisches Baby ist laut palästinensischen Angaben nach Schüssen eines israelischen Soldaten auf ein Fahrzeug im Westjordanland gestorben. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah teilte mit, Soldaten hätten südlich von Hebron das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet. Das Baby sei später in einem Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Die Eltern wurden demnach mittelschwer verletzt. Nach Angaben einer israelischen Armeesprecherin hatten Soldaten während ihres Einsatzes den Eindruck, ein Fahrzeug rase mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu. Ein Soldat habe daraufhin mehrere Schüsse abgegeben. Drei Palästinenser seien verletzt und medizinisch versorgt worden. Ersten Ermittlungen zufolge seien die Palästinenser unbeteiligte Zivilisten gewesen. Die Umstände des Vorfalls würden untersucht. Die Armee erklärte, sie bedauere zutiefst jeglichen Schaden, der unbeteiligten Personen zugefügt werde.
Libanon: Mehrere Soldaten bei israelischem Angriff getötetBei einem israelischen Angriff in Südlibanon wurden nach Angaben der libanesischen Armee mehrere ihrer Soldaten getötet, darunter ein Offizier. Ziel des Angriffs auf der Straße zwischen Khardali und Nabatieh war demnach ein Militärfahrzeug. Die libanesischen Streitkräfte halten sich traditionell aus den Kämpfen zwischen der Hizbullah-Miliz und Israel heraus.
Iran weist Vorwurf der Instrumentalisierung Libanons zurückDer iranische Außenminister Abbas Aragtschi weist Äußerungen des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zurück, wonach Teheran Libanon als Verhandlungsmasse nutzt. Aoun wirft Iran vor, das Land in seinen Verhandlungen mit den USA als Druckmittel einzusetzen, wofür die libanesische Bevölkerung den Preis zahle. „Wäre Libanon eine Verhandlungsmasse für Iran, hätten wir schon längst ein Abkommen“, schreibt Aragtschi auf der Plattform X. „Retten Sie Libanon vor Ihrem wahren Feind, Herr Präsident.“
Iran droht mit vollständiger Schließung der Straße von HormusDie iranische Revolutionsgarde droht mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte. Die USA würden für die Folgen verantwortlich gemacht, sollten ihre „Machenschaften“ andauern, heißt es in einer Erklärung. Das US-Militär weist indessen iranische Angaben zurück, wonach das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine in Bahrain beschädigt worden sei.
Kuwait kauft in den USA Drohnenabwehrsystem für zwei Milliarden DollarDer Golfstaat Kuwait kauft beim Verbündeten USA Abwehrsysteme gegen Drohnenangriffe. Man habe den Verkauf entsprechender Rüstungsgüter im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) genehmigt, teilte das US-Außenministerium mit. Hauptauftragnehmer sei das Unternehmen Anduril mit Sitz in Kalifornien. Wann das System geliefert werden soll, blieb zunächst unklar. Bei Rüstungsgeschäften geht es häufig um langfristige Beschaffungszeiträume.
Trump: Iran verfügt noch über 21 bis 22 Prozent seiner RaketenLaut US-Präsident Donald Trump verfügt der Iran immer noch über „einige Raketen und Drohnen“. In einem Interview mit dem US-Sender NBC News sagt Trump: „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind eine Menge Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es war, als wir zum ersten Mal angegriffen haben.“
Medienbericht: USA schießen iranische Drohnen über Straße von Hormus abNach Angaben des US-Fernsehsenders CNN hat der Iran mehrere Drohnen in Richtung der Straße von Hormus abgeschossen. US-Kampfflugzeuge hätten mindestens vier der Drohnen abgefangen, berichtet der Sender unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter.
USA greifen iranische Radarstellungen anUS-Streitkräfte haben nach dem Start von vier iranischen Angriffsdrohnen iranische Radarstellungen angegriffen. Das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando teilt mit, die iranischen Drohnen hätten den regionalen Seeverkehr bedroht. Die US-Angriffe auf die Anlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm dienten der Verteidigung gegen weitere iranische Attacken.
