Ein amerikanischer Säugling mit einer Herzerkrankung, den eine Leihmutter angeblich gegen den Willen der biologischen Eltern am vergangenen Mittwoch in Texas zur Welt brachte, hat die erste Operation überstanden. Wie ein Sprecher des kalifornischen Elternpaares mitteilte, wurde bei einem sogenannten Norwood-Eingriff unter anderem die Aorta des Neugeborenen vergrößert und ein Kunststoffröhrchen für die Durchblutung der Lunge eingesetzt. Da Rumi, wie die Eltern den Jungen nannten, mit einem Hypoplastischen Linksherz-Syndrom (HLHS) geboren wurde, erwarten ihn vor dem fünften Geburtstag zwei weitere Operationen. Der Fall des Jungen hatte in den Vereinigten Staaten die Debatte über Leihmutterschaft befeuert. Angeblich hatten die „intended parents“ die Leihmutter wegen der Herzerkrankung zur Abtreibung des Fötus gedrängt. Die Schwangere war daraufhin aus Alaska zur Entbindung nach Texas gereist, um nach den Gesetzen des Bundesstaates unter Umständen das Sorgerecht für das Neugeborene zu übernehmen. Für die kommende Woche ist eine gerichtliche Anhörung geplant.
