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01.10.2026
21:06 Uhr
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Nach Vorfällen um den britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford +++ Irans Revolutionsgarden begrüßen US-Truppenabzug aus Irak +++ USA verhängen Sanktionen gegen Unterstützer Irans +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Bericht: Erneut Schiff in Straße von Hormus unter BeschussEin Tanker ist einem Bericht zufolge beim Durchfahren der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Über den genauen Umfang der Schäden und mögliche Folgen für die Umwelt war zunächst nichts bekannt.Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Donnerstagabend (Ortszeit). Bisher hat niemand den Angriff für sich reklamiert.In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormus kam es zuletzt regelmäßig wieder zu Beschuss. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hatte zivile iranische Schiffe attackiert.
Vorfall bei Militärbasis: Festnahme in LondonNach dem Vorfall nahe einer Luftwaffenbasis in Großbritannien, die auch von den USA genutzt wird, meldet die britische Anti-Terror-Polizei eine weitere Festnahme. Ein 27-jähriger Mann mit britischer und iranischer Staatsangehörigkeit ist in London wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Tat festgenommen worden, wie die Behörde mitteilte. Zudem hätten Beamte zwei Immobilien im Stadtteil Westminster durchsucht. Auch ein 26-jähriger Brite wurde demnach im Zusammenhang mit den Ermittlungen befragt.In der Nacht zum Sonntag waren fünf Männer nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen und werden ebenso der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Der britische Premierminister Andy Burnham sprach am Mittwoch von einer möglichen Verbindung des Vorfalls zum Iran.
Irans Revolutionsgarden begrüßen US-Truppenabzug aus IrakIrans Revolutionsgarden haben den amerikanischen Truppenabzug aus dem Irak begrüßt. Er sei „ein großes, bedeutungsvolles historisches Ereignis und eine gewaltige Errungenschaft für die Achse des Widerstands“, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der mächtigen Militärorganisation. Aus Sicht der iranischen Streitkräfte beginne damit die „Vertreibung Amerikas“ aus der Region und aus dem geografischen Raum der islamischen Gemeinschaft.Nach Angaben des Pentagons vom Mittwoch haben die letzten US-Soldaten den Irak verlassen. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Nachbarland des Irans, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft wurde. 2003 waren die USA im Zuge ihres „Kriegs gegen den Terror“ mit Verbündeten im Irak einmarschiert.Unter dem einflussreichen General Ghassem Solemani bauten die Revolutionsgarden insbesondere nach der US-Invasion ihre Beziehungen zu schiitischen Milizen im Irak aus und banden diese enger an das von Teheran unterstützte Netzwerk der „Achse des Widerstands“ gegen die USA und Israel. Auch in der irakischen Politik suchte und fand Teheran Verbündete. 2020 wurde Solemani bei einem US-Drohnenangriff nahe Bagdad getötet.
Britische Behörde: Zwei Schiffe in der Straße von Hormus unter Beschuss geratenZwei Tankschiffe sind Berichten zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) in zwei separaten Meldungen mitteilte, wurden beide Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen. Die Vorfälle ereigneten sich demnach bereits am Dienstag. Iran reklamierte die Angriffe zunächst nicht für sich. Ein Sprecher der Revolutionsgarde sagte jedoch am Mittwoch: „In der Straße von Hormus kommt es innerhalb jedes Zeitraums von 24 Stunden zu militärischen Auseinandersetzungen, aber seit einiger Zeit reagiert Amerika nicht mehr.“
USA verstärken den Druck auf Iran Die USA verstärken ihren wirtschaftlichen Druck auf Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans. Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig. Vorgeworfen wird ihnen, Waffenteile für das iranische Verteidigungsministerium beschafft zu haben. Die Maßnahme schwäche die Fähigkeit der Führung in Teheran, ihre Waffenprogramme wiederaufzunehmen, und erhöhe die Kosten für diejenigen, die Iran bei der Beschaffung militärischer Komponenten unterstützten, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung.Bereits mehrfach waren die USA zuletzt gegen Unterstützer des Irans vorgegangen. So verhängten sie Sanktionen gegen die zweitgrößte Bank Russlands, die VTB Bank, und die türkische Golden Global Bank. Zudem setzten sie Maßnahmen gegen Organisationen und Einzelpersonen um, die die Miliz Kataib Hisbollah und die libanesische Hisbollah unterstützen. Zuvor belegten die USA zudem mehrere wichtige Fluggesellschaften Irans mit Sanktionen. Auf die US-Sanktionsliste wurden 27 iranische Airlines gesetzt, darunter die Gesellschaften Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines.
