FAZ 19.07.2026
19:12 Uhr

Liveblog Fußball-WM 2026: Klopp: Einigung mit Red Bull gefunden, mit DFB geht „alles in die richtige Richtung“


Liveblog zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vom 11.06. bis 19.07.2026 in den USA, Kanada und Mexiko | FAZ

Liveblog Fußball-WM 2026: Klopp: Einigung mit Red Bull gefunden, mit DFB geht „alles in die richtige Richtung“

Der Telekom ist mit dem Erwerb der TV-Rechte für die Fußball-WM 2030 ein abermaliger Coup gelungen. Das Bonner Unternehmen wird somit wie schon bei der EM 2024 und der WM 2026 alle Turnierspiele auf MagentaTV übertragen, einen Teil davon wohl exklusiv. Das gab die Telekom kurz vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien bekannt.„Wir bleiben am Ball. Mit der EURO 2028 und jetzt auch der WM 2030 haben wir die nächsten beiden Fußball-Großereignisse bei MagentaTV im Programm“, wird Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom, in einer Pressemitteilung zitiert.ARD und ZDF äußerten sich zunächst nicht zu dem Deal. 2022 und 2026 waren die öffentlich-rechtliche Sender über verschiedene Konstrukte von Sublizenzen mit im TV-Boot. Ein ähnliches Modell könnte es auch für das Turnier in vier Jahren geben.Die WM 2030 wird in sechs Ländern ausgetragen. Wie viele Spiele stattfinden, ist noch offen, eine weitere Aufblähung des Teilnehmerfeldes von 48 auf 64 Mannschaften ist möglich.Die zurückliegende WM 2026 bewertete die Telekom derweil als vollen Erfolg. „Es war für uns eine Fußball-Weltmeisterschaft der Rekorde. Wir haben mehr als 200 Millionen Zuschauer erreicht und gleichzeitig deutlich mehr Kunden gewinnen können, als erwartet“, sagte Rodrigo Diehl, im Vorstand der Telekom für das Deutschland-Geschäft verantwortlich.Auch bei der Weltmeisterschaft der Frauen 2027 in Brasilien und bei der Männer-EM 2028 in Großbritannien und Irland werden alle Spiele bei MagentaTV übertragen. Für die kommende Europameisterschaft hat die Telekom Sublizenzen von ARD und ZDF erworben. Bei der diesjährigen WM hingegen hatten die öffentlich-rechtlichen Sender für ein Rechtepaket von insgesamt 60 Spielen laut Medienberichten zusammen 152 Millionen Euro an die Telekom gezahlt. (sid)

Tausende Fußball-Fans aus Argentinien haben vor dem WM-Finale gegen Spanien die Innenstadt von New York fest im Griff. Während nur wenige Anhänger der Iberer rund um den Times Square zu sehen waren, brachten die Fans von Lionel Messi und Co. am letzten WM-Tag noch einmal einen Hauch von Karneval in die Stadt. Dort war das WM-Fieber nach dem Aus von Ko-Gastgeber USA zuletzt spürbar abgekühlt.„Ich bin sehr nervös, denn ich liebe Argentinien. Es ist das Finale. Es ist wahrscheinlich das letzte für Messi. Vielleicht ist es also unser Tag“, sagte die 30 Jahre alte Florencia Luzinin der Nachrichtenagentur AFP und fügte an: „Wir sind ein paar Spaniern begegnet, aber ich beachte sie gar nicht.“ Luzinin war eine von Tausenden blau-weiß gestreiften Argentinien-Fans, die vor dem Endspiel – das jenseits des Hudson River in New Jersey stattfindet – in die belebten Touristenzentren von Manhattan strömten.Ein Ausbruch der Legionärskrankheit, heftige Unwetter und Rauch von den kanadischen Waldbränden hatten viele Menschen im „Big Apple“ zuletzt abgelenkt. Kurz vor Anpfiff hatte sich zumindest die Luftqualität im MetLife-Stadion wieder normalisiert.Der Großteil der argentinischen Fans versammelte sich im Laufe des Tages am Times Square, dem inoffiziellen Treffpunkt für das Turnier, und ließen die WM-Stimmung wieder aufleben. Der Bahnhof Penn Station verwandelte sich in ein Meer aus argentinischen Trikots – die meisten mit dem Namen Messi versehen – und sogar zwei Hunde waren in die Farben gekleidet.Spanische Fans tummelten sich derweil rund um den Madison Square Garden, viele hielten eine Nachbildung des WM-Pokals in den Händen. Spanien-Fan Alessandra Pichler (27) tippte auf einen 3:1-Sieg ihrer Mannschaft. „Ich finde, die USA haben bei der Ausrichtung all der Spiele, die ich besucht habe, großartige Arbeit geleistet. Ich bin sehr beeindruckt“, fügte sie hinzu. (sid)

