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08.08.2026
06:53 Uhr
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Die Attacken bedrohen laut UN-Sicherheitsrat die Sicherheit in der Region +++ Iran will offenbar US-Schiffe aussperren +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Schiff in Straße von Hormus beschossenEin weiteres Schiff ist in der Straße von Hormus nach Behördenangaben angegriffen worden. Vor der Küste Omans sei das Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt mit. Es sei ein Feuer an Bord ausgebrochen, das gelöscht worden sei. Schiff und Besatzung seien in Sicherheit. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 33 Kilometer östlich des omanischen Ortes Al Khasab.
Araghchi geht von baldiger Einigung mit Oman aus Iran und Oman stehen nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghchi vor einer Einigung über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus. Derzeit werde über eine alternative Route verhandelt, sagte Araghchi am Samstag. Einer Einigung sei man „sehr nahe“. Technische und rechtliche Fragen müssten noch für eine dauerhafte Lösung geklärt werden. Als Bedingung nannte Araghchi eine Entschädigung für die aus Sicht Teherans erfolgten Verstöße der Amerikaner gegen das Rahmenabkommen von Islamabad.
Ölgesellschaft: Raketenangriff auf Tanker in Straße von HormusIn der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden. Verletzt wurde dabei niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es.Der Angriff erfolgte, während Iran die Wiedereröffnung der Seestraße von der Erfüllung eigener Bedingungen abhängig macht. Die Revolutionsgarden erklärten, eine Freigabe der Meerenge hänge von der Zustimmung der USA zu iranischen Forderungen ab. „Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterliegt den spezifischen Mechanismen und Bedingungen der Islamischen Republik Iran“, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Sprecher der Garden, Hussein Mohebbi. „Sie steht nicht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Iran und Oman.“
Irans Präsident rechtfertigt Gespräche mit den USADer iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. „Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?“, sagte er in einem im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagt Peseschkian weiter. Dabei verweist er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking: „Der größte Feind Amerikas ist China. Warum bekämpfen die beiden einander nicht?“ China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei und den Revolutionsgarden – die diplomatischen Bemühungen erschweren
UN warnen vor weiterer Eskalation im Jemen-KonfliktNach der jüngsten Eskalation im Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen und Saudi-Arabien fordern die Vereinten Nationen eine Rückkehr zur Diplomatie. Derzeit sei das Risiko eines neuen Großkonflikts höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von den UN vermittelten Waffenruhe im April 2022, schrieb der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, auf der Plattform X. Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine umfassendere regionale Konfrontation hineingezogen werde – mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung.Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa abermals eskaliert. Die Huthi griffen jüngst auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln. In der Nacht zu Freitag attackierten die Huthi auch Ziele direkt in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt.
USA stellen Ende der Iran-Blockade in AussichtDie USA stellen eine Aufhebung der Blockade iranischer Häfen in Aussicht. Voraussetzung sei eine Einigung zwischen Iran und Oman über die Straße von Hormus, sagt ein Vertreter der US-Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe Fortschritte bei den Gesprächen, eine Einigung werde bald erwartet. Sobald ein Abkommen den ungehinderten Handelsverkehr wiederherstelle, würden die USA ihre Blockade aufheben. Das Vorgehen der USA hänge jedoch von der Erfüllung der Verpflichtungen durch Iran ab, heißt es weiter. Eine Stellungnahme aus Teheran oder Muskat liegt zunächst nicht vor.
Türkei sieht keinen Widerspruch im Pakt mit Saudi-Arabien und PakistanDie Türkei sieht in ihrem neuen Verteidigungsabkommen mit Saudi-Arabien und Pakistan keinen Widerspruch zu ihren Verpflichtungen als NATO-Mitglied. Das Abkommen stehe „nicht im Widerspruch zu den Verpflichtungen der bestehenden internationalen Bündnisse der Türkei, einschließlich jener im Rahmen der NATO“, erklärte die für die Bekämpfung von Desinformation zuständige Stelle der türkischen Regierung am Freitag im Onlinedienst X.Der Pakt sei vielmehr ein „ergänzender Kooperationsmechanismus“, der die regionale Sicherheit unterstütze. „Die Entwicklung regionaler Partnerschaften durch die Türkei ist keine Alternative zu ihrer NATO-Mitgliedschaft“, erklärte die Regierungsstelle. Sie reagierte damit nach eigenen Angaben auf „haltlose Behauptungen und manipulative Beiträge“ zu dem neuen Abkommen.Bereits zuvor hatte die türkische Präsidentschaft erklärt, der Pakt richte sich „nicht gegen ein bestimmtes Land“. Experten sehen darin dennoch ein klares Signal an Iran. Der Politikwissenschaftler Umar Karim von der Universität Birmingham bezeichnete das Bündnis gegenüber AFP als „eindeutig auf Iran ausgerichtet“.
