FAZ 18.08.2026
18:38 Uhr

Konstablerwache: Rabenkrähe verfängt sich in Netzskulptur


Die Installation „A Sky Full of Hope“ an der Frankfurter Konstablerwache von Janet Echelman wird abends zum Kunstwerk. Jetzt ist sie tagsüber zur Falle für eine Krähe geworden.

Konstablerwache: Rabenkrähe verfängt sich in Netzskulptur

In das Kunstwerk „A Sky Full of Hope“, das die Konstablerwache in Frankfurt überspannt, hat sich am Dienstagmorgen ein Vogel verfangen. Dabei hat es sich nach Angaben der Feuerwehr um eine Krähe gehandelt, die von den Einsatzkräften befreit werden musste. Die Installation der Amerikanerin Janet Echelman, die am 11. August eröffnet wurde und seitdem in den Abendstunden in den unterschiedlichsten Farben leuchtet, besteht aus einem Netzgewebe, das aus Tausenden von Knoten gefertigt wurde. Das Kulturdezernat der Stadt teilte am Abend mit, der Vorfall widerspreche allem, „was wir auf Grundlage der bisherigen fachlichen Einschätzung wussten“. Das Dezernat nehme die Situation ernst und kläre, ob und welche Konsequenzen daraus zu ziehen seien. Es stelle sich auch die Frage, ob die Situation fachlich neu bewertet werden müsse. Der aktuelle Vorfall zeige vor allem, „dass wir die tatsächliche Situation noch einmal überprüfen müssen“. Die Künstlerin, die ähnliche Installationen international errichten ließ, hatte vor der Eröffnung aufgrund ihrer Erfahrungen versichert, die Netze seien nicht schädlich für Vögel. Wie das Kulturdezernat weiter mitteilte, versichere die Künstlerin auf ihrer Website, dass sich bisher noch nie ein Vogel in einem ihrer Netze verfangen habe. Die Installation in Frankfurt ist umstritten. Kritiker bemängeln unter anderem die Kosten von 2,3 Millionen Euro. Ursprünglich geplant ist, die Netzskulptur für die Dauer von drei Jahren an der Konstablerwache in Frankfurt zu belassen.