Wer ist favorisiert im WM-Finale? Die F.A.Z.-Prognose gibt Aufschluss: 

Keine Rauchschwaden, kein Regen: Das WM-Finale zwischen Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien wird bei besten Wetterbedingungen stattfinden. Fans und Teams reisten am Sonntag bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein an, für den Nachmittag (Anpfiff im MetLife Stadium um 15.00 Uhr Ortszeit/21.00 Uhr MESZ) sind in East Rutherford vor den Toren New Yorks Temperaturen bis zu 27 Grad Celsius und eine leichte Brise vorhergesagt.Noch am Freitag war die Skyline Manhattans zeitweise in orangefarbene Rauchschwaden gehüllt, die zahlreichen Waldbrände in Kanada setzten auch New York trotz mehreren tausend Kilometer Entfernung zu. Sorgen, das mit Spannung erwartete WM-Finale sei in Gefahr, bewahrheiteten sich nicht. Vor der Arena bildeten sich wegen der enormen Sicherheitsvorkehrungen allerdings lange Schlangen. Für das Mega-Event haben sich US-Präsident Donald Trump und viele weitere Prominente aus Politik und Showbusiness angekündigt. (sid) 

Eine Hauptstadt trägt Rot und Gelb: Wenige Stunden vor dem WM-Finale gegen Argentinien steigt in der spanischen Metropole Madrid die Anspannung. In allen Stadtteilen versammelten sich ab dem Nachmittag in Trikots oder Fahnen gehüllte Fans auf Plätzen, in Bars und bei Public-Viewing-Veranstaltungen. Sie alle hoffen, Zeuge des zweiten WM-Titels der Nationalmannschaft (nach 2010) zu werden.Straßenverkäufer machten gute Geschäfte mit Spanien-Trikots und -Flaggen, während Bars ihre Terrassen und Innenräume passend zum Spiel in den Nationalfarben dekorierten. „Ich finde, wir haben ein hervorragendes Turnier gespielt, und das werden wir gegen Argentinien beweisen“, sagte etwa der 23 Jahre alte Fan Javier Fernandez der Nachrichtenagentur AFP, bevor er das Spiel gemeinsam mit Freunden in einer Bar verfolgte.In Madrid waren zwei Fan-Zonen unter freiem Himmel eingerichtet worden, damit Tausende Fans das Spiel auf Großleinwänden verfolgen können. Eine dritte befindet sich im klimatisierten „Movistar“-Zentrum, dem wichtigsten Veranstaltungsort der Stadt für große Konzerte und Sportereignisse. Stadtbusse auf wichtigen Linien waren mit Spanien-Flaggen dekoriert worden, eine U-Bahn wurde im leuchtenden Rot der Nationalmannschaft lackiert und mit Bildern von Trainer Luis de la Fuente sowie Spielern wie dem Jungstar Lamine Yamal, Nico Williams und Pedri versehen. Einzelhändler wie El Corte Inglés, Carrefour, Leroy Merlin und Ikea kündigten an, ihre Filialen früher zu schließen, damit die Mitarbeitenden das Spiel verfolgen können. (sid)

Joan Capdevila hat es nach seinem Hilferuf an Donald Trump doch noch zum WM-Finale geschafft. Sein ehemaliger spanischer Auswahlkollege Marcos Senna postete in seiner Instagram-Story ein Foto der beiden, im Hintergrund ein Flieger. Dazu der Kommentar: „Kurs auf den zweiten Stern.“ Gemeint ist damit der zweite Stern, den die spanische Nationalmannschaft für einen Erfolg heute Abend (21.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV) im WM-Endspiel gegen Argentinien bekommen würde. Den bisher einzigen WM-Titel gewannen die Iberer 2010. Damals auch mit Capdevila, der sich wegen seiner Einreiseprobleme sogar an den US-Präsidenten gewandt hatte. „Ich brauche Hilfe Donald Trump“, hatte der frühere Welt- und Europameister auf der Plattform X geschrieben. Capdevilla war die elektronische Reisegenehmigung ESTA, die für visumfreie Einreisen in die USA für Bürger bestimmter Nationen verpflichtend ist, verweigert worden. Beim Radiosender Cope vermutete der 48-Jährige, dass es an einem Legendenspiel der spanischen Liga 2016 in Iran lag. Warum es nun doch klappte mit der Einreise, blieb vorerst ungeklärt. (dpa) 

