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10.03.2026
06:28 Uhr
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Künftiger Status der Region liege nicht in amerikanischen Händen +++ Vereinte Nationen warnen vor schweren Umweltschäden durch Angriffe auf Ölanlagen +++ Trump: Angriff auf Mädchenschule in Iran wird untersucht +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Syrien meldet Beschuss durch HizbullahDie syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hizbullah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärführung.Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hizbullah. Die neue Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss Irans – einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads – im Land zu unterbinden.Der libanesische Staat steht selbst unter Druck, eine Entwaffnung der Hizbullah durchzusetzen. Derzeit beschießen sich die Hizbullah und Israel wieder gegenseitig. Besonders im Süden Libanons greift Israels Militär dabei erneut massiv an.
UNO warnt vor Umweltschäden durch Angriffe auf Ölanlagen in NahostUN-Generalsekretär António Guterres hat vor „schwerwiegenden“ Umweltschäden durch Angriffe auf Ölanlagen im Nahen Osten gewarnt. Die Vereinten Nationen seien angesichts der „Vielzahl von Berichten über kürzlich erfolgte Angriffe auf Ölanlagen besonders besorgt“, sagte Guterres' Sprecher Stephane Dujarric vor Journalisten. Die Angriffe könnten „schwerwiegende ökologische Folgen für die gesamte Region haben (...), mit möglichen unmittelbaren Auswirkungen auf sauberes Wasser, auf die Luft, die Menschen zum Atmen brauchen und auf Nahrungsmittel“, fügte er hinzu.Dujarric forderte die Kriegsparteien dazu auf, \"alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um Zivilisten vor den Folgen der Kämpfe zu schützen und Schäden an Gesundheitseinrichtungen, Schulen, der Wasserversorgung und weiterer essentielle Infrastruktur zu vermeiden“. Bereits jetzt seien viele Menschen in den betroffenen Ländern vertrieben worden.Im Rahmen der Kämpfe der vergangenen Tage hatte unter anderem Bahrain am Sonntag angegeben, eine Meerwasserentsalzungsanlage sei bei einem iranischen Drohnenangriff beschädigt worden. Die Anlage sei wichtig für die Trinkwasserversorgung. Israel flog zudem am Sonntag Luftangriffe auf mehrere Ölanlagen in Iran.
Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötetBei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Zudem griff das iranische Militär eine Wasserentsalzungsanlage an.Irans Präsident Massud Peseschkian hatte zuletzt ein Ende der Luftangriffe auf die regionalen Nachbarländer in Aussicht gestellt, wenn von diesen keine Attacken auf den Iran ausgingen. Dennoch meldeten mehrere Golfstaaten weiterhin Angriffe mit Raketen und Drohnen aus Iran.
Trump: Angriff auf Mädchenschule in Iran wird untersuchtDer zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran erfolgte Angriff auf eine Schule in Iran wird nach den Worten von US-Präsident Donald Trump untersucht. \"Was immer bei dem Bericht rauskommt, ich bin willens mit diesem Bericht zu leben“, sagte Trump am Montag vor Journalisten. Zuvor hatten US-Oppositionspolitiker eine unabhängige Untersuchung des Angriffs im Südiran gefordert, bei dem laut iranischen Angaben Dutzende Schülerinnen getötet worden waren.Iran hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule in Minab am ersten Kriegstag am 28. Februar mit Raketen angegriffen zu haben. Dabei seien 150 Menschen getötet worden, darunter viele Schülerinnen. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Angaben vor Ort nicht überprüfen. Internationale Medien, die in Iran außerhalb von Teheran berichten wollen, benötigen dafür eine Genehmigung der iranischen Behörden.Am Freitag berichtete die „New York Times“, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben.
Trump enttäuscht über neuen Obersten Führer des IranUS-Präsident Donald Trump äußert sich enttäuscht über die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei als geistliches Oberhaupt Irans. Dies werde dem Land nur weiter die bisherigen Probleme bereiten, sagt Trump in Florida. Vor der Ernennung Modschtabas hatte Trump gefordert, die USA müssten in der Sache mitreden. Iran hatte das aber zurückgewiesen.
Peseschkian telefoniert nach erneutem Abschuss von Rakete über der Türkei mit ErdoganIrans Präsident Massud Peseschkian hat iranischen Medien zufolge mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan telefoniert, nachdem zum zweiten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs eine Rakete aus Iran im türkischen Luftraum abgefangen worden ist. Peseschkian habe seinem türkischen Amtskollegen die Einrichtung eines „gemeinsamen Teams“ vorgeschlagen, um die „angeblichen iranischen Raketenangriffe“ auf die Türkei zu untersuchen, meldeten mehrere iranische Medien am Montag. Sein Land sei „bereit, ein gemeinsames Team einzusetzen, um die Behauptungen der Iran feindlich gesinnten Länder und Regime zu untersuchen, um das Missverständnis bezüglich der angeblichen Raketenangriffe auszuräumen“, sagte Peseschkian demnach. Er warf den USA und Israel zudem vor, „Zwietracht säen“ zu wollen zwischen Iran und seinen Nachbarländern. Das türkische Verteidigungsministerium hatte am Vormittag den Abschuss einer iranischen Rakete im türkischen Luftraum gemeldet.