Zuletzt mehr Öllieferungen durch die Straße von HormusÖllieferungen durch die umkämpfte Straße von Hormus nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.Die Angabe fasst sämtliche Ölprodukte wie etwa Flüssiggas oder raffinierte Produkte – etwa Benzin – zusammen. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Krieg flössen nun etwa 80 Prozent des unverarbeiteten Rohöls sowie Kondensate durch die Straße von Hormus, hieß es weiter. Nach Angaben von Vortexa passieren somit derzeit im Wochendurchschnitt täglich 11,2 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet.Die Analystin Amena Bakr vom Datenanbieter Kpler berichtete ebenfalls von einer Erholung der Ölexporte am Golf. Auf X schrieb sie, dass Kpler zentrale Produzenten des Nahen Ostens im September täglich 12,8 Millionen Barrel exportiert hätten. Im Februar seien dies noch 18,8 Millionen Barrel gewesen, schrieb sie weiter.
Teheran warnt Bevölkerung vor EnergieengpässenDie iranische Regierung hat die eigene Bevölkerung vor Engpässen bei der Energieversorgung im Winter gewarnt. „Wir waren Zeugen von Angriffen, die unser wirklich hartherziger Feind gegen unseren Energiesektor durchgeführt hat“, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe im Irankrieg.Erhebliche Produktionskapazität sei verloren gegangen, sagte Mohadscherani vor Journalisten. Sie sprach von täglich fast 230 Millionen Kubikmetern Erdgas, was knapp einem Viertel der nationalen Produktion entspricht. Man sei bemüht, 100 Millionen Kubikmeter Produktionskapazität wiederherzustellen.Bereits vor dem militärischen Konflikt hatte Iran zeitweise mit Energieengpässen zu kämpfen. Irans Regierung kritisiert seit Jahren, dass die harten internationalen Sanktionen eine Modernisierung der Energieinfrastruktur verhindern. „Daher dürfte es, wie bereits in den vergangenen Jahren und wie die Bevölkerung aus eigener Erfahrung weiß, in den nördlichen Provinzen zu Problemen kommen“, warnte Mohadscherani.
Iran streitet Vorwürfe gegen Atomprogramm abIran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. „Die Behauptung, Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde“, sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarde, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.Mohebi warf den USA vor, die eigene Bevölkerung zu täuschen. Wäre Iran zu Beginn der Jahrtausendwende tatsächlich nur wenige Wochen von einer Atombombe entfernt gewesen, so hätte man sie längst gebaut, sagte Mohebi weiter. „Heute sehen wir, dass diese Behauptung eine große Lüge ist.“Das umstrittene iranische Atomprogramm war nach offizieller Darstellung ein Grund dafür, warum Israel und die USA Iran seit dem vergangenen Jahr bombardiert hatten. Israel, das selbst über Atomwaffen verfügt, sieht sich durch das Nuklearprogramm in seiner Existenz bedroht. Internationalen Atominspektoren bereitete vor allem das fast waffenfähige, hochangereicherte Uran Sorgen. Iran beteuert hingegen, nicht nach Kernwaffen zu streben.
