Wer mit dem Fahrrad nicht nur in Darmstadt selbst radeln will, findet bald einen bequemen Radweg zur Nachbarstadt Roßdorf vor. Die Stadt hat einen ehemaligen Forstweg, einen Schotterweg, auf einer Länge von zwei Kilometern ausgebaut. Der Weg für Radfahrer und Fußgänger wird am Mittwoch der nächsten Woche eröffnet, bis dahin werden noch Markierungen aufgebracht, wie Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey (CDU) mitgeteilt hat. Nach seinen Worten diente der Schotterweg schon in der Vergangenheit als Verbindung nach Roßdorf. Nach dem Ausbau sei der Weg aber bequemer zu befahren. Die Ausbaustrecke beginnt an der Heinrichstraße am Darmstädter Stadtrand, der Weg führt an der Bundesstraße 26 entlang, einer viel befahrenen Straße, die mit zwei Spuren für jede Richtung ausgebaut ist. Laternen leuchten nach Bedarf Der neue Radweg ist als Verbindung für Pendler und den Freizeitverkehr gedacht. Damit er das ganze Jahr über genutzt werden kann, ist er beleuchtet. Die Lampen gehen aber nur an, wenn ein Radler sich nähert. Ist der Weg leer, bleiben die Straßenlaternen aus, damit Insekten und andere Tiere nicht unnötig mit Lichtsmog belastet werden, wie es von der Stadt heißt. Dank der Beleuchtung steht der Weg auch im Winter morgens und am Abend bei Dunkelheit zur Verfügung. Der nun ausgebaute Radweg reicht allerdings nicht ganz bis nach Roßdorf, sondern nur bis zum Anschluss an die Aschaffenburger Straße. Die restlichen zwei Kilometer fallen nicht in die Zuständigkeit der Stadt Darmstadt, sondern des Landes Hessen. Die Landesagentur für den Straßenbau, Hessen Mobil, hat schon vor zwei Jahren zugesagt, ihren Teil der Strecke ebenfalls auszubauen, wie Wandrey berichtete. Dieser Abschnitt ist asphaltiert, der Weg ist aber nicht so breit wie auf dem von Darmstadt ausgebauten Abschnitt. Die Arbeiten für den Ausbau des Wegs haben nach Angaben der Stadt vier Monate gedauert und 1,6 Millionen Euro gekostet. Zwei Drittel davon erhält die Stadt vom Land als Zuschuss zurück. Die Bauarbeiten waren deutlich günstiger als geplant – veranschlagt waren gut drei Millionen Euro, wie der Verkehrsdezernent erläutert hat.
