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19.03.2026
13:34 Uhr
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Gaspreis steigt nach Angriffen deutlich +++ Iran attackiert Öl- und Gasförderanlagen +++ Kuwait meldet Brände +++ Trump droht mit Vergeltung +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Reparatur von LNG-Anlagen in Qatar soll bis zu fünf Jahre dauernDie Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Qatar wird nach Angaben von QatarEnergy drei bis fünf Jahre dauern. Betroffen seien Anlagen, die 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens ausmachten, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich „in seinen kühnsten Träumen“ nicht vorstellen können, dass Qatar und die Region derart angegriffen würden – „insbesondere von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan“.
US-Verteidigungsminister Hegseth: Kein Zeitplan für Ende des Iran-KriegsNach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gibt es keinen Zeitplan für ein Ende des Irankriegs. Er würde „keinen endgültigen Zeitrahmen festlegen“, sagte Hegseth am Donnerstag im Pentagon. Letztlich sei es Präsident Donald Trump, der über das Ende des Einsatzes entscheide.Bereits vor zehn Tagen hatte Trump den Krieg „so gut wie beendet“ genannt und als „kurzen Ausflug“ bezeichnet. Seitdem setzen die USA und Israel ihre Luftangriffe jedoch unverändert fort. Hegseth fügte hinzu, die USA lägen bei ihren Kriegszielen „sehr gut im Plan“.
Industriestaaten wollen Energiemärkte stabilisieren und Hormus sichernFührende europäische Staaten und Japan zeigen sich grundsätzlich bereit, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Man werde sich an entsprechenden Bemühungen beteiligen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Japan. Die Gruppe verurteilt die iranischen Angriffe und fordert ein sofortiges Ende der Attacken. Zudem kündigen die Staaten an, die Energiemärkte zu stabilisieren. Dazu wolle man mit Förderländern an einer Erhöhung der Produktion arbeiten und begrüße die Freigabe strategischer Ölreserven.
Medienberichte: Trump wusste vorab von Israels Angriff auf GasfeldUS-Medienberichte legen nahe, dass Präsident Donald Trump vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld „South Pars“ informiert war. Damit widersprechen sie Trumps Darstellung, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst. Das „Wall Street Journal“ berichtet, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormus freizugeben. Iran blockiert derzeit die für den globalen Ölexport wichtige Meeresenge. Das US-Nachrichtenportal „Axios“ schreibt, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Trump hätten sich über das Vorgehen abgestimmt. Sowohl „Axios“ als auch „Wall Street Journal“ berufen sich auf US- und israelische Beamte. „Trumps Äußerungen waren nicht zutreffend“, schreibt „Axios“. Diese Einschätzung teilt Dan Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel. Auf X schrieb er, es sei keinesfalls denkbar, dass die israelischen Streitkräfte einen Angriff an diesem Ort durchführten, ohne das US-Militär zu informieren.
Wirtschaftsministerin Reiche kann sich Lieferung von Abwehrwaffen vorstellenBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kann sich vorstellen, dass deutsche Unternehmen Abwehrwaffen in die Golfregion liefern. Das berichtet unser Wirtschaftskorrespondent in Berlin, Christian Geinitz. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hätten zurecht klargestellt, dass die Bundesrepublik keine „aktive Hilfe in der der kriegerischen Auseinandersetzung“ leisten werde, so Reiche. Das müsse aber nicht bedeuten, dass die deutsche Wirtschaft keine Verteidigungsmittel für die von Iran angegriffene Region bereitstellen dürfe, sagte Reiche am Donnerstagvormittag vor dem CDU-Wirtschaftsrat in Berlin. „Wir haben Unternehmen in Deutschland, die wissen, wie Flugabwehr funktioniert. Wir haben mittlerweile Drohnenunternehmen, die auch für die Ukraine produzieren“, stellte Reiche klar. „Die sind wirklich stark“ und könnten „vor Ort Hilfe leisten“, so die Ministerin. „Ein Engagement der Bundeswehr ist ausgeschlossen, aber das würde sicherlich helfen“.
Gaspreis steigt deutlich anDer Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag deutlich gestiegen. Qatars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.
Kuwait meldet Brände in ÖlraffinerienIn Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtete, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
Iran richtet drei Männer hinIran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen wurde vorgeworfen, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein. Ihr Urteil sei wegen „Mord und operativer Handlungen“ seitens der USA und Israel gefallen, hieß es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile in Iran durch Erhängen vollstreckt.
Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu \"Vorfällen\" geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.
Macron fordert Aussetzen von Angriffen auf EnergieanlagenNach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Qatar zum Irankrieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. \"Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden\", erklärte er weiter.
Takaichi will mit Trump „offen“ über den Krieg sprechenJapans Regierungschefin Sanae Takaichi wird an diesem Donnerstag im Weißen Haus in Washington erwartet. Sie muss sich mit US-Präsident Donald Trump vermutlich über die jüngsten Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit dem Irankrieg auseinandersetzen. Japan ist eigentlich ein enger Verbündeter der USA. Es gehört wie Deutschland aber zu den westlichen Ländern, die sich Trumps Forderung nach einer Entsendung von Kriegsschiffen zum Schutz der Straße von Hormus im Iran-Krieg verweigerten.Takaichi kündigte im Vorfeld des Treffens an, mit Trump „offen“ über den Krieg und dessen negative Folgen für Japan zu sprechen. Das Land hängt bei 95 Prozent seiner Ölimporte vom Nahen Osten ab 70 Prozent gehen durch die von den iranischen Revolutionsgarden de facto gesperrte Schifffahrtsstraße von Hormus. Weiteres Thema des Gesprächs soll nach Angaben von Takaichi eine mögliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bei der Förderung von Seltenen Erden aus den Tiefen der Ozeane sein.
Trump droht Iran mit Angriff auf gesamtes Gasfeld Israel wird Irans wichtiges Gasfeld „South Pars“ nach Angaben von Donald Trump nicht erneut angreifen. Das gelte, solange Iran nicht weiter Qatars Gasanlagen attackiere, schränkte er in einem Post auf der Plattform Truth Social ein.Sollten allerdings Iran weiter die Gasindustrie in Qatar angreifen, drohte der US-Präsident mit einer massiven Bombardierung von „South Pars“ „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“.
Toter bei iranischen Raketenangriffen in IsraelBei der jüngsten Angriffswelle von Raketen aus Iran ist ein Mensch im Zentrum Israels getötet worden. Ein „ausländischer Arbeiter“ sei in Moschav Adanim, rund 20 Kilometer nordöstlich von Tel Aviv, getötet worden, erklärte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom an diesem Donnerstagmorgen. Der Mann habe „mehrere Splitterverletzungen“ erlitten und sei noch am Einsatzort für tot erklärt worden.Damit steigt die Zahl der Todesopfer in Israel seit Beginn des Irankrieges auf 15.