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19.07.2026
21:01 Uhr
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Weiterer US-Soldat ums Leben gekommen +++ Irans Außenminister Araghchi spricht über ersten Kriegstag und Sicherheitslücken +++ Trump fordert: Iran ins Russland-Sanktionspaket aufnehmen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Nahost-Konflikt bremst erneut Schiffsverkehr in der Straße von HormusDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und Iran am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Die USA erklärten am Sonntag, sie hätten in der achten Nacht in Folge Luftangriffe auf Ziele in Iran geflogen. Die mit den USA verbündeten Staaten Kuwait und Bahrain meldeten zudem weitere iranische Attacken. Beide Seiten nehmen zunehmend die Schifffahrt ins Visier. Die US-Regierung setzt nach eigenen Angaben eine Seeblockade vor iranischen Häfen durch. Iran geht seinerseits gegen Schiffe vor, die aus seiner Sicht die Regeln in der Straße von Hormus verletzen. Durch die Meerenge wird üblicherweise etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt durch die Meerenge registriert. Einige Schiffe schalten jedoch zeitweise ihre Transponder ab, um ihre Route zu verschleiern. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge trotz der Behinderungen relativ stabil. Dadurch steigt die Menge an LNG, die auf wartenden Schiffen im Golf lagert. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. Diese Schiffe könnten für einen raschen Anstieg der Exporte sorgen, sollte sich die faktische Blockade der Straße von Hormus in den kommenden Wochen lockern, teilten die Analysten von S&P Global mit.
US-Armee meldet neue Angriffe auf Iran – Trump: „Zu Ehren“ getöteter SoldatenDie US-Armee hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Angriffe auf Iran ausgeführt. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X, mit den Attacken sollten die militärischen Fähigkeiten von Iran geschwächt werden, die für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute genutzt würden. US-Präsident Donald Trump sagte, die Attacken erfolgten als Reaktion auf die zuletzt im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten. „Wir haben sie heute Abend wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump mit Blick auf den Iran. Das sei „zu Ehren“ der „wahrscheinlich drei großartigen Patrioten“ erfolgt, sagte der Präsident vor Journalisten bei seiner Rückkehr vom Fußball-WM-Finale vor den Toren von New York nach Washington.
Straße von Hormus: Schiff nahe dem Oman in BrandIn der Straße von Hormus steht nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet, teilte UKMTO weiter mit. Die Brandursache sei zunächst noch unklar. Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während die Behörde den Vorfall untersuche.
Berichte über neue Explosionen im IranNach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, greift das US-Militär nach eigenen Angaben in der nunmehr neunten Nacht in Folge an. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Im Streit um die wichtige Meerenge eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder.
Drohnen über Kuwait - Explosionen in IranDie kuwaitische Luftabwehr geht nach Angaben des Militärs derzeit gegen „feindliche“ Drohnen vor. Unterdessen berichtet der iranische Sender Press TV von US-Angriffen auf die iranische Stadt Täbris. Zudem meldet die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim, im Südwesten des Landes seien in den Städten Bandar Mahschahr und Bandar Imam Chomeini mehrere Explosionen zu hören gewesen
Neunte Nacht in Folge: US-Angriffe gegen Iran gehen weiterDas US-Militär hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Ziele in Iran attackiert. Die Angriffe seien um 19.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando Centcom auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, die Iran für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus einsetze.Im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. Die USA meldeten in der vergangenen Woche so viele Tote in den eigenen Reihen wie seit Monaten nicht mehr.
Die syrische Führung möchte sich eigentlich aus dem Irankrieg heraushalten. Ministerpräsident al-Scharaa ist bereits mit bewaffneten Konflikten im Inneren beschäftigt. Nun wurde Syrien aber dennoch Ziel iranischer Angriffe. Lesen Sie hier eine Einschätzung unseres F.A.Z.-Korrespondenten Christoph Ehrhardt.
US-Militär informiert über Tod eines weiteren SoldatenDas US-Militär hat den Tod eines weiteren seiner Soldaten im Iran-Krieg gemeldet. Am Samstag sei ein US-Soldat im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat wurde demnach verletzt und wird weiterhin wegen einer leichten Verletzung medizinisch behandelt. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17. Am Samstag hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von Soldaten infolge von iranischem Beschuss gemeldet. Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohenangriffe verteidigten, teilte Centcom mit. Das US-Militär informierte in dem Zuge auch über einen weiteren Soldaten, der noch vermisst werde. Nun erklärten die Streitkräfte, dass man nach einer gründlichen Suche am Ort des Geschehens bislang nicht identifizierte sterbliche Überreste gefunden habe. Derzeit laufe ein Prozess zur Identifizierung, hieß es.