Jemen: weitere Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi-MilizDie Huthi-Miliz hat erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen. Der Gesundheitsminister der jemenitischen Regierung, Kasim Bahibah, teilte auf X mit, die Huthi-Miliz habe Wohngebiete und Lager für Binnenvertriebene in Marib angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, 14 weitere Menschen verletzt. Aus Militärkreisen hieß es, bei einem Angriff auf Stellungen regierungstreuer Truppen in der Provinz Marib seien zwei Militärangehörige getötet und drei weitere verletzt worden.Über die genaue Totenzahl gab es bislang keine Angaben.
Donald Trump geht die Munition aus, und vor den Kongresswahlen sinkt seine Beliebtheit. Das bringt Iran in eine immer bessere Verhandlungsposition. Lesen Sie hier eine Analyse unserer Korrespondentin Friederike Böge:
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan eint die Sorge vor einem erstarkenden Iran. Darum haben sie nun ein Verteidigungsabkommen geschlossen. Unsere Korrespondenten Friederike Böge und Christoph Ehrhardt berichten:
Deutschland leiht Israel Anlagen zur FahrzeugüberprüfungDeutschland stellt Israel Anlagen zur Fahrzeugdurchleuchtung zur Verfügung, die für mehr Hilfsgüter im Gazastreifen sorgen sollen. Wie das Bundesverteidigungsministerium am Freitag mitteilte, werden leihweise zwei Anlagen übergeben. Eine davon soll voraussichtlich ab September am Grenzübergang Eres eingesetzt werden und dessen Wiederöffnung ermöglichen. Die zweite Anlage soll am israelischen Hafen in Aschdod zum Ende des Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Der Betrieb der Anlagen erfolgt den Angaben zufolge ausschließlich durch israelisches Personal. Zwei Angehörige der Bundeswehr sollen aber bis Ende des Jahres die technische Betreuung der Anlage in Erez von Israel aus unterstützen. Das Verteidigungsministerium will mit der Bereitstellung der Anlagen dazu beitragen, „die humanitäre Lage im Gazastreifen durch Erhöhung der Einfuhrkapazitäten zu verbessern“.
Iran will amerikanische und israelische Schiffe aus dem Persischen Golf aussperrenIran will amerikanische und israelische Schiffe von der Durchfahrt durch die Straße von Hormus ausschließen. Zudem sollen feindlich gesinnte Länder eine Entschädigung leisten müssen, bevor ihre Schiffe die Meerenge passieren dürfen. Das schreiben lokale Medien über ein geplantes Abkommen zwischen Iran und dem Oman zur Verwaltung der wichtigen Wasserstraße.„Das wird in Washington eindeutig nicht gut ankommen“, sagte Thomas Warrick. Der frühere Mitarbeiter des Außenministeriums ist heute Nonresident Senior Fellow beim Atlantic Council. „Anstatt dass beide Seiten Zugeständnisse machen, erhöhen beide Seiten ihre Forderungen.“Die halboffizielle Nachrichtenagentur Fars hat über Einzelheiten des von Iran und dem Oman ausgearbeiteten vorläufigen Abkommens berichtet. Demnach soll die Durchfahrt von Schiffen der Vereinigten Staaten, Israels und anderer feindlicher Länder durch die Straße von Hormus verboten werden. Fracht mit Bezug zu Israel soll dem Bericht zufolge weder zu militärischen noch zu zivilen Zwecken durch diese Region transportiert werden dürfen. Das Verbot soll auch für Schiffe oder Fracht gelten, die bei Aktionen gegen Iran und Verbündete eine Rolle gespielt haben.
Uganda bereitet Truppenentsendung in Gazastreifen vorDas ugandische Parlament hat die Entsendung von Soldaten in den Gazastreifen als Teil der Internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) gebilligt. In einer Sitzung am Donnerstag stimmten die Abgeordneten einem Antrag der Regierung zu, wonach ein Kontingent der Uganda People's Defence Force (UPDF) entsendet werden soll.Die Internationale Stabilisierungstruppe soll künftig für Sicherheit im Gazastreifen sorgen und ist Teil der Bemühungen unter Federführung von US-Präsident Donald Trump, den Gaza-Krieg beizulegen. Bislang haben auch Marokko, Indonesien und Albanien bereiterklärt, sich zu beteiligen.Wann der Einsatz der Truppe beginnen soll, ist derzeit noch offen. Das israelische Sicherheitskabinett erteilte Ende Juli eine Genehmigung, damit ein Teil der ISF sowie auch Vertreter der palästinensischen Übergangsverwaltung demnächst in einem begrenzten Bereich in Rafah im Süden des Gazastreifens ihre Arbeit aufnehmen können. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen.
Berichte: Saudi-Arabien befürchtet Angriffe der Huthi-MilizSaudi-Arabien bereitet sich Berichten zufolge auf mehrere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die ebenfalls von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen vor. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthis planen, den Golfstaat „in sehr naher Zukunft“ unter Anleitung von Irans mächtigen Revolutionsgarden anzugreifen.Der saudi-arabische Beamte sagte laut CNN weiter, durch die geplanten Angriffe sollten Fortschritte in den Verhandlungen über eine Beendigung des Irankriegs untergraben werden. Potenzielle Ziele seien überwiegend „zivile und wirtschaftliche Einrichtungen“ wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen.