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14.03.2026
06:17 Uhr
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Vergeltung für Angriff auf Insel Kharg +++ Hamas fordert Iran auf, Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen +++ Rakete trifft US-Botschaft in Irak +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, spricht während eines Warnstreiks der IG Metall vor dem Hauptsitz des Autobauers Volkswagen in Wolfsburg. Martin Meissner/picture alliance/dpa/AP POOL
Ölverladungen im Emirat Fudschaira ausgesetztIm Emirat Fudschaira ist durch das Herabfallen von Trümmerteilen einer abgefangenen Drohne ein Brand ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht, teilte die Pressestelle des Emirats mit. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Treibstoff.Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, wurden nach dem Drohnenangriff einige Ölverladungen ausgesetzt. Der Hafen Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus, die derzeit von Iran blockiert wird.
Internet in Iran weiter blockiertDie Internetblockade in Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.Netblocks schreibt: „Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.“
Iran: Ölinfrastruktur nach US-Angriff auf Kharg nicht beschädigtBei den US-Angriffen auf die iranische Insel Kharg ist einer iranischen Nachrichtenagentur zufolge keine Ölinfrastruktur beschädigt worden. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete am Samstag unter Berufung auf Informanten auf der Insel, es seien 15 Explosionen zu hören gewesen, es gebe aber keine Schäden an Ölanlagen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, bei den US-Angriffen vom Freitag seien nur militärische Ziele zerstört worden.Die Insel Kharg liegt etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt im Norden des Persischen Golfs. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt. Trump hatte am Freitagabend in seinem Onlinedienst Truth Social gedroht, Ölinfrastruktur auf der Insel anzugreifen, wenn Teheran weiterhin die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiere. Iran drohte im Gegenzug mit der Zerstörung von mit den USA verbundener Ölinfrastruktur.Fars zufolge versuchte die US-Armee, auf Khargh „die Verteidigungsanlagen der Armee, die Joschan-Marinebasis, den Flughafen-Tower und den Hubschrauber-Hangar des iranischen Unternehmens Continental Shelf Oil zu beschädigen“.
Hamas: Iran soll Angriffe auf Nachbarstaaten einstellenDie islamistische Hamas hat Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die „Brüder in Iran“ sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Irankriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.Die Hamas rief die Staaten in der Region auf, „zusammenzuarbeiten, um diese Aggression zu stoppen und die brüderlichen Beziehungen untereinander zu bewahren“. Iran unterstützte die Hamas jahrzehntelang finanziell und militärisch. Die Hamas unterhält zudem enge Beziehungen zum Golfstaat Katar.Am 7. Oktober 2023 begann die Terrororganisation das beispiellose Massaker in Israel mit etwa 1.200 Toten und mehr als 250 Verschleppten.
Bericht: Rakete trifft Hubschrauberlandeplatz der US-Botschaft in BagdadAuf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad ist am Morgen eine Rakete eingeschlagen. Sie habe einen Hubschrauberlandeplatz getroffen, meldete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf zwei irakische Sicherheitsbeamte. Über dem Gelände steige eine Rauchsäule auf.
Trump: Iran „vollständig“ besiegt und wünscht AbkommenIran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe „vollständig besiegt“. „Die Fake-News-Medien berichten nur ungern darüber, wie erfolgreich das US-Militär gegen Iran vorgegangen ist, der vollständig besiegt ist und ein Abkommen wünscht“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte Vereinbarung sei „kein Abkommen, das ich akzeptieren würde“.