Rubio lobt Beiruts Friedensbemühungen nach Treffen mit Libanons Staatschef AounUS-Außenminister Marco Rubio hat die Bemühungen der libanesischen Regierung für einen Friedensschluss mit Israel gewürdigt. Nach einem Treffen mit dem libanesischen Staatschef Joseph Aoun in Washington habe Rubio die Regierung in Beirut für „ihre entschlossenen Bemühungen gelobt, die Souveränität des Libanon zurückzugewinnen, die Hisbollah zu entwaffnen, ihre terroristische Infrastruktur zu zerschlagen und den Weg zum Frieden“ mit Israel einzuschlagen, teilte das US-Außenministerium am Sonntag mit.Rubio erklärte demnach, Washington sei entschlossen, „die erfolgreiche Umsetzung des trilateralen Rahmenabkommens zu unterstützen“. Zudem wollten die USA die Bemühungen der libanesischen Regierung „um Frieden, wirtschaftlichen Aufschwung und eine bessere Zukunft für das libanesische Volk“ fördern.Rubio und Aoun waren am Sonntag zu Gesprächen im US-Außenministerium zusammengekommen. Es war der erste Besuch eines libanesischen Staatsoberhaupts in Washington seit 2009. Nach Angaben libanesischer Regierungsvertreter soll Aoun am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen.
Medien: USA verlegen weitere Kampfflugzeuge in Nahen OstenDie USA verlegen inmitten des eskalierenden Irankriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass dies unter anderem Kampfflugzeuge vom Typ F-16 vom amerikanischen Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfflugzeuge vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Auch die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf amerikanische Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden.
Trump fordert: Iran ins Russland-Sanktionspaket aufnehmen Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seine republikanische Partei aufgefordert, Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. „WICHTIG!!!“, schrieb Trump in Großbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. „Das wollte Lindsey tun“, ergänzte der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich maßgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt.Im Senat wird bereits seit mehr als einem Jahr um das neue Sanktionspaket gegen Russland gerungen. Vor wenigen Tagen stellten Senatoren der beiden großen amerikanischen Parteien einen überarbeiteten Gesetzentwurf vor. Die Initiative sieht den Angaben zufolge Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, darunter China und Indien. Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des von Russland exportierten Erdgases kaufen und „bedeutende Maßnahmen“ ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren.Senator Graham hatte kurz vor seinem Tod bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Unterstützung des Weißen Hauses für das Sanktionspaket gegen Russland verkündet.
Iran meldet Angriff auf unfertiges Atomkraftwerk Iran hat einen Angriff auf ein im Bau befindliches Atomkraftwerk gemeldet. Die iranische Atomenergiebehörde verurteilte den Angriff im Südwesten Irans, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Demnach griffen die USA mit mehreren Geschossen an.Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, der Bau befinde sich in einem sehr frühen Stadium. Beim letzten IAEA-Besuch habe sich dort kein nukleares Material befunden, teilte sie auf der Plattform X mit. Auch wenn in diesem Fall kein radiologisches Risiko durch den Angriff vermutet werde, rufe IAEA-Chef Rafal Grossi abermals zu militärischer Zurückhaltung im Umfeld von Atomeinrichtungen auf.Iran hatte den Beginn der Bauarbeiten am Standort Darchowein an der Grenze zum Irak Ende 2022 verkündet. Der Druckwasserreaktor in der Provinz Chusestan sollte eine Leistung von 300 Megawatt haben. Angekündigt wurde der Bau nahe dem großen Fluss Karun bereits vor mehr als 15 Jahren. Das Kernkraftwerk sollte um 2030 fertiggestellt werden. Das einzige Kernkraftwerk Irans im Betrieb liegt in der Hafenstadt Buschehr.
Israels Armee: Iran greift Küstenstadt Akaba in Jordanien an Iran hat nach Informationen der israelischen Armee Jordaniens Küstenstadt Akaba am Roten Meer angegriffen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die israelische Armee habe Raketenbeschuss aus Iran auf die Stadt beobachtet, die nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt liegt, teilte die Armee mit. Es sei möglich, dass Auswirkungen des Angriffs auch auf israelischem Gebiet bemerkbar würden. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen, wie der regierungsnahe Fernsehsender Al-Mamlaka berichtete. Der Flughafen und Hafen in Akaba wurde nach US-Angaben evakuiert. Das teilte die US-Botschaft mit und bezog sich dabei auf eine laufende Evakuierung durch die jordanischen Behörden. Grund sei eine „spezifische und glaubwürdige Bedrohung“. Von Reisen über den internationalen Flughafen oder den Hafen werde abgeraten.Jordaniens Kommunikationsminister Mohammed al-Mumani teilte dagegen mit, die Behörden hätten keine Anordnung zur Evakuierung gegeben – weder am Flughafen von Akaba noch am Hafen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra. Der Betrieb an Hafen und Flughafen laufe normal. Auch der Fernsehsender Al-Mamlaka berichtete von normalem Betrieb am Hafen.
Irans Außenminister spricht über Sicherheitslücken Irans Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den Vereinigten Staaten und Israel gesprochen. Im Gespräch mit dem regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge im Internet abrufbar ist.Araghchi erklärt darin unter anderem, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig getagt hätten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgt seien. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans Oberster Führer, Ajatollah Ali Khamenei. Morgens noch habe Araghchi dessen Stabschef getroffen, um Khamenei über den Stand der Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu informieren.„Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren“, sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. „Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht“. Araghchi sagte, die Sicherheitslücke beschränke sich nicht nur auf Infiltration „Manchmal betrifft sie auch die Beeinflussung der Ausrichtung von Entscheidungsprozessen“, fügte er hinzu und betonte: „Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen.“