Britische Kampfflugzeuge unterstützen Emirate bei Drohnenabwehr Die britische Luftwaffe hat nach Angaben des Verteidigungsministers in London damit begonnen, die Vereinigten Arabischen Emirate mit Kampfflugzeugen bei der Drohnenabwehr zu unterstützen. \"Großbritannien fliegt derzeit Verteidigungsflüge\" zur Unterstützung der Emirate, erklärte Verteidigungsminister John Healey am Montag vor Parlamentsabgeordneten in London. Typhoon-Kampfflugzeuge hätten bereits \"erfolgreich zwei Drohnen abgeschossen\", die infolge des Iran-Krieges über Jordanien und auf dem Weg nach Bahrain gesichtet worden waren.
Der Irankrieg wird„bald beendet sein“, sagt Trump US-Präsident Donald Trump sieht die USA im Konflikt mit Iran auf dem richtigen Weg. Die USA hätten Irans Drohungen „zum richtigen Zeitpunkt“ gestoppt, sagte Trump bei einer Pressekonferenz in Florida. Er fügte hinzu: „Wir sind sehr stolz darauf, daran beteiligt zu sein, und es wird bald beendet sein.“ Auf Nachfrage sagte Trump, der Krieg werde nicht in dieser Woche enden. Dies werde jedoch „sehr bald“ der Fall sein, sagt er. Ein konkretes Datum nennt er nicht. Die große Gefahr in dem Krieg sei seit drei Tagen vorüber, sagt Trump weiter, ohne dies weiter auszuführen.
Israel: Wieder Ziele der iranischen Regierung angegriffen Die israelische Armee hat eine erneute Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. „Zum zweiten Mal heute“ habe die Armee „eine umfassende Welle von Angriffen in Teheran begonnen“, teilte das israelische Militär am Montagabend mit. Die Angriffe richteten sich gegen „terroristische Ziele“. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP in Teheran hatten zuvor von einer besonders starken Explosion in der Stadt berichtet. Zur gleichen Zeit kurz nach Mitternacht Ortszeit seien auch Kampfjets über der Stadt zu hören gewesen. Die Explosion war demnach an mehreren Orten zu spüren. Es war zunächst unklar, was getroffen wurde.
Trump: Haben bei Iran „kurzen Abstecher“ gemacht US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Angriff auf Iran als „kurzen Abstecher“. „Wir haben einen kleinen Abstecher gemacht, weil wir das Gefühl hatten, dass wir das tun mussten, um etwas Böses loszuwerden“, sagt Trump auf einer Konferenz der Republikaner im Bundesstaat Florida. Es werde sich zeigen, dass es sich um einen „kurzen Abstecher“ handele.
Wadephul spricht mit Rubio über Iran und IrakAußenminister Johann Wadephul hat am Abend nach mit US-Außenminister Marco Rubio telefoniert. „Es besteht gleichzeitig die Sorge in Bezug auf die wirtschaftlichen Folgen einer langfristigen Auseinandersetzung“, teilt Wadephul danach mit. Man sei sich einig gewesen, dass Iran seine Angriffe auf die Nachbarländer stoppen müsse. Er habe Rubio auch für die US-Unterstützung bei der Ausreise des deutschen Botschaftspersonals aus Bagdad gedankt. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu, dass das Personal der deutschen Botschaft in Bagdad aufgrund der Bedrohungslage temporär aus Irak verlegt worden sei. Die Erreichbarkeit der Botschaft sei weiterhin gewährleistet.
Ölpreis sinkt nach Trump-Äußerung Die Ölpreise sind nach ihrem rasanten Anstieg am Montagabend deutlich gesunken. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit Interview-Äußerungen Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs mit Iran geweckt. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel daraufhin auf 89,20 US-Dollar. Zum Vergleich: In der Nacht zu Montag hatte die Furcht vor Ölknappheit den Preis noch bis auf mehr als 120 Dollar nach oben getrieben. Nun ist Rohöl sogar etwas günstiger zu haben als am Freitag.
Mehrere Länder sondieren laut Iran wegen Waffenruhe Iran steht nach eigenen Angaben mit mehreren Staaten wegen einer möglichen Waffenruhe in Kontakt. Länder wie China, Russland und Frankreich hätten sich deswegen an die Islamische Republik gewandt, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Erste Bedingung für eine Feuerpause sei der Stopp weiterer Aggressionen.