Trumps KI-Beauftragter fordert Deeskalation im Krieg gegen den IranDer KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, fordert ein Ende des US-Krieges gegen Iran. „Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Sieg zu erklären und auszusteigen“, sagt Sacks in seinem „All-In Podcast“ in Washington. Die USA hätten die militärischen Fähigkeiten Irans geschwächt. Nun sollten die USA einen Ausweg aus der Situation finden. Wenn eine Eskalation zu nichts Gutem führe, müsse man darüber nachdenken, wie man deeskalieren könne. „Deeskalation, denke ich, beinhaltet das Erreichen einer Art Waffenstillstandsabkommen oder einer Art Verhandlungslösung mit Iran.“
Drohnenangriff auf US-Botschaft in Bagdad – Luftangriffe auf pro-iranische KämpferIn Iraks Hauptstadt Bagdad hat es einen Luftangriff auf die US-Botschaft gegeben. Eine Drohne habe die den Botschaftskomplex getroffen, sagte ein irakischer Sicherheitsvertreter am Samstag. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah über dem Gebäudekomplex Rauch aufsteigen. Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen auf pro-iranische Kämpfer in der irakischen Hauptstadt. Bei einem der Angriffe wurde ein von der pro-iranischen Kataeb Hisbollah genutztes Haus getroffen, wie AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine „Schlüsselfigur“ der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppe wurde demnach bei dem Angriff getötet, zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.
Trump: Marine-Eskorte in Straße von Hormus beginnt „bald“US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde „bald“ beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.
US-Verteidigungsminister Hegseth: „Kein Pardon“ im Krieg gegen IranUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt ein gnadenloses Vorgehen im Krieg gegen Iran an. „Wir werden weiter Druck machen, weiter vorrücken, weiter angreifen“, sagt Hegseth vor Journalisten in Washington. „Kein Pardon, keine Gnade für unseren Feind.“ Der Befehl, „kein Pardon“ zu geben, also das Leben eines sich ergebenden Gegners nicht zu schonen oder damit zu drohen, ist nach dem humanitären Völkerrecht verboten.
Ölpreise weiter hoch – kaum Hoffnung auf schnellen FriedenTrotz der gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl bleiben die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Die Maßnahme der USA löste bei europäischen Partnern Kritik hervor – und sorgte am Ölmarkt für keine Entspannung. Im Gegenzug ließen Äußerungen aus den USA und dem Iran die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende schwinden.Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ölpreise zuletzt im Sommer 2022 geknackt.
Krieg mit Pakistan verschärft humanitäre Lage in AfghanistanDer Krieg zwischen Afghanistan und Pakistan verschärft die angespannte humanitäre Lage in Afghanistan. „Der Konflikt hat verheerende Folgen für Kinder und ihre Familien, von denen viele schon vorher auf humanitäre Hilfe angewiesen waren,“ sagt Arshad Malik, Regionaldirektor für Asien bei Save the Children. Die Organisation spricht von 68.000 vertriebenen Kindern infolge des Konflikts. „Zehntausende Kinder haben alles verloren, was ihnen Stabilität und Sicherheit gab,“ so Malik weiter.Die Kämpfe waren Ende Februar ausgebrochen. Islamabad wirft den islamistischen Taliban in Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das.
USA schicken weiteres Kriegsschiff und 2.500 Marineinfanteristen in den Nahen OstenDie USA entsenden Insidern zufolge Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Nach Angaben zweier US-Beamter, die ungenannt bleiben wollen, verlegt das US-Verteidigungsministerium das Amphibien-Angriffsschiff „Tripoli“ samt der dazugehörigen Marine-Einheit in die Region. Dazu gehörten 2500 Marineinfanteristen sowie weitere Matrosen. Die „Tripoli“, die sich derzeit im asiatisch-pazifischen Raum befindet, kann auch Kampfflugzeuge transportieren.
Iran droht mit Angriffen auf Energieanlagen von US-PartnernNach Angaben iranischer Medien drohen die iranischen Streitkräfte mit Gegenschlägen, sollte die Öl- und Energieinfrastruktur ihres Landes angegriffen werden. Die Gegenangriffe würden sich gegen die Energieinfrastruktur von Ölkonzernen richten, die in der Region mit den USA kooperierten, berichten die Medien. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, die USA hätten militärische Ziele auf der iranischen Ölexport-Insel Kharg zerstört, die Ölinfrastruktur jedoch einstweilen verschont.