Libanons Präsident: Iran soll sich nicht in „unser Land“ einmischenLibanons Präsident Joseph Aoun hat Iran aufgefordert, sich nicht in sein Land einzumischen. „Es ist nicht Euer Land, es ist unser Land“, sagte er in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CNN an die iranischen Revolutionsgarden gerichtet. „Es ist nicht Eure Aufgabe, Euch in unser Land einzumischen“, fuhr er fort.„Sie nutzen den Libanon als Druckmittel in ihren Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Das ist inakzeptabel“, sagte Aoun weiter, wobei er sich auf die Führung im Iran bezog. Teheran beharrt darauf, dass die Kämpfe in Libanon und in der Golfregion miteinander verbunden seien.Die mit Iran verbündete Hizbullah-Miliz müsse verstehen, dass es „keinen anderen Weg gibt, als sich an einen Tisch zu setzen und zu reden, keinen anderen Weg, dieses Problem zu lösen und das zu retten, was noch übrig ist, als durch Verhandlungen und Diplomatie“, sagte Aoun. „Es ist das libanesische Volk, nicht das Volk von (Hizbullah-Chef) Naim Kassem“, fuhr Libanons Präsident fort. „Die Mehrheit des libanesischen Volkes hat den Krieg satt.“
Unter Hausarrest stehender iranischer Ex-Regierungschef Mussawi in Klinik gebrachtDer seit 15 Jahren unter Hausarrest stehende frühere iranische Regierungschef Mir Hossein Musawi ist nach einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands ins Krankenhaus eingeliefert worden. Vergangene Woche habe er „eine gesundheitliche Krise erlitten und wurde in ein Krankenhaus verlegt“, sagte sein im Ausland lebender Berater Ardeschir Amir Ardschomand am Freitag dem Sender BBC Persian. Mussawi sei noch in der Klinik, sein Zustand habe sich im Laufe des Tages aber gebessert.Der als weitgehend moderat geltende Mussawi war zwischen 1981 und 1989 der letzte Regierungschef in Iran, danach wurde dieses Amt abgeschafft. Seit 2011 steht der mittlerweile 84-Jährige unter Hausarrest. Ihm war damals vorgeworfen worden, zu Demonstrationen aufgerufen zu haben. Allerdings wurde gegen ihn nie Anklage erhoben.
Paris ermittelt zu Gewalt gegen Gaza-AktivistenFrankreichs Antiterror-Staatsanwaltschaft hat wegen des umstrittenen Vorgehens Israels gegen Gaza-Aktivisten ein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Folter und Kriegsverbrechen eingeleitet. Die Ermittlungen seien der Zentralstelle zur Bekämpfung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit übertragen worden, teilte die Antiterror-Staatsanwaltschaft in Paris mit. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte die Justiz eingeschaltet, nachdem der französische Generalkonsul in der Türkei von sexueller Gewalt, Schlägen und Erniedrigung französischer Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte gesprochen hatte. Israel bestreitet die Vorwürfe von körperlicher und sexualisierter Gewalt.Israel hatte Mitte Mai eine aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern bei Zypern gestoppt. Rund 430 Aktivisten wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Das israelische Außenministerium sprach von einer „PR-Aktion im Dienste der Hamas“. Ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir, das festgenommene Gaza-Aktivisten in demütigender Weise zeigte, hatte anschließend internationale Empörung ausgelöst.
Libanons Präsident warnt Iran: „Es ist nicht euer Land“Libanons Präsident Joseph Aoun hat Iran vorgeworfen, sein Land als Druckmittel im Konflikt mit den USA und Israel zu missbrauchen. „Sie benutzen Libanon als Verhandlungsmasse in ihren Gesprächen mit den USA“, sagte Aoun in einem CNN-Interview. Das sei „inakzeptabel“. Er forderte Teheran auf, sich nicht länger in die inneren Angelegenheiten Libanons einzumischen. Die Interessen Libanons stimmten nicht mit denen Irans überein. An die iranische Revolutionsgarde gerichtet erklärte er: „Es ist nicht euer Land, es ist unser Land.“ Der Chef der von Iran unterstützen Hizbullah-Miliz, Naim Kassim, repräsentiere nicht das libanesische Volk, wurde Aoun zitiert. CNN veröffentlichte zunächst nur Ausschnitte des Interviews. Nach Angaben des Präsidentschaftspalasts in Beirut soll das gesamte Interview am Montag ausgestrahlt werden.Aoun äußerte sich vor dem Hintergrund eines neuen Anlaufs zur Umsetzung einer Waffenruhe zwischen Israel und Libanon. Die Einigung sei nach schwierigen Verhandlungen erzielt worden und könne den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen, sagte er.