Wer damals nicht nur auf die Hand Cucurellas geschaut hat, der hat etwas anderes gesehen: wie die Spanier den Deutschen gerade im Mittelfeld überlegen waren. Es ist die spanische Lektion der vergangenen EM und nun auch der WM, dass so eine Überlegenheit entsteht, wenn Talent auf Spielidee trifft. Vor dem Finale der Fußball-WM kommentiert Christopher Meltzer, wie „Spaniens Zauberer“ nicht nur Nagelsmann und Deschamps getäuscht haben: 

Argentiniens Superstar Lionel Messi hat sich bereits vor dem WM-Finale gegen Spanien bei der gesamten Nationalmannschaft emotional bedankt. „Danke an jeden meiner Mitspieler, an das Trainerteam und an alle Menschen, die jeden Tag dafür arbeiten, dass diese Nationalmannschaft eine Familie bleibt“, schrieb der Kapitän der Albiceleste bei Instagram. Dazu veröffentlichte der Neununddreißigjährige ein Bild des gesamten Teams, auf dem alle Spieler, Betreuer, der Trainerstab und alle, „die zum Erfolg beitragen“, zu sehen sind. Messi schrieb dazu: „Ganz egal, was im Finale passiert – dieses Team hat bereits Geschichte geschrieben, die wir niemals vergessen werden und die niemand auslöschen kann.“ Messi steht bei seiner sechsten WM-Teilnahme im dritten Finale und blickt auf die gemeinsamen Jahre mit der Nationalmannschaft zurück: „Das Beste an all diesen Jahren waren nie nur die Titel, sondern der gesamte Weg. Den Alltag mit diesem Team zu teilen, gemeinsam Wettkämpfe zu bestreiten, sich in schwierigen Zeiten wieder aufzurappeln und jeden Schritt zu genießen.“ Der achtmalige FIFA-Weltfußballer war an zwölf der 19 Tore Argentiniens im Turnierverlauf beteiligt und hatte damit maßgeblichen Anteil am Erreichen des WM-Finals. Der Titelverteidiger trifft am Abend in New York auf Spanien (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV). (sid)

Thomas Tuchel führt England zum besten WM-Ergebnis seit 60 Jahren.  Dass es nicht für den Titel gereicht habe, sei dennoch „sehr schmerzhaft“, sagt er. Der Schmerz werde „vergehen, aber die Narbe bleibt“. 

Didier Deschamps verabschiedete sich trotz der Niederlage in seinem letzten Spiel als gefühlter Sieger. „Es war ein wunderschönes Erlebnis, ein Abenteuer mit dieser Mannschaft, mit der wir acht Wochen zusammen verbracht haben“, sagte der französische Nationaltrainer nach dem spektakulären 4:6 (0:4) im kleinen WM-Finale gegen England: „Das ist die WM. Es ist wunderschön, es gibt nichts Schöneres.“ Dass es im letzten Spiel nach 14 Jahren unter seiner Leitung nicht zu einem Sieg und WM-Bronze reichte, nahm der Siebenundfünfzigjährige sogar auf seine Kappe. „Dass wir es nicht geschafft haben, ist natürlich meine Schuld, wir hätten in der ersten Halbzeit mehr tun müssen“, sagte Deschamps. Die Enttäuschung, das Endspiel verpasst zu haben, sei natürlich da, aber: „Wir haben den Franzosen positive Emotionen bereitet.“Sein Kapitän Kylian Mbappé fand die Niederlage „für den Trainer sehr schade“. Denn: „Wir wollten für ihn das Spiel gewinnen, ihm ein Geschenk machen“, sagte der Siebenundzwanzigjährige: „Aber leider hatte man in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir ihn enttäuscht haben. Wir wollten ihm Danke sagen, für alles, was er gemacht hat, aber dieses Spiel wird die Legende von Didier Deschamps nicht beschädigen.“Dass er mit seinem Doppelpack (48. und 66.) seine WM-Ausbeute auf insgesamt 22 Tore schraubte und damit dem argentinischen Superstar Lionel Messi den Rekord abnahm, sieht Mbappé nur als vorübergehend an. „Leo trifft immer. Er wird morgen auf jeden Fall treffen“, sagte er über den Kapitän des Weltmeisters, der am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) gegen Spanien den Titel erfolgreich verteidigen will. (dpa)

