Was kann jetzt noch kommen? Es ist Mitte Juli, drei quälende Hitzewellen hat Europa schon hinter sich. Noch nie seit Menschengedenken hat der Kontinent so früh im Jahr so geglüht. Schon jetzt, deutlich vor dem Hochsommer, wurde vom europäischen Gesundheitsdatenzentrum ECDC eine hitzebedingte Übersterblichkeit von mehr als zehntausend Menschen gezählt und die Hitze von Katastrophenexperten als „Systemrisiko“ eingestuft: Niedrige Flusspegel lähmen Binnenschifffahrt und Kraftwerke, die Kühlung brauchen; in Flüssen mit einer Temperatur jenseits von 28 Grad häufen sich die Fischsterben; die Trockenheit frisst sich durch die Böden, Trinkwasserreservoire schwinden, und allenfalls punktuell ist, wie Meteorologen sagen, der Wassermangel durch „übernormale Regenfälle“ abgemildert worden.