Iran droht mit weiteren Angriffen auf EnergieinfrastrukturIran hat wieder mit Angriffen auf Energieinfrastruktur gedroht. „In einer Region, in der wir kein Öl verkaufen können, wird niemand Öl verkaufen“, sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einer Rede.„Und wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet wird, wird keine Infrastruktur sicher sein“, sagte er demnach weiter. Ghalibaf nahm Bezug auf eine Rede von US-Präsident Donald Trump bei der UN-Generalversammlung vergangener Woche. Darin hatte Trump wieder mit schweren Angriffen gedroht.
Netanjahu besuchte emiratischen PräsidentenNach der Veröffentlichung brisanter Berichte zum Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den emiratischen Präsidenten besucht. Netanjahu sei am Sonntag auf Einladung von Präsident Mohammed bin Sajid in die Emirate gereist, teilte sein Büro nun mit. Auch die emiratische Staatsagentur WAM berichtete von dem Treffen in dem Golfstaat. Es ist das erste Mal, dass eine Reise Netanjahus in die Emirate dort offiziell bestätigt wird. Berichte über solche Besuche gab aber auch vorher schon. Die Emirate hatten Israel 2020 im Rahmen eines Annäherungsabkommens anerkannt und haben seitdem die Zusammenarbeit verstärkt. Brisant ist nun der Zeitpunkt des Besuchs: Er folgt auf die Veröffentlichung von Medienberichten, nach denen Ägypten und auch der emiratische Präsident persönlich Netanjahu vor einem bevorstehenden Hamas-Angriff gewarnt haben sollen.
Iran erwartet US-Antwort zu Wiedereröffnung der Straße von HormusDie iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Qatarische Vermittler wollten „die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird“, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag (Ortszeit). „Die Qatarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird“, fügte er hinzu.Das US-Nachrichtenportal „Axios“ hatte zuvor berichtet, dass indirekte Gespräche zwischen Teheran und Washington unter qatarischer Vermittlung bereits am Montag wieder aufgenommen werden könnten. Vertreter der USA und Irans waren bereits in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York zusammengekommen.US-Präsident Donald Trump hatte zuvor „Axios“ gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen, nachdem er zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte.
Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert BerichtUS-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht dementiert, nach dem er mögliche Lockerungen von Sanktionen gegen Iran im Gegenzug für Eingeständnisse beim iranischen Atomprogramm in Aussicht gestellt haben soll. „Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social mit Bezug auf einen entsprechenden Artikel des Nachrichtenportals „Axios“. Er forderte das Medium auf, die „Falschmeldung“ zurückzuziehen.Zuvor hatte „Axios“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte berichtet, dass Trump bereit sei, Sanktionen gegen Iran zu lockern und eingefrorene iranische Gelder freizugeben, wenn Teheran im Gegenzug konkrete Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternehmen würde.
Emiratischer Vizepräsident reist zu Besuch nach Saudi-ArabienInmitten der sich verschärfenden Lage in der Golfregion reist der emiratische Vizepräsident am Dienstag zu einem Besuch in das Königreich. Scheich Mansur bin Sajed al Nahjan sei einer Einladung des saudiarabischen Verteidigungsministers, Prinz Chalid bin Salman bin Abdulasis, gefolgt, teilte dessen Ressort im Onlinedienst X mit. Die emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete, der Vizepräsident habe die Einladung angenommen und werde am Dienstag zu einem „brüderlichen Besuch“ nach Saudi-Arabien reisen.Bereits im Juli hatten hochrangige Vertreter und Minister beider Länder in den Onlinediensten eine Annäherung signalisiert. Der nun angekündigte Besuch ist jedoch das erste persönliche Treffen zwischen Vertretern Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate seit ihrem Zerwürfnis im Winter wegen des Konflikts in Jemen.
Trump: Erwarte weitere Gespräche mit IranUS-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit Iran. „Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte“, zitierte ihn das Nachrichtenportal „Axios“ aus einem Telefongespräch. Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag Irans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte.Nach Angaben von „Axios“ erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche. Zwei regionale Quellen bestätigten dem US-Medium diese Pläne demnach. Sie rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und Iran, berichtete „Axios“.