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16.03.2026
08:13 Uhr
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Ziel seien Mitglieder der Hizbullah sowie ihre Infrastruktur +++ Trump drängt NATO zu Hilfe bei Straße von Hormus +++ Iran: 700 Raketen seit Kriegsbeginn abgefeuert +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Parteien gegen deutsche Beteiligung an US-MilitärmissionBundestagsabgeordnete von CDU, SPD und AfD lehnen Forderungen der US-Regierung ab, dass auch europäische Kriegsschiffe in der Straße von Hormus Öltanker vor iranischen Attacken beschützen sollen. Die enge Durchfahrt könne mit Marineeinheiten allein gar nicht gesichert werden, sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jürgen Hardt (CDU), im Deutschlandfunk. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen. „Mit Schiffen ist es nicht getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel gemeinsam gegen Iran begonnen hat“, sagte er mit Blick auf den US-Präsidenten.Weiter sagte Hardt, nach seinem Eindruck wisse Trump selbst nicht, wie dieses Problem gelöst werden kann. „Ich würde vorschlagen, wir müssen es jetzt einfach hinnehmen, dass die Durchfahrt so lange gesperrt ist, bis es zu einer wie auch immer gearteten Veränderung im Iran kommt.“ Das bedeute entweder eine Art Waffenstillstand oder den Sturz des Regimes.Zuvor hatte auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) in einem ARD-Interview betont, Deutschland werde sich nicht an einem Militäreinsatz in der Straße von Hormus beteiligen. Der SPD-Außenexperte Adis Ahmetovic sagte im ZDF-Morgenmagazin, Stand jetzt habe sich Trump verkalkuliert. „Es war am Anfang angesetzt ein sehr schneller, kurzer Krieg. Und wir merken jetzt, dass dieser Krieg noch weitere Wochen gehen wird.“ Die deutsche Marine sei sehr gut und habe besondere Fähigkeiten, aber die Kapazitäten seien nicht darauf ausgerichtet, sich jetzt in diesem möglichen Szenario zu beteiligen. Zudem seien Ziele und Strategie der USA und Israels in dem Krieg, der völkerrechtswidrig sei, nicht überzeugend.AfD-Chefin Alice Weidel sagte dem Portal „The Pioneer“, derzeit sei nicht einmal die größte Marine der Welt, die US-Navy, in der Lage, eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund sei ein Einsatz der „kleinen deutschen Marine – auch im Rahmen der EU – illusorisch und hochgefährlich“.
Israel meldet Zerstörung von Khameneis RegierungsfliegerIsraels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei genutzt worden sein soll. „Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen“, hieß es in einem auf Farsi verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.Irans oberster Führer Khamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Khamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.
China reagiert reserviert auf Trump-Forderung zu Straße von Hormus China reagiert zurückhaltend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Wegen der derzeitigen Situation stehe man in Kontakt mit allen Seiten, erklärt das Außenministerium in Peking. Man sei einer Deeskalation der Lage verpflichtet. Zur Drohung Trumps, den geplanten China-Besuch zu verschieben, sagt Ministeriumssprecher Lin Jian, man spreche mit den USA über die Besuchspläne. Die Diplomatie auf Ebene der Staatschefs spiele eine unersetzliche Rolle für die strategische Ausrichtung der Beziehungen.
Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen. Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes „verdächtige Aktivitäten am Himmel“ melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen abermals unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von „Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran“. Das Emirat Fudschaira meldete ein großes Feuer nach einem Drohnenangriff auf dortige Ölanlagen.
Schule bei Luftangriff in Zentraliran zerstörtBei einem Luftangriff in Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markasi sprach von einem Angriff des „zionistisch-amerikanischen Regimes“. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Chomein berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist „Vahid“ unter Berufung auf lokale Bewohner.
Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. „Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden“, hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die „New York Times“ und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte.
Trump: Iran nicht „bereit“ für Abkommen zur Beendigung des KriegesIran ist nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump nicht „bereit“ für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges. „Ich glaube nicht, dass sie bereit sind. Aber sie sind schon ziemlich nah dran“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Trump erklärte zudem, es gebe diplomatische Bemühungen, den Krieg zu beenden. „Ja, wir sprechen mit ihnen“, sagte der US-Präsident mit Blick auf die Führung in Teheran. Zugleich sagte Trump, er sei sich nicht sicher, ob er ein Abkommen zur Beendigung des Krieges schließen wolle. „Zuerst einmal weiß niemand so genau, mit wem man es überhaupt zu tun hat, weil die meisten ihrer Führung getötet wurden“, sagte er. Trump beharrte jedoch darauf, dass „sie verzweifelt ein Abkommen schließen wollen“.
Trump verschärft Druck auf US-MedienUS-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Irankrieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten - „in enger Abstimmung“ mit Iran.Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und „Die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN“, schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser „korrupten und hochgradig unpatriotischen „Nachrichten“-Organisationen“ nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.
Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von BagdadBei einem Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad sind am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Es seien insgesamt fünf Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden, erklärten die irakischen Sicherheitskräfte. Raketengeschosse seien vor allem auf dem Gelände des zivilen Flughafens eingeschlagen, auf dem wegen der Irankrieges derzeit aber keine Maschinen starten und landen. Auf dem riesigen Flughafen-Gelände befindet sich auch eine diplomatische Vertretung der USA.Geschosse schlugen den Angaben zufolge auch nahe des Flughafens bei einer Wasseraufbereitungsanlage und einem Gefängnis ein, in dem Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inhaftiert sind. Die irakische Regierung hatte sich erst kurz zuvor besorgt über Angriffe in der Nähe des Gefängnisses geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten „Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische Hochrisiko-Häftlinge einsitzen“.
Brand am Flughafen DubaiBei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten.Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, Reisende sollte ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter.
Israelische Armee startet „groß angelegte“ Angriffswelle auf TeheranDie israelische Armee hat am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine „groß angelegte“ Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Dabei werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in Teheran“ ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram mit.
„Schlechte Zukunft“: Trump drängt NATO zu Hilfe bei Straße von HormusUS-Präsident Donald Trump drängt die NATO-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus. Die NATO werde vor einer „sehr schlechten“ Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der „Financial Times“. Sollte es „keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein“, wurde Trump zitiert.In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Peking sei wie Europa stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, anders als die USA, wurde Trump weiter zitiert. Er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben. Es sei „nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert“, sagte Trump demnach weiter.
Trump und Starmer beraten über Blockade der Straße von HormusUS-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer haben über die Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus beraten. Starmer und Trump hätten „die anhaltende Lage im Nahen Osten und die Bedeutung einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus besprochen, um die Störung der globalen Schifffahrt zu beenden“, erklärte eine Sprecherin des Büros des britischen Premiers am Sonntag.Trump hatte am Samstag gefordert, andere Staaten sollten im Irankrieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern. Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen.Trump schrieb, „viele Länder“ würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Die Bundesregierung hatte eine deutsche Beteiligung bereits am Freitag ausgeschlossen.
Macron telefoniert mit Irans Präsident PeseschkianFrankreichs Präsident Emmanuel Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region sofort aufhören müssen. „Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak –, unverzüglich einzustellen“, schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X. Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Mit Blick auf den Krieg sprach er von einer „unkontrollierten Eskalation“, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region.