Laut Jürgen Klinsmann brauchen sich Fußballfans beim Thema Trinkpausen keine übermäßigen Sorgen zu machen. Ob man sich daran gewöhnen müsse? „Nicht unbedingt“, sagte der frühere Bundestrainer, der Mitglied der Technical Study Group des Weltverbandes ist, dem SID in New York: „Das Thema Hydration Break ist ein heißes und wird bei der FIFA auf den Tisch kommen.“Nachdem sich die FIFA-Analysten am Samstag nicht über das größte Aufregerthema der WM und dessen Einfluss auf das Spiel äußern wollten, meinte Klinsmann im SID-Gespräch bei Adidas: „Ich glaube, dass dieses Thema wieder zurückgehen wird in die Hände der Schiedsrichter. Wenn es wirklich über 30 Grad sind, dann kannst du das machen, dann kannst du aber auch das Zeitlimit begrenzen auf 30 Sekunden oder 60 Sekunden, damit der Spielfluss nicht unterbrochen wird, dass es nicht zu einer Coaching Break wird. Das unterbricht natürlich das Spiel.“Auch bei der ausgedehnten Halbzeitpause im WM-Finale schürt Klinsmann die Hoffnung, dass es einmalig bleibt. „Ich glaube, das ist etwas Amerikanisches. Es hat etwas mit dem Gastgeberland zu tun. Das kommt vom American Football, vom Super Bowl“, sagte der Weltmeister von 1990: „Ich hoffe wirklich, dass es eine einmalige Show ist und es dann wieder zurückkommen wird auf den Boden, um das Ganze wieder auf die 15 Minuten runterzubrechen.\" (sid)

Die Fußball-WM verlief für die FIFA offenbar noch lukrativer als bisher angenommen. Wie der \"Guardian\" berichtet, darf sich der Weltverband über Rekordeinnahmen in Höhe von etwa 15 Milliarden US-Dollar (rund 13,1 Milliarden Euro) mit der XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada freuen. Ursprünglich hatte die FIFA mit Einnahmen in Höhe von 11 Milliarden US-Dollar gerechnet. Laut \"Guardian\" informierte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Mitgliedsverbände am Samstag über die gestiegenen Einnahmen. Demnach machten Hospitality-Angebote und Ticketverkäufe, insbesondere über den Zweitmarkt, einen erheblichen Teil des Anstiegs aus. Die FIFA behält auf ihrer Wiederverkaufsplattform sowohl vom Verkäufer, der den Preis beliebig festlegen darf, als auch vom Käufer jeweils 15 Prozent Gebühren ein. Kritiker sprechen von einem legalisierten Schwarzmarkt.2022 hatte die FIFA mit der Winter-WM in Katar rund 5,8 Milliarden US-Dollar eingenommen. Bei dieser Endrunde wurden erstmals 104 Partien (statt 64) mit 48 Mannschaften (statt 32) ausgetragen. Die FIFA diskutiert derzeit eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 64 Teams.

Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft kämpfen Spanien und Argentinien heute um den Titel – das Spiel wird zugleich zur Bühne für zahlreiche Musikstars. Im MetLife-Stadion im US-Bundesstaat New Jersey findet 90 Minuten vor Anpfiff zunächst die Abschlusszeremonie der WM statt, zu der unter anderen der für seine Stunts bekannte Hollywoodstar Tom Cruise, der Sänger Robbie Williams und der Rapper Post Malone erwartet werden.Angekündigt ist zudem eine Halbzeitshow mit Stars wie Madonna, Justin Bieber, der K-Pop-Band BTS und Shakira. Die Pause dürfte wegen des Auf- und Abbaus der Bühne deutlich länger ausfallen als die üblichen 15 Minuten. Erstmals seit Beginn der WM wird auch US-Präsident Donald Trump im Stadion erwartet. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wollen das Finale ebenfalls besuchen.

Nach einem furiosen Schlagabtausch steht fest: England belegt bei der Fußball-WM Platz drei. Frankreich erlebt in der ersten Hälfte ein Debakel, bäumt sich aber noch einmal auf. Am Ende reicht es nicht zum großen Comeback.